2. swb-Marathon in Bremen am 24. September 2006

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WESER KURIER vom 17. Januar 2006
Bremen tritt erneut gegen Berlin an
Zweite Marathon-Auflage am 24. September
Diesen Bericht finden Sie hier

WESER KURIER vom 15. März 2006
Mit Busemann zum Marathon
Ex-Zehnkämpfer Gast bei Eröffnung des Bremen-Marathon-Büros

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Vor zehn Jahren sorgte er für eine dicke Überraschung bei den Olympischen Spielen. Morgen soll Frank Buse-
mann den Bremer Marathon anschieben: Der Silbermedaillengewinner von Atlanta 1996 steht ab 11 Uhr Pate bei der Ein-
weihung des neuen Marathonbüros in der Leher Heerstraße 8. Später, nachdem der ehemalige Zehnkämpfer genug Fragen
beantworten und Hände geschüttelt hat, wird er gegen 16.30 Uhr mit einer Laufgruppe in den Bürgerpark traben. Mit-
machen kann dabei jeder, der seine Laufschuhe mitbringt. Wer am 24. September in die zweite Auflage des Marathons
starten will, muss sich dagegen anmelden - online unter www.marathon-bremen.de oder direkt im neuen Büro, das integriert
worden im zweiten Shop des Bremer Laufladens Sport-Ziel. "Dort sind zudem alle Informationen rund um den Marathon zu
erhalten, außerdem freuen wir uns über Anregungen der Läufer", sagt Marathon-Organisator und Sport-Ziel-Inhaber Utz
Bertschy.
Während Bertschy froh ist, dass "der Marathon endlich ein Zuhause hat", darf über den genauen Verlauf der Strecke noch
gerätselt werden. "Erst in den kommenden Wochen werden wir Klarheit haben", sagte Bertschy. Angedacht ist etwa, links
der Weser ein wenig tiefer in die Stadtteile Neustadt und Habenhausen einzudringen. Schließlich muss in diesem Jahr eine
Baustelle am Leipnizplatz umgangen werden, und der Deich entlang des Werdersees zählt ohnehin zu den Abschnitten mit
geringem Publikumsverkehr. Die Weser soll zwar auch in diesem Jahr am Wehr überquert werden. Allerdings ohne die
heftige Steigung über die Schleusen, sondern - sofern technisch möglich - auf zwei eigens verlegten Brücken. Von Hastedt
gelangen die Läufer beim 2. Bremen-Marathon dann über die Gartenstadt Vahr zur Berliner Freiheit, später sollen sie auch
den Rhododendronpark streifen. Die letzte Änderung betrifft die Rückkehr des Feldes an die Weser: Anders als 2005, als
die Strecke über mehrere Kilometer durch die beinahe menschenleere Überseestadt führte, setzen die Veranstalter nun auch
dort auf kräftige Zuschauerunterstützung. Deshalb soll auch der Stadtteil Walle durchquert werden. Wobei sich angesichts
der vielen Kopfsteinpflaster die Frage stellt, wo genau die Starter denn laufen sollen. Klar scheint, dass das Läuferfeld an-
wachsen dürfte. Bereits jetzt liegen rund 600 Anmeldungen vor - und damit etwa doppelt so viele wie zur gleichen Zeit vor
einem Jahr.

Bericht von der Pressekonferenz zum swb-Marathon vom 23. Mai 2006
Lemke ist wieder dabei -- Röwekamp auch ?

Von Stefan Freye
Gemeinsam mit Racemanager Utz Bertschy informierten die beiden Bremer Senatoren über den swb-Marathon. Es war klar,
dass die Frage irgendwann kommen musste: Ob Thomas Röwekamp, Bremens Innensenator, denn auch am swb-Marathon
am 24. September teilnehmen würde? Schließlich saß er ja auf dem Podium neben Racemanager Utz Bertschy und seinem
Senatskollegen Willi Lemke - und der Bildungssenator hatte im vergangenen Jahr vorgelegt, war erschöpft aber glücklich ins
Ziel des AWD-Domes gelaufen. “Wir sind nur sieben Leute im Senat. Auf einen kann man verzichten, zwei wären schwie-
rig”, meinte Röwekamp also.
Ein kleiner, aber deutlicher Hinweis auf die Probleme, die der Kollege Lemke im letzten Jahr hatte: Kurz vor dem Ziel, im
Findorff-Tunnel, war der vor eine schwere Entscheidung gestellt worden. Sollte er auf die Sanitäterin hören, die dem er-
schöpft im Tunnel sitzenden Lemke zur Aufgabe drängte? Oder doch besser auf Tochter Neele, die ihm eine Werder-Fahne
in die Hand drückte und auf die wenigen Meter bis zum Ziel verwies? Heute wissen wir, dass sich Willi Lemke für die Qual
über die letzten Meter entschied. “Aber diese Szene werde ich im Leben nicht vergessen”, meinte Lemke gestern. In diesem
Jahr will der Schirmherr der Veranstaltung die Sache ein bisschen anders angehen und nicht noch mal “so bescheuert sein.”
Mehr trinken, nicht so schnell angehen und sich besser - weil frei von Verletzungen - vorbereiten.
Aber Willi Lemke wäre nicht Willi Lemke, wenn er sich nicht auch um die gesamte Organisation kümmern würde: “Es war
ein sehr guter Start im letzten Jahr mit überraschend viel Publikum an der Strecke. Aber wir haben auch aus unseren Pannen
gelernt und werden sie abstellen.” Racemanager Utz Bertschy füllte diese Aussage mit Leben: “Wir werden in diesem Jahr
zusätzliche Kilometermarkierungen auf die Straße sprühen. Beim Erstellen der Streckenschilder bekommen wir zudem
Unterstützung durch den SV Werder Bremen.” Damit wäre die wohl größte Quelle für Unmut in Reihen der Läufer beseitigt.
Um eine noch schönere Strecke kümmerte sich der aktive Senator wieder selbst. Lemke: “Ich habe Utz Bertschy gebeten,
die Überseestadt herauszunehmen.” Beim Auftakt bildete die lange Passage im Waller Hafen die große Ausnahme: Hier
hatten sich im Gegensatz zu den anderen Abschnitten nur sehr wenig Zuschauer eingefunden. “Aber gerade zwischen Kilo-
meter 27 und 38 wird es höllisch schwer, da ist die Unterstützung für einen Marathoni sehr wichtig”, so Lemke. Die Strecke
führt nun nicht mehr in den Hafen, es geht durch den Stadtteil Walle. Und zwar mit einem Feld, dass die Zahlen des Vor-
jahres noch übertreffen dürfte:
Inklusive des Zehnkilometerlaufs machten sich im vergangenen Jahr rund 3200 Läufer auf die Strecke, mit 2315 Marathoni
im Ziel stellte Bremen vom Start weg den Anschluss an die Top-Ten des Landes her. Bis jetzt liegen allein für den Marathon
800 Anmeldungen vor, etwa 25 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres. Dabei hat die Strecke Konkurr-
enz bekommen: Im September 2006 wird es neben der Hansewertung, dem neuen Teamwettbewerb des swb-Marathons,
auch einen Halbmarathon geben. Das wäre vielleicht etwas für Thomas Röwekamp. Schließlich gilt ja auch der zweite Po-
litiker auf dem Podium als passionierter Läufer. “Das muss ich mir genau überlegen, ich werde ja sechs Tage zuvor 40 Jahre
alt und weiß noch nicht, wie ich damit klar komme”, gab der Senator zurück. Welche Bedeutung der swb-Marathon mitt-
lerweile für die Stadt hat, fasste dann wieder dessen Kollege Lemke zusammen: “Es ist ganz, ganz selten, dass wir mal zu
zweit sind auf einer Veranstaltung.” Aber wer weiß, vielleicht laufen sie ja sogar noch mal zusammen...

WESER KURIER vom 6. Juli 2006
Hinweisschilder auf beiden Seiten
Änderungen beim zweiten Marathon

Bremen
(sfy). Bei der ersten Auflage des swb-Marathons in Bremen im vergangenen September hatten die Kilometeran-
gaben noch für Ärger unter den Läufern gesorgt: Weil man die entsprechenden Schilder bereits am Vortag aufgehängt hatte,
wurde ein Großteil über Nacht offenbar gestohlen oder einfach an anderen Orten platziert. Für dieses Jahr verspricht Race-
manager Utz Bertschy Besserung: "Es war klar, dass Fehler passieren würden. Aber wir haben daraus gelernt und einige
Änderungen vorgenommen."
Beim 2. swb-Marathon am 24. September werden die Tafeln nun erst am Morgen der Veranstaltung angebracht, zudem
sollen sie größer sein und an beiden Straßenseiten installiert werden. "Zur Absicherung haben wir außerdem die Erlaubnis,
die Angaben auch auf den Asphalt zu sprayen", so Bertschy. Die Torbögen beim Halbmarathon und bei Kilometer 30 sollen
den Läufern weitere Orientierungshilfen liefern, an diesen Stellen sowie bei Kilometer 10 erfahren sie zusätzlich ihre
Zwischenzeit. Bertschy: "Damit dürfte es keine Probleme mehr geben." 

Aktuelle Presseinformation Nr. 4 zum 2. swb-Marathon in Bremen 2006 (Veranstalter - 28. Juli 2006)
Am 24. September geht es wieder los, dann verwandelt sich Bremen zum zweiten Mal nach 2005 in eine einzige große
Laufstrecke. Neben der 42,195 km langen Marathon-Distanz und dem 10 km-Lauf wird zum ersten Mal ein Halbmarathon
angeboten. Bis zum 12. September können sich die Sportler noch zu den Wettbewerben anmelden. Weitere Informationen
unter www.swb-marathon.de.
Die Strecke steht
Nach monatelanger Planung wurde nun der Parcours des 2. swb-Marathons am 24. September festgelegt. Orientiert haben
sich der Marathonclub und die beteiligten Behörden dabei am Verlauf des vergangenen Jahres. Also wird das Feld von der
Bürgerweide über die Weser in die Neustadt laufen und beim Wehr erneut den Fluss queren. Über Hastedt, die Vahr und
Horn geht es dann zur Uni. Der Bürgerpark und Findorff bilden die nächsten Stationen, bevor die Strecke über Walle an die
Schlachte und weiter zum Weserstadion führt. Nach einer Wende geht es über den Osterdeich zurück zum AWD-Dome.
Wesentliche Änderungen ergeben sich lediglich an folgenden Stellen: Die erste Weserquerung führt nun über die Bürger-
meister-Smidt-Brücke und nicht wie im Vorjahr über die Wilhelm-Kaisen-Brücke. In Habenhausen wird das Feld eine
größere Schleife über den Holzdamm und die Dorfstraße laufen, da diesmal auf die zuschauerarme Überseestadt verzichtet
wird. Statt durch die Steubenstraße führt die Strecke nun über den Neuenweg und Beneckendorfallee in die Gartenstadt
Vahr, und schließlich werden die Läufer durch den Rhododendronpark geführt. Der neu eingeführte Halbmarathon wird
über die zweite Strecke des Marathons laufen, also um 8.40 Uhr an der Bürgerweide gestartet und durch die Parkallee in
den Bürgerpark führen. Dort entlang führt auch die Schleife für die Teilnehmer des 10-Kilomterlaufes (Start 9.20 Uhr).
Marco Bode tritt an
Einer der prominentesten auf der 10-Kilometerrunde: Ex-Werderprofi Marco Bode. Der Europameister von 1996 und
Vizeweltmeister von 2002 traut sich die Strecke zu, obwohl er sonst lediglich bis zu sieben Kilometer im Bürgerpark zu-
rücklegt. “Das sollte ich schaffen”, sagte er mit einem Schmunzeln bei der Anmeldung. Seit vier Jahren befindet sich der
mehrmalige deutsche Meister und Pokalsieger nun im “Ruhestand”. Wer Marco Bode kennt, weiß allerdings, dass er nicht
zu jenen Ex-Kickern zählt, denen ein Dasein als Privatier genügt. Unzählige Projekte hat er seitdem unterstützt, zuletzt den
One-Nation-Cup, ein internationales Fußballjunioren-Turnier in Bremen. Zudem ist er Partner in der Sportmarketing-Agen-
tur deepblue sports und steht für Toggo United, einem TV-Programm auf Super RTL, vor der Kamera. Seine Liebe zum
Laufen verdankt er der Jugendzeit: Als Teenager war Marco Bode ein talentierter Leichtathlet, wäre er kein Fußballer ge-
worden, hätte ihn der Zehnkampf gereizt.
Gemeinsam auf die Kogge - Die Hansewertung beim swb-Marathon
Die Teilnahme des ehemaligen Fußballstars ist neu, ebenso wie die Hansewertung. Einst wurden kleine Reisegruppen als
Hanse bezeichnet. Der swb-Marathon in Bremen greift diesen Begriff auf. In der “Bremer Hanse Wertung” messen sich
Gruppen mit maximal 12 Mitgliedern, von denen die besten neun gewertet werden. Voraussetzung für die Bildung einer
Lauf-Hanse ist ein gemeinsamer Name. Ermittelt werden die Sieger bei den Männern und Frauen sowie in einer Mixwertung
durch Addition der neun schnellsten Nettozeiten - und zwar auf allen drei Strecken (10 Km, Halbmarathon, Marathon.) Die
insgesamt neun Gewinnerteams werden zu einer Bootspartie eingeladen: sie schippern standesgemäß mit der Hanse-Kogge
über die Weser.
Gesucht: die besten Supporterteams
Während die Läufer auf der Strecke gemeinsame Sache machen, finden sich neben der Strecke unzählige Teams zur Unter-
stützung des Feldes zusammen. Weil deren Aktionen bereits im vergangenen Jahr gut ankamen, soll dieses Engagement nun
belohnt werden: Die zehn besten Aktionen der “Supporterteams” werden mit “attraktiven Preisen prämiert”, wie Race-
manager Utz Bertschy verspricht. Einzige Voraussetzung der Teilnahme an diesem Wettbewerb: Die Idee und der Standort
müssen vor der Veranstaltung unter info@marathon-in-bremen.de angemeldet werden.
Spezialversorgung für Diabetiker
Nicht nur für Asthmatiker bietet der Bremen Marathon eine besondere ärztliche Betreuung, sondern erstmalig auch für Dia-
betiker. Auf der 10 Km-Strecke stehen Ärzte an Start und Ziel bereit, die sich speziell auf die Versorgung von zucker-
kranken Menschen einstellen. Prof. Hartmut Zschiedrich und Dr. Eckard Martens vom Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
sind u.a. mit Insulin und Schnelltests ausgestattet, um im Notfall einzugreifen. So braucht auch ein Diabetiker keine Angst vor
sportlicher Aktivität zu haben. Im Gegenteil: “Regelmäßige körperliche Betätigung stellt eine wichtige Komponente in der
Diabetes-Therapie dar”, betont Prof. Zschiedrich, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Rotes Kreuz Krankenhaus. Damit
eine medizinisch korrekte Betreuung garantiert ist, müssen folgende Informationen bei der Anmeldung angegeben werden:
Alter, seit wann und wie sportlich aktiv, Diabetes Typ I oder II und ob insulinpflichtig oder nicht. Für die angemeldeten Dia-
betiker ist ein Treffen mit den Ärzten am Samstag, 23. September vorgesehen. Hier werden alle zu beachtenden Details für
die individuelle Versorgung geklärt und die Ärzte verschaffen sich einen letzten Überblick über die körperliche Verfassung
der Läufer. Am Donnerstag, 7. September, sind Diabetiker, die sich grundsätzlich über Möglichkeiten und Voraussetzungen
sportlicher Aktivitäten informieren möchten, zu einer Infoveranstaltung um 17 Uhr ins Café K des Rotes Kreuz Kranken-
haus eingeladen. Hier wird über die Chancen und Risiken des Sporttreibens bei Diabetikern informiert. Auch wird über das
Verhalten vor, während und nach der sportlichen Aktivität und über geeignete Sportarten gesprochen. 

Aktuelle Presseinformation Nr. 5 zum 2. swb-Marathon in Bremen 2006 (Veranstalter - 22. August 2006)
Meldezahlen auf Vorjahresniveau  
Eine der spannendsten Fragen vor dem swb-Marathon lautet wie in jedem Jahr: Wie viele Teilnehmer-/innen werden auf die
Strecke gehen, wenn um 9.00 Uhr der Startschuss fällt? “Wir sind im Soll”, sagt Racemanager Utz Bertschy. Bislang haben
etwa 2300 Starter für den Marathon gemeldet. Also sollte das gute Ergebnis aus dem Vorjahr mit rund 3000 Anmeldungen
erneut erreicht werden. Dabei haben es sich die Organisatoren in dieser Hinsicht nicht gerade leicht gemacht, als sie in
diesem Jahr auch den Halbmarathon einführten. “Viele lassen sich nun bis zum September Zeit, testen ihre Form und ent-
scheiden sich dann für eine Strecke”, so Bertschy zur “Konkurrenz im eigenen Haus”.
Vorbereitung ist das halbe Leben  
Wie bereits zur Premiere 2005 laden auch diesmal drei Vorbereitungsläufe zum Testen der Form und zum Treffen der vielen
Läuferkollegen ein. Beim ersten Durchgang am 6. August im Rhododendronpark nahmen rund 150 Läufer dieses Angebot
an. Die weiteren Termine: Am 26. August im Bürgerpark (Marcusbrunnen) und am 10. September an der Weser (Cafe
Sand). Die Läufe starten jeweils um 8.00 Uhr.
Hanse-Wertung  
Ganz neu ist dagegen die Hanse-Wertung. Auf allen drei Laufstrecken (10-Kilometer, Halbmarathon und Marathon) können
sich Gruppen von bis zu neun Läufern - von denen die besten sechs gewertet werden - zusammenfinden, um als Team er-
folgreich zu sein. Der Lohn der insgesamt neun siegreichen Mannschaften: Sie gewinnen eine zünftige Fahrt auf der Weser
mit der Hanse-Kogge. Voraussetzung für die Bildung einer Lauf-Hanse ist allerdings ein gemeinsamer Name. Ermittelt
werden die Sieger bei den Männern und Frauen sowie in einer Mixwertung durch Addition der sechs schnellsten Netto-
zeiten.
Mini-Marathon über 800 Meter mit Cup der Schulen  
Bereits am Samstag, 23. September gehen die Kleinen auf die Strecke: Beim Minimarathon um 15 Uhr dürfen alle Kinder
zwischen fünf und dreizehn Jahren mitmachen. Im Vordergrund steht natürlich der Spaß am Laufen. Die drei teilnehmer-
stärksten Schulklassen auf der Rundstrecke vor dem AWD-Dome erhalten zudem je 100, 75 und 50 Euro für ihre Klassen-
kasse (Cup der Schulen). Alle anderen gehen aber auch nicht leer aus – im Ziel bekommen die Teilnehmer eine Medaille
und eine kleine Überraschung. Nähere Informationen und Anmeldung unter www.marathon-in-bremen.de 
Der Rahmen nimmt Formen an
Bei der Premiere 2005 war die Berliner Freiheit bereits Anlaufpunkt für viele Zuschauer. In diesem Jahr soll der Strecken-
abschnitt in der Vahr noch attraktiver werden. Gegenüber dem Einkaufszentrum wird ein von der Gewoba und dem Bürger-
zentrum Neue Vahr organisiertes Straßenfest mit Musik und Vorführungen der örtlichen Sportvereine für Unterhaltung
sorgen. 

Aktuelle Presseinformation Nr. 7 zum 2. swb-Marathon in Bremen 2006 (Veranstalter - 5. September 2006)
Laufen für eine gute Sache
Der Bremer Marathon unterstützt die Initiative "Beluga School for Life"

Am 24. September fällt der Startschuss zum 2. swb-Marathon Bremen 2006. Unter den vielen tausend Läufern werden
auch einige Hundert sein, denen es nicht nur um den Spaß am Laufen oder die sportliche Herausforderung geht. Sie werden
dann auch für eine gute Sache unterwegs sein - für die Beluga School for Life, eine Initiative für Hilfe zur Selbsthilfe für die
noch immer unter den Folgen der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Jahre 2004 leidenden Menschen in Südostasien.
Diese Initiative der Bremer Beluga Shipping GmbH kümmert sich um den Bau und den Unterhalt eines Dorfes mit Schulen
und Wohngebäuden für die Kinder der Betroffenen im Süden Thailands und wird dabei auch von den Veranstaltern des
Bremer Marathons unterstüzt. Denn ein Teil des Erlöses, der beim Marathon verkauften Lauf-Shirts kommt der Initiative
zugute. Das sollte für alle Zuschauer an der Strecke ein besonderer Ansporn sein, diese Läufer besonders anzufeuern, zumal
sie besonders leicht zu erkennen sein werden - an ihren knallroten Lauf-Shirts mit dem Logo und dem Aufdruck Beluga
School for Life.   

Aktuelle Presseinformation Nr. 9 zum 2. swb-Marathon in Bremen 2006 (Veranstalter - 20. September 2006)
Auf Rekordkurs
Am Sonntag werden weit mehr Starter mehr auf die Strecken gehen als 2005. Waren es im Vorjahr etwa 3300, so haben
diesmal rund 4000 Läufer gemeldet. Durch den neu eingeführten Halbmarathon verschieben sich die Zahlen allerdings ein
wenig: 2005 meldeten 2500 Teilnehmer für die lange Strecke und 800 auf den 10-Kilometern. Nun teilen sich die Anmeld-
ungen auf in 1950 (Marathon), 1200 (Halbmarathon) und 800 (10-Kilometer). Racemanager Utz Bertschy: "Wir wussten,
dass wir unserem Marathon mit dem Halbmarathon Konkurrenz machen würden. Das hat uns vielleicht einige Starter auf
der großen Distanz gekostet. Andererseits haben wir damit auch 4000 Menschen an den Start gebracht - mit dieser Zahl
können wir sehr gut leben."
Nachmeldungen
Für den Marathon (Sonntag, 9.00 Uhr) und den Kinderlauf über einen Kilometer (Samstag, 15.00 Uhr) kann am 22. und
23.9 nachgemeldet werden. Für Halbmarathon (Sonntag, 8.40 Uhr) und 10-Kilometerlauf (Sonntag, 9.20 Uhr) vom 22. bis
24.9. Die Nachmeldungen erfolgen in der Messehalle 4 am Marathonschalter.
Titelverteidiger
Mit Marek Dryja konnten die Veranstalter den Vorjahressieger erneut für die Teilnahme am swb-Marathon gewinnen. Der
Pole kommt mit einer Bestzeit von 2:14:32 std. (Frankfurt 2002) an die Weser. Dryja wurde in diesem Jahr Dritter bei der
polnischen Marathonmeisterschaft (2:15:03 std.). In Bremen 2005 gewann er in 2:25 std, diesmal hat er sich eine Zeit um
die 2:16 std. vorgenommen. Dabei bekommt er Unterstützung von einem Landsmann: Jaroslaw Cichocki (Bestzeit: 2:16:34
std.) kommt als Dritter der polnischen Halbmarathonmeisterschaften (64:35 min.).
Dagegen wird die Siegerin bei den Frauen 2005, Fakja Hofmann (Domspitzmilch Regensburg), nicht an den Start gehen.
Gleichwohl tummeln sich viele bekannte Namen aus Bremen auf den Strecken am Sonntag. Bei den Bremer Landesmeister-
schaften zählen Jens Stepan (TuS Huchting) und Frank Themsen (LG Bremen-Nord) zu den aussichtsreichen Kandidaten.
Auch Sebastian Lüning (LGN) waren gute Chancen eingeräumt worden, er musste jedoch verletzungsbedingt absagen. Mit
Jens-Uwe Krage - Vorjahresdritter - und Torsten Naue (beide LGN) entschieden sich zwei Routiniers aus Bremen-Nord
dagegen für einen Start beim Halbmarathon.
Bei den Frauen ruhen die Erwartungen einmal mehr auf Rebecka Weise-Jung. Die 49-Jährige ist auf Bremens Langstrecken
noch immer konkurrenzlos. Kein Wunder: 2003 holte sich die Starterin der LG Bremen-Nord in Berlin die deutsche Seni-
orenmeisterschaft im Marathon.
In dem Feld von rund 4000 Startern finden sich aber auch eine Menge prominenter Teilnehmer: Grünen-Politiker Ralf Fücks
geht auf die Marathonstrecke; Ex-Werderprofi Marco Bode und Bremens Bildungssenator Willi Lemke greifen die 10-
Kilometer an. Zudem sind unter anderen Gregor Daul (1. Oboe Bremer Philharmonie) und Heinz Block (swb) am Start.
Kostüme?
Einige Läufer, genau genommen acht, werden am Sonntag mit Luftballonen auf die Marathonstrecke gehen. Da sie zudem
Signalhemden tragen, werden sie gut zu erkennen sein. Ihr Outfit folgt aber nicht ihrem Geltungsbedürfnis, sondern ihrer
Funktion. Es sind die Pacemaker für die folgenden Marathonzeiten: 5:00 / 4:45 / 4:30 / 4:15 / 4:00 / 3:45 / 3:30 und 3:00
Stunden.       

Aktuelle Presseinformation Nr. 10 zum 2. swb-Marathon in Bremen 2006 (Veranstalter - 22. September 2006)
An der Strecke ist was los!
Der swb-Marathon kommt in diesem Jahr ausgesprochen südamerikanisch daher: Auf drei Bühnen entlang der 42,195 Kilo-
meter gibt es Samba-Musik live zu hören. Neben der aus dem Vorjahr bekannten Band am Weserwehr werden die beliebt-
en Klänge auch auf der Muggenburg in der Überseestadt und am Weserstadion zu hören sein. Während am Wall auf Höhe
des Energiecafes afrikanische Musik für Unterhaltung bei Läufern und Zuschauern sorgt, ertönt im Rhododendronpark
klassische Musik. Auf den Bühnen am Deichschart in der Neustadt, an der Parkallee sowie in der Falkenstraße wird "ganz
normale" Livemusik präsentiert.
Daneben sorgen viele Stände an den genannten Punkten aber auch an anderen Orten für das leibliche Wohl der Besucher -
quasi als Verpflegungsstellen der Zuschauer. Einen besonderen Service erleben diese an der Ecke Schwachhauser Heer-
straße/ Bgm-Spitta-Allee: Dort bietet Corana.vita - Praxis für Physiotherapie, Gesundheit und Wellness eine Massage auch
für Nichtläufer an. Den Abschluss des Rahmenprogramms bildet natürlich der Zielbereich: Auf der Bürgerweide wird ein
kleines, aber feines kulinarisches Dorf entstehen, das keine Wünsche beim geneigten Zuschauer offen lässt. Daneben wird
die bundesweite Aktion "Integration durch Sport" auf sich aufmerksam machen. Der Landessportbund Bremen stellt einen
Menschenkicker auf der Bürgerweide auf, bei der Siegerehrung wird es eine Vorführung des Tanztheaters Blumen vom
Landesbetriebssportverband geben.
Die sportliche Entscheidung lässt sich zuvor im AWD-Dome miterleben, von den Tribünen aus ist der Zieleinlauf der Läufer
genauestens zu verfolgen. Wer danach selbst aktiv werden möchte, kann dies auf der großen Sport- und Gesundheitsmesse
in der Messehalle 4 tun: Von Freitag bis Sonntag gibt es hier neben einer Menge Informationen auch einige Sportarten aus-
zuprobieren, von denen bislang eher wenig zu hören war. Zum Beispiel den Poweriser, eine Art Sprungfeder, mit der man
mehr als große Sprünge machen kann. Rasant wird es auch beim Speedminton - eine Variante des Badminton, nur eben
noch schneller. Wer sich für Frisbee begeistert, wird schließlich auch beim Discgolf seine Freude haben. Neben der Mög-
lichkeit des Inline-Skatens und einem großen Stand von Gesundheit Nord haben sich zudem auch viele namhafte Sport-
artikelhersteller angesagt - auch hier kann man sich informieren und ausprobieren. Geöffnet ist die Messe am Freitag (17-19
Uhr), Sonnabend 10-19 Uhr und Sonntag (8-18 Uhr). Daneben können sich die Kinder im Spiel- und Sportparadies ver-
gnügen, oder sie nehmen am Sonnabend am Kinder-Marathon um 15 Uhr teil: Beim "Hase und Igel-Lauf" führt die 1 km
lange Strecke einmal über die Bürgerweide. Schließlich lädt Pastor Scherer von der Stephani-Gemeinde am Sonnabend um
18.45 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Am gleichen Tag findet zwischen 17.30 und 19.00 Uhr auch die obli-
gatorische Pasta-Party statt - Kohlenhydrate bereiten nun mal am besten auf die sportliche Höchstleistung vor.
Die Starter
Der Vorjahressieger ist dabei, die Siegerin dagegen verhindert: Mit Marek Dryja, aber ohne Fakja Hofmann startet am
Sonntag (9.00 Uhr) der Marathonlauf an der Theodor-Heuss-Allee. Der Pole kommt mit einer Bestzeit von 2:14:32 std.
(Frankfurt 2002) an die Weser und will in diesem Jahr deutlich schneller sein als 2005 (2:25 std.). Dabei bekommt er
Unterstützung von einem Landsmann: Jaroslaw Cichocki (Bestzeit: 2:16:34 std.) kommt als Dritter der polnischen Halb-
marathonmeisterschaften (64:35 min.).
Bei den Frauen ruhen die Bremer Hoffnungen nach dem Verzicht von Fakja Hofmann einmal mehr auf Rebecka Weise-
Jung. Die 49-Jährige von der LG Bremen-Nord ist auf Bremens Langstrecken noch immer konkurrenzlos, sie gewann 2003
in Berlin die deutsche Seniorenmeisterschaft im Marathon.
Unter den Herren tummeln sich am Sonntag viele bekannte Namen aus Bremen auf den Strecken. Bei den Bremer Landes-
meisterschaften zählen Jens Stepan (TuS Huchting) und Frank Themsen (LG Bremen-Nord) zu den aussichtsreichen Kan-
didaten. Auch Sebastian Lüning (LGN) waren gute Chancen eingeräumt worden, er musste jedoch verletzungsbedingt ab-
sagen. Mit Jens-Uwe Krage - Vorjahresdritter - und Torsten Naue (beide LGN) entschieden sich zwei Routiniers aus
Bremen-Nord dagegen für einen Start beim Halbmarathon. Dabei hätte sich ein Start auf der Marathonstrecke durchaus ge-
lohnt: Der Mann und die Frau aus Bremen, die am 24. September als Erste über die Ziellinie im AWD-Dome laufen, er-
halten eine Jahresmitgliedschaft in der OASE im Weserpark - ein Gesamtpaket in Höhe von rund 900 Euro.
Nachmeldungen
Für den Marathon (Sonntag, 9.00 Uhr) und den Kinderlauf über einen Kilometer (Samstag, 15.00 Uhr) kann am 22. und
23.9 nachgemeldet werden. Für Halbmarathon (Sonntag, 8.40 Uhr) und 10-Kilometerlauf (Sonntag, 9.20 Uhr) vom 22.
bis 24.9. Die Nachmeldungen erfolgen in der Messehalle 4 am Marathonschalter.

WESER KURIER vom 23. September 2006 (Drei Artikel)
40 000 Menschen sollen sie anfeuern
swb-Marathon-Läufer brauchen morgen die Unterstützung an der Strecke / Sperrungen ab heute 22 Uh
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Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Vor rund einem Jahr verwandelte sich die Schlachte in eine große Freilichttribüne: Das Feld des 1. swb-Mara-
thons zog an den Zuschauern vorbei. Natürlich führt auch der Parcours des 2. swb-Marathons am morgigen Sonntag wieder
dort entlang. Rund 40 000 Menschen sollen 2005 das Spektakel besucht haben. Wenn es nach den Veranstaltern geht,
wird diese Zahl morgen erneut erreicht. Läufer brauchen diese Unterstützung, um die Anstrengungen der 42,195 Kilometer
zu überstehen. "Wir möchten den Marathon in Bremen auch als Fest der Bremer etablieren", sagt Utz Bertschy vom Mara-
thonclub. Er weiß allerdings, dass es nicht mit einer Laufveranstaltung allein getan ist. Also wird auch in diesem Jahr ein
buntes Rahmenprogramm geboten. Allein drei Sambabands - am Weserwehr, an der Muggenburg sowie am Weserstadion -
sollen Läufern und Zuschauern einheizen. Im Rhododendronpark gibt es klassische Musik zu hören, und am Wall werden
afrikanische Klänge zu hören sein. Daneben sind "Liveauftritte" am Deichschart in der Neustadt, an der Parkallee und in der
Falkenstraße vorgesehen. An anderen Orten - wie etwa beim Gewobafest an der Berliner Freiheit - sorgt Eigeninitiative für
den richtigen Rahmen. Sie ist übrigens auch auf der großen Sport- und Gesundheitsmesse in Halle 4 auf der Bürgerweide
gefragt: Dort kann man heute und morgen neue Sportgeräte ausprobieren oder sich über die aktuellen Trends in der Branche
informieren.
Den besten Blick auf die Entscheidungen im Halbmarathon (Start 8.40 Uhr), auf der Zehn-Kilometerstrecke (9.20 Uhr) und
im Marathon (9 Uhr) hat man morgen von der Tribüne des AWD-Domes. Danach locken das kulinarische Dorf und zahl-
reiche Aktionen auf der Bürgerweide. Während auf der Strecke und im AWD-Dome alles recht beschwingt und locker zu-
gehen dürfte, wird es andernorts vermutlich wieder Ärger geben. Die Polizei ließ im vergangenen Jahr allein 70 Fahrzeuge
abschleppen, da sich diese noch am Veranstaltungsmorgen auf der abgesperrten Strecke befanden. Trotz Handzetteln,
großer Hinweisschilder und den ausgesprochenen Haltverboten dürfte morgen eine ähnlich große Zahl betroffen sein. Ab
22 Uhr heute Abend sollen die Abschleppmaßnahmen starten. Morgen ab 8 Uhr werden die Absperrungen aufgestellt, für
den allgemeinen Verkehr ist die Strecke danach gesperrt.
Damit es keine weiteren Probleme gibt, werden neben den rund 350 Streckenposten auch 240 Polizisten für Ordnung
sorgen, sie geben zudem Auskunft über mögliche Umleitungen. Trotz der Sperrung von rund 42 Kilometern Straße wird die
Innenstadt aber noch einigermaßen zu erreichen und zu verlassen sein: Aus dem Osten steht die Einfallstraße über Franz-
Schütte-Allee, Richard Boljahn-Allee und Kurfürstenallee zur Verfügung, der Westen wird über den Nord-Westknoten ver-
bunden sein, von links der Weser geht es über Erdbeerbrücke und Oldenburger Straße ins Zentrum. Nach dem Ermessen
der Beamten vor Ort dürfen Fußgänger und Radfahrer die Strecke überqueren. Sollte allerdings gerade das Feld vorbei
laufen, müssen sich die Wartenden wohl oder übel in die Schar der Zuschauer einreihen. Informationen über Straßensperren
während des swb-Marathons gibt es am Bürgertelefon der Polizei unter der Bremer Rufnummer 44 91 700.

Dryja will schneller sein als 2005
Vorjahressieger startet morgen beim swb-Marathon / 2000 Läufer für 42 Kilometer gemeldet / Stepan verpasst Frist

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Bei der Premiere des swb-Marathons im vergangenen Jahr war niemand schneller als Marek Dryja. Allerdings
gewann der Pole in einer Zeit von 2:25 Stunden nur, weil der lange Zeit führende Ernest Kibor kurz vor dem Ziel einge-
brochen war. Da die Zeit ohnehin nicht unbedingt den Ansprüchen des polnischen Topläufers genügte, hat sich Dryja eines
vorgenommen für den morgigen Sonntag: Er will schneller laufen als im vergangenen Jahr. "Eine Zeit um die 2:16" peilt
Marek Dryja an. Das wäre eine Topzeit beim Bremer Marathon, für den sich knapp 2000 Läufer angemeldet haben - für
den Titelverteidiger aber wäre sie nichts besonderes: Er kommt mit einer Bestzeit von 2:14:32 Stunden an die Weser. Damit
er morgen tatsächlich rund zehn Minuten schneller ist als 2005, hat sich Dryja mit einem Landsmann verstärkt, und Jaroslaw
Cichocki (Bestzeit: 2:16:34) ist nicht wesentlich langsamer als sein Partner.
Während es in der Spitze der Männer internationale Klasse zu sehen gibt, dürften die Leistungen der Frauen ein gutes Stück
hinter dieser Güte zurückbleiben. Das liegt vor auch daran, dass Vorjahressiegerin Fakja Hofmann (2:58:34) nicht gemeldet
hat. Zudem ist fraglich, ob Bremens zweite Hoffnung, Rebecka Weise-Jung, überhaupt an den Start geht. Es hängt vom
Wetter ab. Im vergangenen Jahr wurde die Starterin der LG Bremen-Nord auf dem Streckenabschnitt im Bürgerpark von
einer Allergie geplagt und kam in einer Zeit von 3:11 Stunde weit hinter den eigenen Erwartungen ins Ziel. Um sich der
offenbar von der Hitze ausgelösten allergischen Reaktion nicht noch einmal aussetzen zu müssen, wartet Weise-Jung bis
morgen früh ab: "Wenn es mehr als 20 Grad sind, starte ich im Halbmarathon." Tritt die deutsche Marathon-Senioren-
meisterin von 2003 über die lange Distanz an, dürfte sie zumindest den Titel der besten Bremerin sicher haben. Ansonsten
werden ihrer Vereinskollegin Sandra Richter die besten Chancen auf die Bremer Meisterschaft eingeräumt.
Bei den Herren dürfte dieser Titel weitaus umkämpfter sein. Hier streiten sich gleich drei Läufer der LG Bremen Nord um
die Meisterschaftsehren. So ab 2:30 Stunden werden der formstarke Frank Themsen, Joaquim Pedro und Markus Fabian
im Ziel erwartet. Der ebenfalls hoch gewettete Jens Stepan (TuS Huchting) verpasste dagegen die Meldefrist und wird in der
Bremer Meisterschaftswertung nicht an den Start gehen - sofern er nicht die 100 Euro für die Nachmeldung auf den Tisch
des Bremer Leichtathletik-Verbandes legt. *)
Ein spannendes Duell wird sich vermutlich auch auf der Halbmarathonstrecke abspielen: Torsten Naue - auf den 10 000
Metern zu Hause - verzichtete auf die lange Strecke, da ihm die Qualen aus dem Vorjahr noch in guter Erinnerung sind. Sein
Klubkollege von der LG Bremen-Nord, der 2005 drittplatzierte Jens-Uwe Krage, bereitet sich mit dem Halbmarathon auf die Senioren-DM Anfang Oktober in München vor. Im Gegensatz zu Rebecka Weise-Jung dürften auch Organisatoren und
Zuschauer auf gutes Wetter hoffen. Denn wenn die Sonne lacht, unterstützen ähnlich viele Bremer die Läufer wie im ver-
gangenen Jahr. 2005 waren es geschätzte 40 000.
*) Anmerkung Webmaster: 100 € kostet nur eine Vereins-Nachmeldung für die Landesmeisterschaften - also von zwei
und mehr Aktiven. Sollte vom TuS Huchting sich nur Jens Stepan für die LM nachmelden wollen, wird es etwas billiger -
mit 50 € wäre er dabei. Ist alles geregelt in den Allgemeinen Ausschreibungsbestimmungen für NLV-/BLV-Meisterschaften

"Wir wollen eine feste Strecke installieren"
Marathon-Macher Bertschy sieht sich vor dem morgigen Start im Soll / Fortsetzung 2007 bereits sicher

Zum zweiten Mal nach 2005 organisiert Utz Bertschy morgen den swb-Marathon. Vor dem Ereignis gab er unserem Mit-
arbeiter Stefan Freye letzte Informationen.
Wie steht es unmittelbar vor dem Start um die Vorbereitungen?
Natürlich gibt es immer Dinge, bei denen man nachbessern muss. Aber es läuft alles nach Plan, wir sind gut aufgestellt. Vor
allem: Das Wetter ist gut, und das ist schon mal viel wert.
Man hörte von einem Spendenaufruf zugunsten des veranstaltenden Marathon-Clubs. Geht’s dem Marathon so schlecht?
Dazu kam es, als Ralf Fücks nach einer Möglichkeit für Spenden fragte. In diesem Zusammenhang entstand die Idee mit
dem Spendenaufruf. Wir freuen uns natürlich über jeden Euro, wir machen ja schließlich auch eine große Veranstaltung.
Aber unser Haushalt ist gedeckt.
Dann wird es 2007 also erneut einen Marathon in Bremen geben?
Ja, definitiv.
Kommen Sie dem Ziel näher, Ihre Veranstaltung in Bremen zu etablieren?
Ich denke schon. Aber ich würde mir wünschen, dass wir eine gewisse Kontinuität in der Strecke hätten. Wir mussten in
diesem Jahr einiges ändern, nicht alles war gewollt. Etwa die Baustelle am Leipnizplatz. Es war aufwendig, sie zu umgehen.
Unser Ziel ist es, eine feste Strecke zu installieren. Das würde dann auch meinem Wunsch entsprechen, aus dem Marathon
ein regelmäßiges Fest für Bremen zu machen: Wenn die Strecke immer gleich ist, können sich die Zuschauer besser darauf
einstellen.
Sie haben in diesem Jahr den Halbmarathon ins Programm aufgenommen. Eine richtige Entscheidung?
Er war zwar schwer zu integrieren, aber für die Wertigkeit des swb-Marathons war es allemal richtig. Wir stellen fest, dass
er sehr gut angenommen wird.
Zur Person
Utz Bertschy (39) betreibt zwei Laufläden in Bremen und verhalf als Organisator 2005 dem Bremen-Marathon nach 14
Jahren zum Comeback.  

KURIER AM SONNTAG (Weser Kurier) vom 24. September 2006 (Zwei Artikel)
Pastaparty auf der Bürgerweide
4500 Läufer schnüren heute die Schuhe

Bremen
(sfy). In Halle 4 wurden die Duschen installiert, die Sportmesse nebenan war gut besucht, und im AWD-Dome
bauten sie gerade die Zieleinläufe auf. Das Gewusel an der Bürgerweide gab gestern bereits einen guten Vorgeschmack
darauf, was heute los sein wird im AWD-Dome. "Die Pastaparty haben wir bei diesem Wetter spontan auf die Bürgerweide
verlegt. Die Stimmung ist toll", meinte Utz Bertschy vom Marathon Club. Die Idee, Messe und Startnummernausgabe zu
kombinieren, war keine schlechte: Die vielen Teilnehmer, die vorab ihre Unterlagen abholen, sind das maßgeschneiderte
Publikum für die Stände. Und weil sich einige wagemutige sogar an den Poweriser trauen, sah man zwischen den aufgeregt-
en Marathonis immer wieder jemanden mit Riesenspiralen an den Füßen herumhüpfen.
Die wichtigste Nachricht des Tages stand allerdings erst am frühen Abend fest: Insgesamt 539 Starter meldeten gestern
nach. Damit werden heute rund 4500 Läufer auf die drei Strecken des swb-Marathon gehen. Im Ziel des AWD-Domes
werden allerdings nur rund 95 Prozent der gemeldeten Läufer erwartet, der Rest steigt erfahrungsgemäß vorher aus. Em-
pfangen werden die Finisher von Bremen 1-Moderator Henry Vogt. Sein Augenmerk wird natürlich besonders auf die
Bremer Spitze und die Siegläufer gerichtet sein. Für den passenden Rahmen der Krönung der Besten wird das Tanztheater
Blumen vom Landesbetriebssportverband sorgen. Ihre Vorführung bei der Siegerehrung ist eine Aktion des Landessport-
bundes am bundesweiten Tag der Integration. Sie scheint beim bunten Treiben des swb-Marathons sehr gut aufgehoben.

Heute laufen sie wieder
Startschuss für Marathon um 9 Uhr

Von unserer Redakteurin Rose Gerdts-Schiffler
Bremen. Am Straßenrand oder auf der Strecke werden heute Tausende von Bremerinnen und Bremer den 2. swb-Mara-
thon in der Hansestadt verfolgen. Die Organisatoren rechnen mit mehr als 3500 Läuferinnen und Läufern sowie 40 000 Zu-
schauern an der 42,195 Kilometer langen Strecke. Nicht alle, die regelmäßig joggen oder Sport treiben, trauen sich auch
eine solch lange Distanz zu. Doch um so begeisterter werden diejenigen gefeiert, die sich auf die Route einmal rund um
Bremen wagen. Andere werden das Läuferfeld und die Route schon deshalb genau verfolgen, um zu wissen, wann sie be-
stimmte Straßen wieder befahren dürfen. Der Startschuss fällt um 9 Uhr in der Theodor-Heuss-Allee hinter dem Haupt-
bahnhof. Über Westerstraße und Friedrich-Ebert-Straße geht es in die Neustadt Richtung Werdersee. Bereits am Deich-
schart rechnen die Veranstalter damit, dass der letzte Läufer gut eine halbe Stunde länger benötigt als der schnellste. Für
manche könnte der Marathon sogar bis zu sechs Stunden dauern. Am Weserwehr heizt eine Sambaband Sportler und Zu-
schauer ein. Schließlich ist auch ihre Ausdauer gefragt, wenn sie den Läufern viele Stunden zujubeln wollen. Wer kein
Samba mag, legt einfach einen Zacken zu und startet zum Rhododendronpark durch. Dort wird klassische Musik gespielt. 

WESER KURIER vom 25. September 2006 (Sieben Artikel)
Einsames Rennen zum Sieg
Cichocki gewinnt 2. swb-Marathon / 30 000 Zuschauer

Von unserem Redakteur Thorsten Waterkamp
Bremen. Es war ein einsames Rennen. Gut 22 Kilometer, mehr als die Hälfte der Strecke, war Jarek Cichocki allein unter-
wegs auf den Straßen Bremens, nachdem sein Landsmann und Vorjahressieger Marek Dryja erst hatte abreißen lassen
müssen und dann aufgab. So betrug Cichockis Vorsprung auf den zweitplatzierten Bremer Joaquim Pedro am Ende 16
Minuten, der swb-Marathon hat 2006 wie schon 2005 eine polnische Nummer eins. Der Unterschied: Diesmal war es ein
unspektakuläres Rennen - was allerdings Misstöne nicht verhinderte. Vor einem Jahr noch hatte Dryja einen lange führenden
Kenianer auf den letzten Kilometern abgefangen und sich mit Kusshänden als Sieger feiern lassen. Mangels irgendwelcher
Konkurrenz zu den Polen, die beide auch noch aus dem selben Läuferstall stammen, waren vergleichbare Positionskämpfe
von vornherein nahezu ausgeschlossen. So liefen Dryja als Hase und Cichocki als planbarer Gewinner von der Spitze weg
als Tandem auf Zeitvorgabe, während ihr Manager und Trainer Miroslaw Sochanski - auf dem Rad seine Schützlinge be-
gleitend - die Uhr kontrollierte.
Das ging gut bis Kilometer 20, ehe Marek Dryja abreißen ließ, bei Kilometer 25 gab der Vorjahressieger auf. Sein Ober-
schenkel bereite Probleme, begründete der Vorjahressieger das Aus, das allerdings im Vorfeld geplant war. Auf eine Zeit
von unter 2:18 Stunden habe Dryja seinen 35-jährigen Stallgefährten Cichocki ziehen sollen, sagte Sochanski. 2:22:56
Stunden wurden es schließlich, und danach atmete der Stall-Chef auf. Denn, so sagte er, es sei eine Antrittsprämie verein-
bart, die bei einem Zeitfenster von 2:18 bis 2:23 Stunden gezahlt und ansonsten erhöht oder reduziert werde.
Damit begannen die Diskussionen: Der Organisator des swb-Marathons, Utz Bertschy, sprach von "einer gängigen Praxis",
dass bei einem Marathon für eine Zeit von mehr als 2:20 Stunden keine zusätzliche Prämie gezahlt werde. Das Theater ums
liebe Geld endete schließlich damit, dass Sochanski von Bertschy in einen Sponsoren-Wagen gesetzt und zum Hotel zurück-
geschickt wurde. Eine Einigung gab es letztlich doch noch: Das polnische Trio soll dem Vernehmen nach mit rund 1500 €
die Heimreise angetreten haben.
Die übrigen 1579 Läufer, die das Marathon-Ziel erreichten, dürften den Streit bestenfalls mit einem Kopfschütteln quittiert
haben. Die Amateure hinter den quasi außer Konkurrenz laufenden Profis absolvierten ihren eigenen Marathon. Bester da-
bei: Joaquim Pedro. Der 33-Jährige von der LG Bremen-Nord benötigte 2:38:53 Stunden und hatte sich sein Rennen per-
fekt eingeteilt. 2:40 Stunden lautete seine Vorgabe: "Das hat sehr gut geklappt." Es war ein perfektes Rennen zur Premiere:
Der Langstreckler Pedro, der mit seinem zweiten Platz Bremer Meister wurde, absolvierte seinen ersten Marathon über-
haupt. Dritter wurde Jens Stepan, der 2005 erstmals über die 42,195 Kilometer gestartet war und damals Lehrgeld gezahlt
hatte. Der Triathlet vom TuS Huchting war zwar mit seinen 2:39:42 Stunden nicht ganz zufrieden, wohl aber mit der Platz-
ierung: "Ich bin schon schneller gelaufen, aber froh, dass ich zumindest Platz drei gemacht habe." Gleichzeitig gab der 24-
Jährige seinen Rückzug von der Marathon-Strecke bekannt: Studienbedingt sei das nötige Training nicht leistbar.
Überrascht von ihrem Erfolg war die Nummer eins des Frauenfeldes, Angela Welp. Allerdings brachte die 46-Jährige vom
LC Hansa Stuhr ihren Erfolg, der nach 3:14:28 Stunden feststand, in notwendige Relationen: "Mit einer solchen Zeit gewinnt
man eigentlich keinen Marathon." Welp, im vergangenen Jahr mit 3:08:48 Stunden Dritte, nutzte die Abwesenheit der
Bremerinnen Fakja Hofmann und Rebecka Weise-Jung zu ihrem ersten Marathon-Sieg überhaupt. Und unabhängig von der
Zeit, die sie auch heftigen Wadenkrämpfen auf dem Schlussstück zu "verdanken" hatte: "Überstehen muss man einen Mara-
thon natürlich erst mal."
Das dürften fast alle Teilnehmer unterschreiben. Kritik an der Veranstaltung gab es indes so gut wie keine, Kinderkrank-
heiten der vorjährigen Premiere wie das Durcheinander bei der Kilometerauszeichnung hatte die Organisation ausgemerzt.
Die Verpflegung bekam ausschließlich Bestnoten - ein Lob, das den Machern schmeckte. Gut 30 000 Zuschauer vor allem
am zweiten Streckenteil feierten beim 2. swb-Marathon die Läufer, die sich ihrerseits beim Publikum bedankten. "Erlebnis
kommt vor Ergebnis", sagte beispielsweise der Emder Berthold Tuitjer. "Das hier war super, das war ein Lauferlebnis."

Erfolg trotz Kannibalismus-Effekt
Die Halbmarathon-Premiere macht "die Veranstaltung rund" - und kostet den Hauptlauf viele Starter

Bremen
(wat). Erstmals im Programm war beim swb-Marathon die halbe Distanz: Beim Halbmarathon verzeichnete die
Starterliste stolze 1544 Läuferinnen und Läufer, im Ziel waren es noch 1270 Starter. Organisator Utz Bertschy nannte die
Premiere einen Erfolg - der Halbmarathon sei nötig gewesen, um die gesamte Veranstaltung auf Bremens Straßen abzu-
runden. Allerdings hatte die Neuerung durchaus für einen Kannibalismus-Effekt gesorgt: Der Hauptlauf über die 42,195
Kilometer verzeichnete deutlich weniger Läufer als noch vor einem Jahr, als 2317 Athleten ins Ziel gekommen waren. So
kam Kritik auch von der gestrigen Marathon-Siegerin Angela Welp. "Ich weiß nicht, ob es eine gute Entscheidung war, den
Halbmarathon ins Programm aufzunehmen." Viele würden auf die kürzere Strecke ausweichen, es sei ja auch bequemer in
der Vorbereitung. Welp selbst hatte von der Abwanderung profitiert: Ihre Zeit hätte im Vorjahr nicht einmal für einen Platz
unter den Top fünf gereicht.
Eine, die durchaus als Marathonsiegerin in Frage gekommen wäre, hatte sich wegen der hohen Temperaturen für die kürzere
Premierenstrecke entschieden: Rebecka Weise-Jung. Die Bremerin musste nach 1:26:02 Stunden allerdings der Hamburg-
erin Manuela Sporleder (1:25:17) den Vortritt lassen. Carolin Schiff (Road Runners Buntentor/1:27:51) wurde Dritte.
Bei den Männern siegte ein Ungar: Roland Soltész war nach 1:12:22 Stunden im Ziel, vor Horst Wittmershaus vom SC
Weyhe (1:14:17). Dritter wie im Vorjahr auf der langen Strecke wurde Jens-Uwe Krage: Der Bremen-Nord-Läufer hatte
nach 1:16:36 Stunden die 21 Kilometer hinter sich gebracht.

Die Letzten werden die Ersten sein
Auch für die Marathon-Schlusslichter, die nach sechs Stunden ins Ziel kamen, gab es viel Applaus

Von unserer Mitarbeiterin Julia Bindrich
Bremen. Angestrengt fixiert ein letztes Dutzend Zuschauer die Zeittafel neben dem Zieleinlauf im AWD-Dome: 5:47:52
Stunden. Noch gut zwölf Minuten, dann werden die Ordner mit dem Abbau beginnen. Kein Läufer in Sicht, die Uhr tickt.
Schaffen es die Letzten innerhalb des Zeitlimits von sechs Stunden über die Ziellinie? Sie schaffen es. Schweißgebadet und
überglücklich laufen Verena Nashed und Alex Berke elf Minuten vor Toreschluss händchenhaltend in den AWD-Dome ein.
"Wir waren von Anfang an ganz hinten, aber die Stimmung an der Strecke war toll. Sogar die Polizisten haben uns angefeu-
ert", sagt Verena Nashed, vor Erleichterung mit den Tränen ringend. Für die beiden war es der erste Marathon, und sie sind
stolz über ihre gemeinsame Leistung.
Fünf Minuten später passiert noch ein weiterer Läufer die Ziellinie: Rudi Hanisch (68) vom Sportverein Eintracht Delmen-
horst. Ist er der Letzte? Er hat die 42,195 Kilometer lange Strecke zu Testzwecken mit Nordic-Walking-Stöcken hinter
sich gebracht. "Ich wollte unter sechs Stunden laufen, das habe ich geschafft", erzählt Hanisch, der in der Bremer-Laufszene
kein Unbekannter ist. "Bis auf das letzte Jahr war ich bei allen Bremen-Marathons dabei." Die Strecke hat Rudi Hanisch
übrigens als "sehr geeignet für Nordic Walker" befunden.
Es ist 14.58 Uhr und 14 Sekunden, als der wirklich letzte Teilnehmer des Marathons durch die Zeitschranke joggt: "Ich
wollte die Strecke richtig ausreizen und gucken, ob die Organisation auch bei den hinteren Läufern noch richtig hinhaut", er-
klärt der Hamburger Christian Hottas (50), sichtlich aus der Puste. Grund für den Test seien schlechte Erfahrungen, die er
beim einem Marathon in Flensburg Anfang des Monats gemacht habe. "Da wurden eine Stunde vor Schluss einfach schon
die Abgrenzungen abgeräumt", empört er sich. "Hier in Bremen war aber bis zur letzten Minute alles top: die Verpflegung,
Streckenabsicherung und vor allem das Publikum." Genug Vergleichs-Möglichkeiten hat Hottas auf jeden Fall. Nach eigen-
en Angaben hat er bereits über 1000 Marathonläufe absolviert.

Bieser-Schwestern doppelt stark
Über zehn Kilometer Zweite und Dritte

Bremen
(wat). Die zehn Kilometer sind nach der Einführung des Halbmarathons zwar ins dritte Glied gerutscht - doch fast
1000 Starter sprechen weiterhin für die kürzeste der drei angebotenen Distanzen. 909 der 941 gemeldeten Läufer kamen
gestern ins Ziel: Die Schnellsten waren Ingo Mueller (LG Göttingen) und Ilona Pfeiffer (TSG Dissen), für Aufsehen aber
sorgten vor allem zwei junge Bremer Schwestern.
Bei den Männern lag Ingo Mueller am Ende in 33:28 Minuten 13 Sekunden vor dem zweitplatzierten Norbert Scheper-
gerdes (MTV Lüdingworth). Hinter diesem Duo kam Torsten Naue (LG Bremen-Nord) ins Ziel, der 33:51 Minuten lief. Im
Vorjahr war der Bremer noch 15. des Marathons gewesen. Noch weit besser als Naue hatte im vergangenen Jahr im
Marathon-Frauenfeld Ilona Pfeiffer abgeschnitten. Die Zweite von 2005 sicherte dafür auf der Zehn-Kilometer-Strecke den
Sprung aufs oberste Podest und verhinderte in 37:59 Minuten knapp einen Bremer Sieg.
Denn nur 20 Sekunden hinter der Dissenerin kam Schoami Bieser ins Ziel. Der Youngster vom Bremer Leichtathletik-Team
(SG Findorff) ist zwar erst in der B-Jugend, lief aber ebenso problemlos vorne mit wie ihre noch jüngere, aber nicht minder
talentierte Schwester Sarischa Bieser. Die ist gar nur A-Schülerin, war aber lediglich 1:25 Minuten langsamer als ihre große
Schwester. Das reichte locker zum dritten Platz, zeitgleich mit Leana Helbig von der LG Wedel/Pinneberg.

Marathon-Splitter
Prost

Das ein Marathon Durst macht, liegt auf der Hand. Neutrale Beobachter dürften gestern allerdings schwer geschluckt
haben, als sie sahen, was die Spezies Marathonläufer nach einem Marathon so zu sich nimmt. Bier, Unmengen von Bier.
Des Rätsels Lösung: Eine bayerische Weizenbierbrauerei war offizieller Ausstatter des Bremer Marathons - und brachte ihr
alkoholfreies Produkt, das sie als isotonisches Sportgetränk vermarktet, an den Mann und die Frau. Ausgesprochen er-
folgreich, wie zu sehen war.
Zahlenrätsel
Für Rätsel sorgte gestern Abend die Diskrepanz zwischen den Starterzahlen und der Menge der Läufer, die das Ziel er-
reicht hatten. Während beim Marathon von den gemeldeten 2067 Startern nur 1581 ins Ziel kamen, fehlten beim Halbmara-
thon von 1544 gemeldeten Läufern im Ziel immerhin 274. Eine vertretbare Fehlerquote von rund zehn Prozent war damit in
beiden Fällen extrem überschritten. Wo die Geisterläufer geblieben sind, konnte sich auch Organisator Bertschy kaum er-
klären. Seine Vermutung: Viele hätten umgemeldet vom Marathon auf die halbe Distanz - und seien so doppelt auf den
Listen aufgetaucht. Damit allerdings müsste die Gesamtteilnehmerzahl der drei angebotenen Strecken von 4500 Sportlern
erheblich reduziert werden.
Drama im Ziel
Den wenigen Zuschauern im AWD-Dome stockte der Atem. Auf Knien kroch ein Läufer die letzten 50 Meter ins Ziel. Als
der 33-Jährige die erste Zeitschleife passiert hatte, brach er zusammen, nicht ahnend, dass er auch einen zweiten Sensor
passieren musste. Der Mann rappelte sich wieder auf, kroch weiter und fiel anschließend erneut um. Sanitäter waren um-
gehend zur Stelle und betreuten den Läufer, der sich erstaunlich schnell erholte: Zehn Minuten später scherzte er schon
wieder.
Auf Umwegen
Sabine Dittmann hatte Pech: Die einzige Handbikerin, die über die beinahe komplette Distanz dem Feld vorweg gefahren
war, musste ein paar Kilometer mehr absolvieren. Einige Kilometer vor dem Ziel war die 41-jährige Kielerin fehlgeleitet und
von der Marathon- auf die Halbmarathon-Runde geschickt worden. "Eigentlich hätte ich 2:15 gebraucht", ärgerte sich Ditt-
mann, die gebürtige Bremerin wäre damit schneller als der laufende Sieger gewesen. So aber kam sie rund 20 Minuten
später an.
Tote Hose
Wieder war ausgerechnet im Ziel im AWD-Dome tote Hose. Während vor der Halle die Läufer von den Zuschauern ge-
feiert wurden, wirkte der Einlauf in die Arena wie ein großes schwarzes Loch, dass die Athleten verschluckte. Auf der Tri-
büne selbst verloren sich zwei Dutzend Zuschauer, an den Absperrgittern am Zielkanal waren es ein paar mehr. Schon die
Bremer Marathons zwischen 1983 und 1991 hatten ihr Ziel unterm Stadthallendach - zeitgemäß wirkte es gestern jedoch
nicht mehr.

Apfelstücke für die Nachzügler
Viele Helfer engagiert im Marathon-Einsatz / Frauen feuern ihre Männer an / Schaulustige säumen die Straßen

Von Rose Gerdts-Schiffler und Bernd Schneider
Bremen. Was für ein hibbeliger, gut gelaunter Haufen gestern vor dem Start des 2. swb-Marathons. Die Läufer trippeln auf
der Stelle, hüpfen, dehnen ihre Muskulatur und traben die Theodor-Heuss-Allee rauf und wieder runter. Laute Rockmusik
umnebelt Sportler, Angehörige, Fans und Zuschauer. Mit dem Startschuss um 9 Uhr entlädt sich für viele eine wochenlang
aufgebaute Spannung. Mehrere Kilo hat Horst Peters in der langen Vorbereitungsphase verloren. Und dann grassierte plötz-
lich eine Erkältungswelle unter den Kollegen. Als auch Freundin Gudrun zu schniefen anfing, fürchtete der Bremer Bauing-
enieur schon um seine antrainierte Fitness. Alarmiert horchte er Tage vor dem Lauf in seinen Körper - doch alles ging gut,
den Zinkpräparaten sei Dank, meint er.
Eine junge Mutter steht derweil mit Kinderwagen am Straßenrand und sucht ihren Mann Bastian Düser (Name ist Pro-
gramm). Der ist nicht nur Marathonläufer, sondern auch Triathlet. "Das schluckt viel Zeit", seufzt die Oldenburgerin. Kath-
arina Vopel aus Haste dagegen kann sich nicht beklagen, dass ihr Mann ihr davonläuft. "Er trainiert meist im Dienst. Als
Zollbeamter muss er fit sein." Atemberaubende Fitness beweisen die beiden Frontläufer, die nur 35 Minuten nach dem Start
weit vor dem Feld über das Weserwehr zu fliegen scheinen. Dritter in der Reihe ist ein verirrter Jogger aus dem Kleingarten-
gebiet. Grinsend kassiert der Mann den Applaus der Zuschauer und darf sich ein paar Minuten als Laufstar fühlen.
Spöttische Bemerkungen später bei Kilometer 20 am Rhododendronpark: "Haltet durch", ruft ein grauhaariger Läufer von
der Strecke in die lichten Reihen der Bremer am Straßenrand. "So lange, wie wir laufen, dürft ihr klatschen." Und dann:
"Wenn ihr das schafft, seid ihr spitze." Sie schaffen es, aber offenbar fehlt ein bisschen die Leidenschaft. "Temperament
haben die Bremer", ulkt da ein anderer Läufer, "unglaublich."
Mangelnden Einsatz kann man zumindest Gerlind Waldmann nicht vorwerfen. Sie steht an der Ecke Bürgermeister-Spitta-
Allee / Schwachhauser Heerstraße und läutet unaufhörlich mit einer Glocke, "bloß, damit es laut ist". Ihr Mann ("Torsten
ohne h") ist unter den Läufern - nach 2005 nun schon zum zweiten Mal. "Alle fünf Kilometer" tauchen Gerlind und Tochter
Julia (10) nun mit ihren Rädern an einer anderen Stelle der Strecke auf, winken, machen Radau und motivieren mit aufmunt-
ernden Worten. "Letztes Jahr, an der Schlachte, da wollte er nicht mehr", erinnert sich Gerlind Waldmann. "Wir sind ein
Stück mitgelaufen - und dann hat er es doch noch geschafft." Was wären große Männer ohne ihre Frauen...
Engagiert bis in die Haarspitzen sind auch die Damen vom Lauftreff Vahr am Versorgungsstand Rhododendronpark. Sie
strecken den Läufern Becher mit Wasser entgegen, Isodrinks und nasse Schwämme. Kistenweise Äpfel, Bananen und
Orangen hat Organisator Wilfried Krebs hier angeschleppt. Das Obst, geschält, gewaschen, geschnitten, bleibt anfangs un-
beachtet. Aber nicht lange. "Die später kommen, bleiben auch mal stehen", sagt Leni Kroning, die schon den Stadtmarathon
vor 20 Jahren begleitet hat. "Gerade die letzten, die brauchen viel Fürsorge", weiß aus diesen Zeiten auch Christa Heinke.
Becher werden den Helferinnen aus der Hand gerissen und landen auf dem Boden. Das juckt sie nicht. "Die können die
ruhig platt treten", sagt Heinke. Nur wenn den Läufern das Obst in der Eile aus der Hand rutscht, flitzt sie zwischen ihnen
auf die Straße und sammelt das Glitschzeug ein: "Sonst wird's gefährlich."
Einsam trabt derweil Barbara Scheepers-Steinbrügge aus Scharbeutz in die "falsche" Richtung - weg vom Tross der Läufer
am Rhododendronpark, die Schwachhauser Heerstraße entlang über den Dobben zum Osterdeich. Dort, etwa bei Kilo-
meter 36, will sie ihrem Mann erneut zuwinken. Eigentlich wollte sie bequem mit der Straßenbahn fahren. "Aber die kommt
ja nicht durch." Diese 4,5 Kilometer-Strecke läuft die Anfang-Dreißigerin nun im routinierten Trab. Für die Marathon-
Strecke braucht sie 4,5 Stunden. Aber mit ihrem Mann mitlaufen will sie nicht. "Wir haben zwei Kinder, da reicht es, wenn
einer sich vorbereitet." Angaben über die Zahl der Zuschauer mochte die Polizei nicht machen. Barbara Scheepers-Stein-
brügge meint aber: "Das hier ist überhaupt kein Vergleich zu Hamburg oder Berlin. Da ist es wesentlich voller." Gegen 14.30
Uhr sind die letzten Läufer im Ziel auf der Bürgerweide - unter donnerndem Applaus.

Das Ende der Durststrecke
Marathon: Langsame Annäherung an das Phänomen des rasenden Reporters

Von unserem Mitarbeiter Ingo Hartel
Bremen. Kilometer am laufenden Band, Läuferinnen und Läufer zwar nicht ohne Ende, aber doch einige Tausend: Es ist
Marathon, das Fest des Laufens und Laufen-lassens. Knapp 2000 Frauen und Männer machen sich auf die Marathon-
strecke. Ich auch. Allesamt sicher nicht ganz vernünftig, sondern eher Lauf verrückt und vergesslich, was die Torturen des
jeweils letzten Marathons anbelangt. Sonst gäbe es nicht immer wieder ein nächstes Mal. Egal. Es ist Sonntag, und um 9
Uhr fällt an der Theodor-Heuss-Allee der Startschuss für die Rundstrecke über 42,195 Kilometer. Die Läuferinnen und
Läufer traben los. Langsam erst einmal. Von der Stadtmitte über die Neustadt, Habenhausen, Vahr, Horn, Schwachhausen,
Findorff, Walle, dann entlang der Weser Richtung Innenstadt, durchs Weserstadion, Ostertor und dann über den Wall
wieder zurück zum AWD-Dome, dem heiß ersehnten Ziel, führt die Runde.
Gar nicht schön, wenn man als Bremer die Strecke kennt. Man weiß, wie weit der Weg ist. Verflucht weit. Aber es ist zu
spät. Schließlich ist der Startschuss gefallen und der Selbstversuch der langsamen Annäherung an das Phänomen des ra-
senden Reporters fest verabredet. Der reportierende Läufer oder laufende Journalist, wie auch immer. Die Innensicht aus
der Quälerei des Marathons. Aber es ist ja nicht nur Quälerei. Jedenfalls nicht auf den ersten zehn, fünfzehn Kilometern. Es
läuft halt gut. Die Trainingskilometer durch den morgendlichen Bürgerpark machen sich bezahlt.
Der laufende Lindwurm zieht sich durch die Innenstadt, überquert auf der Bürgermeister-Smidt-Straße die Weser, schlängelt
sich zurück in Richtung Weser und zieht mit tausenden von trappelnden luft- oder gelgepolsterten Laufschuhen über Kuh-
hirtenweg zum Weserdeich. Die Sonne scheint, der Ausblick auf den Werdersee ist schön, nur fanatisch jubelnde Zuschauer
oder Dampf machende Musikgruppen fehlen noch. Also Innenschau. Alle horchen in sich selbst hinein und der Reporter hat
sein Ohr am Nebenmann. Und der lässt den schönen Satz hören: "Ich gehe mit meinem Knie auf dem Zahnfleisch." Den
milden Tadel ob des etwas aus dem Rahmen gefallenen Spachbildes lässt er an sich abperlen. Es wird eben in erster Linie
gelaufen und nicht druckreif gesprochen. Stimmt ja auch.
Straße für Straße zieht vorbei und auch so manche Gedanken. Oft die an die Vorbereitung. An die zahllosen abgerissenen
Trainingskilometer und die entbehrungsreichen Wasserpartys. Aber die zehnwöchige Durststrecke ohne Bier und Wein ist
bald vorbei, auch die zu erduldenden Beschimpfungen, man sei ein Masochist. Nur noch gut 20 Kilometer bis zur Wieder-
geburt des Genussmenschen. Ein Gedanke, der Kräfte freisetzt, wie auch das Schild "Denk ans Weizenbier". Rechts taucht
inzwischen der in der Sonne glänzende Wal des Universums auf. Menschenmassen am Rand oder Musikgruppen fehlen
leider immer noch. Dann muss es eben ohne gehen. Und es geht, manchmal läuft es sogar. Durch den Bürgerpark und Fin-
dorff. Kilometer 27 liegt hinter mir. Die Beine werden schwer. Nicht nur meine. Glücklicherweise ist in Findorff an der
Strecke ein bisschen mehr los.
Das Publikum hilft nach Kräften. Es feuert an und gibt den nötigen Schub. Marathontreibstoff. Und nach einigem Zickzack
durch den vorderen Bereich der Überseestadt kommen die Kirchtürme des Doms in den Blick und geben eine Vorahnung
auf die Endlichkeit auch dieses Marathons. Aber bis dahin fließt der Schweiß noch mal in Strömen. An der Weser gibt es
kein Entkommen vor den Sonnenstrahlen, dafür aber freundliche Menschen, die lügen: "Ihr seht gut aus." Die Weser zieht
sich. Und wie. Aber es ist trotzdem das Weserstadion erreicht. Wir durchqueren es (leider sind die Ränge nicht gefüllt) und
müssen dann die Rampe hoch auf den Osterdeich, bei Kilometer 37plus! Harter Tobak. Wo sind die Kräfte geblieben. Vor
dem inneren Auge blinkt das Reservelämpchen. Jetzt läuft der Kopf, sagt dem Körper, dass es nicht mehr weit ist. Und es
gibt glücklicherweise noch genügend Menschen, die rufen: "Du schaffst es." Wenn die wüssten, wie das hilft! Und es lenkt
ab. Tatsächlich kommt die letzte Kurve. Tunnelblick auf den letzten paar hundert Metern. Dann endlich: Der Zielkanal. Die
Kräfte sind zwar immer noch futsch, aber eine gewaltige Erleichterung und Stolz fließen durch den Körper. Echt klasse.
Darauf habe ich mich gefreut. 42 Kilometer lang.    

WESER KURIER vom 5. Oktober 2006
"Erst mal reif für die Insel"
Utz Bertschy zieht ein Fazit des Marathons vom 24. September

Am vorletzten Sonntag war er maßgeblich an der Durchführung des swb-Marathons beteiligt. Nun stellte sich Organisator
Utz Bertschy den Fragen unseres Mitarbeiters Stefan Freye und zog ein persönliches Fazit.
Zehn Tage ist der swb-Marathon jetzt her. Haben sie sich bereits erholt?
Ja. Als wir am Abend der Veranstaltung die Schilder eingesammelt haben, habe ich noch gesagt: Nie wieder. Ich war wirk-
lich reif für die Insel. Dort war ich nun auch einige Tage, und nun bin ich bereit für Vorbereitungen der nächsten Veranstalt-
ung. Das ist wohl ein bisschen wie beim Marathonläufer - im Ziel hat der auch erst mal keine Lust mehr.
Apropos: Es gab Diskrepanzen zwischen Anmelde- und Einlaufzahlen. Haben Sie das Rätsel nun gelöst?
Uns ist jetzt klar, dass es einige ’Um-Melder’ gab und andere erst gar nicht gestartet sind. Diese Zahl macht rund 500 Läufer
aus. Das ist aber nicht ungewöhnlich wenn man weiß, dass beim Marathon in Berlin 40 000 Anmeldungen vorliegen, im Ziel
aber nur 30 000 Läufer ankommen. Uns ist wichtig, dass wir die Teilnehmerzahlen vom ersten Marathon 2005 deutlich ge-
steigert haben.
Wo wir gerade bei den Zahlen sind: Wie viele Menschen standen denn nun an der Strecke?
Das werden wir wohl nie genau wissen. Aber entscheidend für uns ist, dass die Läufer mit der Unterstützung zufrieden sind.
Und die haben uns überwiegend berichtet, dass mehr Zuschauer an der Strecke waren und sich die Unterstützung auch
gleichmäßiger verteilt hat. Deshalb können wir ruhigen Gewissens sagen, dass wir zumindest das Vorjahresniveau hatten.
Damals sprach die Polizei von rund 40 000 Zuschauern.
Ausbaufähig ist diese Zahl aber schon, oder?
Der Knackpunkt ist, dass wir eine konstante Streckenführung hinbekommen müssen. Wenn die Menschen wissen, wo wir
laufen, kommen sie auch an die Strecke. Außerdem werden wir versuchen, durch gezielte Maßnahmen für mehr Unterhalt-
ung an der Strecke zu sorgen. Man darf aber nie vergessen, wie es in anderen Städten gelaufen ist. In Hamburg, wo man
heute von 500 000 Zuschauern spricht, fand die Veranstaltung in den ersten Jahren vor einigen Tausend Menschen statt. Da
können wir mit unseren Zahlen - wo auch immer sie liegen - doch schon gut leben.
Haben Sie bereits Änderungen im Kopf?
Grundsätzlich steht das Grundkonzept. Wichtig ist, dass wir weiterhin diese positive Grundstimmung haben in der Stadt und
so viel Unterstützung von allen Seiten genießen. Wobei ich mich in diesem Zusammenhang bei allen bedanken möchte, die in
irgendeiner Form zum Gelingen des swb-Marathons beigetragen haben. In diesem Jahr haben wir mit Halbmarathon und
Hansewertung zwei wichtige Neuerungen eingeführt. Zudem haben Ärzte-Workshop, ökumenischer Gottesdienst und
andere Aktionen die Veranstaltung erweitert. Dies gilt es auszubauen. Aber das Grundkonzept steht.
Der Einlauf im AWD-Dome wurde vielfach kritisch beäugt. Wie geht's damit weiter?
Gegenfrage: Wie wird das Wetter im kommenden Jahr? Das ist nämlich der entscheidende Punkt. Scheint die Sonne,
können wir draußen einlaufen. Dann stellt uns der Einlauf in der Halle vor größere Herausforderungen als er Lösungen
schafft. Wir werden uns also sicher beschäftigen mit dieser Situation. 

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