2. City-Marathon in Bremerhaven am 23. Juli 2006

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Vorberichte von 3.12.2005 / 8.2.2006 / 28.2.2006 (auf klaus-michalski.de)

NORDSEE ZEITUNG vom 15. April 2006
Schon zwei Gäste aus Amerika
600 Anmeldungen für den City-Marathon
 
Bremerhaven. Das Organisations-Team des 2. Bremerhavener City-Marathons kann mit der Entwicklung mehr als zufrieden sein.
Bereits jetzt haben sich knapp 600 Läufer aus 40 Städten für den 23. Juli angemeldet. Die weiteste Anreise bisher nehmen Carina
Roberts von der Firma Pegasusairwave und ihr Ehemann aus den USA in Kauf. Sie wollen den Halbmarathon in Bremerhaven
laufen. Auch aus Holland und Dänemark liegt bereits eine Meldung vor. Am 22. und 23. April findet der Hamburg-Marathon statt,
bei dem ein Bremerhavener Marathon-Team mit dem BIS-Promotion-Team vertreten sein wird. An diesem Wochenende werden die
Messehallen von mehr als 100 000 Menschen besucht, die für Bremerhaven begeistert werden sollen. Erfahrungsgemäß kommen
nach den Frühjahrsläufen auch zahlreiche Meldungen für Bremerhaven.
Bremerhaven soll den Läufern schmackhaft gemacht werden. Das sollte mit dem gebotenen Programm auch gelingen. Mittlerweile
wurden Kooperationen geschlossen. Die Firma Roncadin startet mit der Marke Botterbloom eine große Eis-Aktion für die Kinder
der Laufveranstaltung. Die Firma Erdinger stellt über 1000 Liter Erdinger alkoholfreies Bier für die Läufer zur Verfügung. Die Nudel-
party wird wieder von der Firma Frosta ausgerichtet. Runners-Point stellt mit Jochen Heringshaus einen Moderator in Geeste-
münde am Neumarkt zur Verfügung. Zusätzlich gibt es viele Info- und Servicestände im Bereich der großen Kirche und im 800
Quadratmeter großen Messezelt. Für die ersten 1000 Anmeldungen gibt es gratis ein T-Shirt. Eine Finisher-Medaille mit dem
Motiv des Auswandererhauses rundet die Sache ab.
Besenwagen
Das Service-Team der MWB stellt wieder die Duschen zur Verfügung, ein nettes Team sorgt für die Aufbewahrung der Kleider und
Bremerhaven-Bus stellt den Shuttle-Service und auch den Besenwagen für die angeschlagenen Läufer. Um wieder fit zu werden,
steht das Physio-Team von Brück & Gudehus den Läufer zur Verfügung. Interessierte Läufer, aber auch Helfer können sich an-
melden unter www.bremerhaven-marathon.de oder unter info@executive-sports.de 
Informationen gibt es auch unter Telefon 04 71 - 9 48 19 - 0 oder per Post unter executive-Sports, Adolf-Kolping-Str. 2-4, 27578
Bremerhaven.   

NORDSEE ZEITUNG vom 7. Juli 2006  
Eine Tonne Nudeln für die Läufer
Schon 1500 Meldungen für den City-Marathon
  

Bremerhaven. Der 2. City-Marathon in Bremerhaven findet am 23. Juli statt. Bisher liegen schon 1500 Meldungen vor. Die Vor-
bereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit gehen etwa 30 bis 40 Anmeldungen pro Tag ein. Im vergangenen Jahr hatte man zu
diesem Zeitpunkt gerade 850 Meldungen. Erfahrungsgemäß melden sich kurz vor dem Start 400 Läufer und Läuferinnen an den
Nachmeldeterminals an, die am Sonnabend von 9 bis 20 Uhr und am Sonntag von 6.30 Uhr bis 8.30 Uhr noch geöffnet sind. Viele
werden auch auf das Wetter schauen, doch der Veranstalter hat schon mal die 20 Grad bestellt, um optimale Bedingungen zu
schaffen.
Dass der Marathon in Bremerhaven besonders reizvoll und sehr beliebt ist, zeigte der Einstand im vergangenen Jahr, als Bremer-
haven hinter Hamburg und Hannover zum drittbesten Marathon Norddeutschlands gewählt wurde. Dazu erhielt man den Titel des
drittbesten Newcomer-Marathons in ganz Deutschland. Eine Ehrung, die nicht von ungefähr kommt. Viele Menschen und Unter-
nehmen in Bremerhaven haben sich ins Zeug gelegt, um den Läufern den besten Rahmen zu bieten. Service für die Läufer wird in
Bremerhaven besonders groß geschrieben und viele Menschen aus der Bundesrepublik freuen sich auf die Bremerhavener, die
wieder mit über 3000 Ratschen und Trillerpfeifen an der Strecke stehen werden.
Einen Tag vor dem Marathon um 18 Uhr, findet der Läufergottesdienst in der Großen Kirche statt, der von dem Marathonläufer
Pastor Mühring abgehalten wird. Vor dem Marathon dürfen sich die Läufer richtig stärken. Ab 19 Uhr findet die Nudelparty im Kar-
stadt Restaurant statt. Eine Tonne Nudeln werden von der Firma Frosta zur Verfügung gestellt, damit die Läufer ihren Kohlehydrat-
speicher auffüllen können. Die Bremerhavener Fischwirtschaft sorgt für die richtigen Vitamine nach dem Lauf. Am Sonntag um
16 Uhr gibt es wieder im Karstadt Restaurant ein umfangreiches und geschmackvolles Fischbüffet für die Läufer. Ein buntes Pro-
gramm bieten die Firmen Frozen-Fish, Deutsche See, Nordsee, Frosta und die Fischereihafen Betriebsgesellschaft, die als Ver-
bund der Fischwirtschaft den Gästen aus der Bundesrepublik und dem Ausland zeigen wollen, wie lecker es in Bremerhaven zu-
gehen kann. Darüber hinaus will man den Gästen, die einen Kurzurlaub einlegen, auch anbieten, den Fischereihafen und das
Schaufenster Bremerhaven zu besuchen. Bremerhaven-Bus bietet dafür ein Marathon-Familienticket für Läufer an, die für 6 Euro
von Freitag bis Sonntag durch ganz Bremerhaven fahren können, um möglichst viel von der Stadt zu sehen. Da darf der Fischerei-
eihafen nicht fehlen.
Über 400 Helfer im Einsatz
Ein Marathon ist eine logistische Meisterleistung. Deswegen freut man sich über die vielen Helfer. Neben Vereinen wie OSC
Bremerhaven, TV Langen, TSV Imsum, GSC, TSV Wulsdorf sind auch viele Firmen und Institutionen beteiligt. Allen voran die
Polizei, das THW, das DRK, freiwillige Feuerwehren, Automobilclub Bielefeld usw. Dazu kommen die Physiotherapeuten aus der
Praxis Brück & Gudehus, Praxis Dragan Pinter und Praxis Nijsen. Auch die Motorenwerke Bremerhaven stellen ihre Duschen und
ihre Mannschaft zur Verfügung. Fünf Fahrzeuge der MWB versorgen die Helfer mit Gulaschkanone und Getränken. Bremerhaven-
Bus stellt den Shuttle-Service für die Sportler. 7000 Liter Mineralwasser, elektrolytische Getränke und Coca Cola werden von Topi-
Getränke und der Auburg-Quelle Diepholz zur Verfügung gestellt. Erdinger liefert 2000 Liter alkoholfreies Weißbier für Läufer und
Helfer. Frisches Obst gibt es vom Großmarkt Ruge aus Bremerhaven und 3000 Müsliriegel von Powerbar. Mehrere tausend Tüten
Eis für die Kinder gibt die Firma Roncadin aus Osnabrück mit ihrem Botterbloom-Eis.
Anmeldungen unter: info@executive-sports.de oder Tel: 04 71 - 9 48 19 - 0 / Fax: - 11  

NORDSEE ZEITUNG vom 15. Juli 2006
Kenianer wollen den Rekord
Afrikanische Läufer peilen beim City-Marathon schnellere Zeit als 2:15 Stunden an

Bremerhaven.
Der Bremerhavener City-Marathon am 23. Juli hat nun auch seinen Titel bekommen, denn die Hafenbetriebe BLG,
Eurogate, NTB und Bremenports fördern den Marathon im Zusammenschluss. Damit sind nun alle Titel vergeben. So tragen die
anderen Läufe die Namen NZ-Halbmarathon, Sparda-Bank Skaterhalbmarathon, 10-km-Lauf der Fischwirtschaft mit FrozenFish,
Deutsche See, Nordsee, Frosta, Abelmann und der FBG. Und natürlich der Mini-Marathon der Wohnungswirtschaft mit der
Stäwog, Gewoba, Bau- und Siedlungsgenossenschaft, Wohnungsgenossenschaft Bremerhaven und der GWF.
Auch das Spitzenfeld steht nun fest. So laufen an der Spitze die beiden Kenianer Sammy Kurgat und Mariko Kipchumba. Beide
wollen unter 2:15 Stunden bleiben. Dass es dabei spannend werden kann, liegt auf der Hand, denn beide Läufer kommen aus
einem unterschiedlichen Läuferlager. Für das Tempo sorgen dann die so genannten "Hasen", die das Rennen schnell machen
sollen. Bis zum Halbmarathon macht der Puma-Marketing-Chef Oliver Mintzlaff das Tempo, der in der Deutschen Bestenliste
immerhin an Platz 2 rangiert mit einer Zeit von 1:05 Stunden. Danach übernehmen dann die beiden weiteren Hasen. Bis Kilometer
25 läuft Edwin Kibowen, der die 10 Kilometer auch schon in 28:50 Minuten gelaufen ist und Elijah Keitany, der bis Kilometer 30
das Tempo macht. So soll der Bremerhavener Streckenrekord von 2:15 Stunden verbessert werden. Bei den Frauen kommt
Thabita Kibet aus Kenia, die gerne unter 2:50 Stunden laufen möchte.
Die Veranstalter freuen sich auch über die Marathon-Anmeldung von Horst Beer, der als Bremerhavener Tanzprofi über die
Grenzen hinaus bekannt ist und somit auch als echter Bremerhaven-Promi mit an den Start geht. Sicherlich werden ihm die
Bremerhavener besonders die Daumen drücken, dass er das Marathon-Abenteuer auch schafft. Insgesamt gibt es 12 Wasser- und
Versorgungsstellen auf dem Zwei-Runden-Kurs, so dass alle zwei Kilometer für ausreichend Flüssigkeit gesorgt werden kann.
Natürlich sorgen auch vier große Hauptversorgungsstellen für die richtige Ernährung unterwegs.
Gesucht wird der und die schnellsten Bremerhavener auf der Marathon-Distanz. Runners-Point lobt zwei große Sportwaren-
gutscheine im Wert von je 250 Euro aus. Je einen Gutschein erhält dabei die schnellste Frau und der schnellste Mann aus
Bremerhaven. Zurzeit können sich die Veranstalter vor Anmeldungen kaum retten und müssen ständig die ganzen Daten der
Läufer-/innen aufnehmen. Anmeldungen sind noch möglich unter info@executive-sports.de per Fax 04 71 - 9 48 19 11, Telefon
unter 04 71 - 94 8190 oder an ExecutiveSports, Adolf-Kolping-Str. 2-4, 27578 Bremerhaven. Ab dem 22. Juli werden Anmeldungen
noch im Messezelt angenommen.     

NORDSEE ZEITUNG vom 22. Juli 2006 
Trödeln wird nicht belohnt
Start für den City-Marathon morgen um 9 Uhr an der großen Kirche -- Skater starten um 13:30 Uhr

Bremerhaven
(rie). "Am Sonntag soll es etwas kühler sein. 23 bis 24 Grad sollen es werden, dazu ein leichter Wind gehen. Das
sind sehr gute Voraussetzungen für die Teilnehmer am City-Marathon", sagt Organisator Carsten Decker. "Hammerbedingungen"
mit über 30 Grad und fast gänzlicher Windstille soll es demnach nicht geben. Wobei Decker durchaus der Meinung ist, dass sich
die Athleten an die hohen Temperaturen bereits gewöhnt hätten, egal über welche Strecke sie an den Start gehen.
Ab 9 Uhr werden die Läufer über die diversen Strecken (Marathon/42,195 km, Halbmarathon/21 km, 10 km, Schüler- und Staffel-
läufe) an der Großen Kirche an den Start gehen, ab 13.30 Uhr steht der Halbmarathon für die Skater auf dem Programm. Decker
schätzt, "dass sich heute, wie im vergangenen Jahr auch, noch rund 300 bis 400 Aktive in die Startlisten eintragen werden. Dann
hätten wir 2500 Läuferinnen und Läufer, und das wäre ein tolles Ergebnis", so der Langener. Die Startunterlagen können in einem
Zelt auf dem Parkplatz Am Alten Hafen (hinter C&A) abgeholt werden. Dort haben auch die zahlreichen Physiotherapeuten, die die
Läufer nach dem Lauf betreuen, ihr Zelt aufgeschlagen und dort steht auch ein Umkleidezelt bereit.
Die Organisatoren, so meint Decker, hätten an alles gedacht. Auf der 21 Kilometer langen Schleife durch Bremerhaven, die die
Marathon-Cracks zwei Mal absolvieren müssen, wird es insgesamt 13 Wasserstellen geben, an denen sich die Teilnehmer er-
frischen können. "Das ist absolut ausreichend, verdursten muss niemand”, so der Chef-Organisator des 2. City-Marathons, der
einen Etat von rund 270 000 Euro hat. Besonders gespannt ist Decker auf die vier Skater aus Dänemark, die sich angemeldet
haben. Sie alle seien EM-Teilnehmer und hätten im vergangenen Jahr beim Marathon in Berlin die 42 km lange Strecke in 1:02
Stunden bewältigt. Auf Bremerhaven heruntergerechnet bedeutet dies, dass die vier Dänen in der Lage sind, die 21 km in knapp
über 30 Minuten zurückzulegen. "Der Sieger im Vorjahr benötigte 35 Minuten", so Decker.
Doch nicht nur bei den Skatern wird es sehr spannend werden. Mit viel Spannung wird über die Marathon-Distanz ein Zweikampf
der beiden Kenianer Sammy Kurgat und Mariko Kipchumba erwartet. Beide wollen den Streckenrekord "knacken", den der pol-
nische Vorjahressieger Adam Draczynski mit 2:15:43 Stunden aufstellte. Denn sollte der Sieger am Sonntag unter der Siegerzeit
aus dem Vorjahr bleiben, winken 1000 Euro Zusatzprämie. Die beiden Kenianer kommen mit den besten Zeiten aller Teilnehmer
nach Bremerhaven und sind für Decker die großen Favoriten. "Sie kommen aus zwei verschiedenen Laufgruppen und werden ihre
eigenen "Hasen" mitbringen, die das Tempo von Beginn an sehr hoch halten werden. Beide wollen gewinnen, da wird es kein Tak-
tieren geben", ist der Chef-Organisator sicher.
Auf den Sieger warten immerhin 3000 Euro Siegprämie, die allerdings nur dann in voller Höhe ausgeschüttet wird, "wenn sie unter
2:20 Stunden bleiben", so Decker. Denn Trödeln soll nicht belohnt werden. "Das sind so die kleinen Kniffe, die in die Verträge ein-
gebaut werden", sagt der Langener. Sollte der Sieger am Ende länger als 2:20 Stunden brauchen, reduziert sich seine Prämie auf
1500 Euro. Mit Prämien beschäftigt sich die allergrößte Mehrheit der Teilnehmer überhaupt nicht. Für sie zählt allein der sportliche
Gedanke. Da geht es ums Ankommen und darum, die persönliche Bestzeit vielleicht noch ein paar Sekündchen zu verbessern.
Und nicht wenige werden darauf hoffen, dass die "Affenhitze" nicht zur Qual wird.

DIE TAGESZEITUNG vom 22. Juli 2006
Am Sonntag in Bremerhaven: Einmal um die Seestadt
2.000 Läufer und Skater schwitzen am Sonntag beim Bremerhaven-Marathon

taz: Was erwartet uns am Sonntag?
Carsten Decker, Veranstaltungsleiter des City Marathons: Ein Marathon mit internationalem Läuferfeld. Ein Skater-Halbmarathon
mit vier dänischen Spitzenläufern. Aber auch ein Kinderlauf und ein musikalisches Rahmenprogramm in der Innenstadt.
Der Senat empfiehlt, sich bei dem Wetter mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit möglichst wenig zu bewegen…
Bei uns an der Küste ist es etwas angenehmer. Wir erwarten etwa 23 Grad - vielleicht auch Regen. Wichtig ist, viel zu trinken.
Dafür haben wir 13 Versorgungsstellen an der Strecke mit rund 400 Helfern. Herr Röwekamp wird übrigens selbst den Halbmara-
thon mitlaufen.
Was ist mit dem Verkehr?  
Wer direkt an der Strecke wohnt, wird wohl ein Stückchen zu Fuß gehen müssen. Die Innenstadt ist aber mit dem Auto zu er-
reichen. Hier gibt es mehrere Durchlassstellen. Busse fahren auf alternativen Routen.
Was bringt ein Marathon der Stadt?       
Es werden rund 1.000 Läufer von außerhalb anreisen, zum Beispiel aus den USA, Ägypten oder Kenia. Das beflügelt den Tour-
ismus und macht Bremerhaven in der Welt bekannter.
Sind Sie selbst schon Marathon gelaufen?   
Nein, zutrauen würde ich mir höchstens den Halbmarathon. Aber bei der ganzen Arbeit kommt man nicht selber zum Laufen.
(Fragen: Delf Rothe)    

==> Ergebnisse

Alle Berichte: NORDSEE ZEITUNG vom 24. Juli 2006
Zahltag für Läufer aus Kenia
Die afrikanischen Läufer stellten in beiden Marathon-Strecken die Sieger -- Viele Absagen

Von unserem Redaktionsmitglied Erich W. Willmann
Bremerhaven. Mariko Kiplagat Kipchumba aus Kenia gewann gestern erwartungsgemäß den 2. Bremerhavener City-Marathon
der Hafenwirtschaft. Vor rund 5000 Zuschauern im Zielbereich an der Großen Kirche erreichte er das Ziel in 2:15:19 Stunden und
sicherte sich damit die Siegprämie von 3000 Euro. Auf Platz zwei kam mit 2:15:49 Stunden sein Landsmann Sammy Kurgat.
Auch für ihn hat sich die Anstrengung gelohnt, seine Leistung wurde noch mit 1500 Euro belohnt. Der dritte Kenianer im Feld der
Männer wurde Elijah Keitany in 2:25:09 Stunden. Den Zahltag für die Läufer aus Afrika machte Tabitha Kibet perfekt. Sie erhielt
1000 Euro für den Sieg in 2:52:38. Die kleine Kenianerin war in diesem Feld eine Klasse für sich. Erst über 22 Minuten später kam
Bianca Stanienda vom SVE Hiddestorf ins Ziel. Die hatte wieder fast 20 Minuten Vorsprung auf die Dritte, Mirja Rönner vom TSV
Wehdel.
Gegen die Läufer aus Kenia war kein Kraut gewachsen. Aber das war schon vor dem Start klar gewesen. Zwar verpasste Mariko
Kiplagat Kipchumba um wenige Sekunden die ausgesetzte Prämie in Höhe von 1000 Euro für eine Zeit unter 2:15 Stunden, aber
er lief immerhin die viertbeste Zeit, die in diesem Jahr bei einer deutschen Marathonveranstaltung erzielt worden sind. Dabei sind
einige klangvolle Namen. So war, was den Spitzensport angeht, beim 2. Bremerhavener City-Marathon der Hafenwirtschaft, alles
in Ordnung. Allerdings waren weniger Starter, sowohl beim Marathon als auch beim Halbmarathon oder den anderen angebotenen
Läufen, dabei. "Rund 20 Prozent aller gemeldeten Starter haben ihre Karten nicht abgeholt”, sagte Organisator Carsten Decker.
Seine Vermutung: "Sie haben wohl zu heißes Wetter befürchtet." Die Ausbleiber irrten sich ein wenig. Morgens beim Startschuss
gegen 9.30 Uhr war das Wetter für die Läufer recht angenehm, erst gegen Mittag wurde es wieder richtig warm.
Auf der Strecke aber herrschten gute Bedingungen. Das bestätigte der erste Sieger des Tages, Oliver Böhnke aus Bremen, der
über die zehn Kilometer ging. "Der Wind war erfrischend". Allerdings hatten Böhnke und seine Mitstreiter auf den Plätzen zwei
und drei Pech. Sie wurden auf der Strecke falsch gelotst und liefen etwa 500 Meter zu viel. Aber sie nahmen das Ungemach sport-
lich, am Einlauf änderte sich ohnehin nichts.
Die zweite Runde
Während bei den Marathon-Männern schon die Sieger feststanden, gingen etliche erst auf die zweite Runde. Für sie war nur wich-
tig, das Ziel zu erreichen. Das sah auch Kommentator Artur Schmidt aus Herborn so. Wie im vergangenen Jahr machte er das Ziel
erst dicht, als der letzte Läufer, der die 42,195 Kilometer in Angriff genommen hatte, über die Linie gekommen war. Der letzte
Läufer, den Schmidt im Ziel begrüßte, war Andreas Glock aus Berlin, ein gebürtiger Bremerhavener. Knappe sechs Stunden hatte
er benötigt, auf der offiziellen Liste wurde er nicht mehr geführt. Er wurde von den vielen noch verbliebenen Zuschauern dennoch ge-
feiert, er kam wie ein Staatsgast die lange Zielgerade herunter, eskortiert von drei Polizisten auf Motorrädern. "Bei den Marathonis
gibt es einen Spruch: "Vorne laufen die Bleistifte, hinten die Radiergummis", kommentierte Andreas Glock trocken.

Lauf gegen Zeit und Sonne
Zweiter City-Marathon: 2000 Teilnehmer, ein tolles Publikum und leichte Organisationsprobleme

Bremerhaven
(cg/shs). Der erste Countdown war schon bei Neun zu Ende. Die Polizei winkte den Ansager ab, weil die Strecke
noch nicht ganz gesperrt war. Mit Verspätung nahm der City-Marathon seinen Lauf. Rund 2000 Teilnehmer starteten gegen die
Sonne. Die raubte ihnen Energie - und so manchen jubelnden Zuschauer.
Um 8.45 Uhr sollten die Rollstuhlfahrer mit ihren Handbikes starten. “Dass es vor dem Marathon noch einen Start gibt, haben wir
erst an Ort und Stelle erfahren", sagt Jörn Müller, stellvertretender Leiter der Schutzpolizei. Zu dem Zeitpunkt habe der Veranstal-
ter noch nicht die komplette Strecke abgesperrt gehabt, Autos waren dort unterwegs. Deshalb habe er den Beginn verhindert, so
dass die Veranstaltung erst rund eine halbe Stunde später begann. Eine bessere Koordination hätte sich auch Olaf Niebisch, der
Sieger der Handbiker, gewünscht. "Wir sind auf die Zehn-Kilometer-Läufer gestoßen", kritisiert er. Für den erst zweiten Marathon
überhaupt in Bremerhaven habe es aber gut geklappt.
Rund herum zufrieden war dagegen Alina Buchheister. Die Sportlerin aus Braunschweig belegte den ersten Platz beim Halbmara-
thon, der von der NORDSEE-ZEITUNG präsentiert wurde. “Die Strecke hier ist super und schön flach", sagt die Siegerin. Ihr be-
sonderes Lob gilt den Zuschauern: "Das Publikum hat uns die ganze Strecke über angefeuert, das war sehr motivierend." Beim
Halbmarathon ebenfalls mit auf der Strecke: Senator Thomas Röwekamp. Er war aber nicht der einzige Prominente, der sich mit
unter die Läufer mischte. Horst Beer, Tanztrainer der A-Formation der TSG, wagte sich sogar mit Erfolg an die Marathon-Distanz
von 42,195 Kilometern. Bei der Vergabe der vorderen Plätze konnten beide aber nicht mitreden. Ganz im Gegensatz zu Julia
Dietze. Die 22-Jährige sicherte sich den Sieg auf der zehn Kilometer Strecke. Dabei hat sie erst vor einem halben Jahr mit dem
Laufen angefangen. "Das habe ich den Fishtown-Runners zu verdanken”, sagt sie und hat für die Konkurrenz auch gleich einen
Tipp parat: "Wichtig ist, dass man beim Laufen nicht langsamer wird." Das Besondere der Laufveranstaltung fasst Moderator Artur
Schmidt zusammen: In keiner anderen Sportart laufen alle Teilnehmer zusammen, egal welchen Alters und Leistungsniveaus."

Nachwuchsläufer mit treuen Fans
Beim Mini-Marathon 100 Kinder am Start

Mitte
(cg). Auf der großen Strecke durften die Nachwuchssportler noch nicht laufen. im Schatten der erfahrenen erwachsenen
Ausdauersportler lieferten sich rund 100 Kinder beim Mini-Marathon trotzdem einen spannenden Wettkampf. Mit von der Partie bei
der kürzesten Distanz von 1,4 Kilometern war Lara Herrmann aus Loxstedt. Für die Siebenjährige kein Problem: "Das ist richtig
schön hier", sagte sie nach dem Zieleinlauf. Auch Lasse Hantke (7) konnten die 1,4 Kilometer nicht großartig aus der Puste
bringen. "So anstrengend war es nicht, ich bin gut mitgekommen", zog der Junge aus Bremerhaven als Fazit. Etwas schwerer
hatte es da Said Gilani (10) aus Sellstedt. Er hatte sich für die 4,2 Kilometer lange Strecke entschieden. Am Ende langte es für
einen beachtlichen zweiten Platz für den Nachwuchsläufer vom TSV Wehdel. Sein Tipp für alle Ausdauersportler: "Nicht aufhören
und immer weiter laufen und durchhalten, auch wenn man denkt, es geht nicht mehr."
Den Staffelsieg über drei Mal 1,4 Kilometer sicherten sich drei junge Läufer vom FC Land Wursten. Tyark Reddig (9), Hanke
Schwarz (11) und Geeske Schwarz (9) aus Wremen ließen die Konkurrenz sicher hinter sich. "Ans Aufhören haben wir auf der
Strecke nicht gedacht", waren sich die Kinder einig. "Aber es war teilweise schon sehr anstrengend", fügten sie hinzu. Auch wenn
nicht alle wie sie zu den Gewinnern gehörten, über eins konnte sich fast jeder Teilnehmer beim Mini-Marathon freuen: treue Fans
ohne Wenn und Aber. Vor allem im Zielbereich hatten sich viele stolze Eltern versammelt, um ihre erschöpften Schützlinge in Em-
pfang zu nehmen und den Zieleinlauf mit Fotoapparat oder Videokamera für die Nachwelt festzuhalten. Oft mussten auch Tränen
der Enttäuschung getrocknet werden, wenn es mal nicht so gut gelaufen war. Hier hatten die Nachwuchsläufer ihren erwachsenen
Kollegen eindeutig etwas voraus. Schließlich hat nicht jeder seinen persönlichen Trostspender direkt vor Ort.

Kurz vor dem Ziel noch einmal kehrt
Auf die Sekunden kommt es nicht mehr an

Bremerhaven
(ewm). Alex Tiborski, angegebener Verein Flying Simba Mombasa, war mit der Nummer 168 der letzte Läufer, der
auf der Ergebnisliste auftauchte. Fünf Stunden, 41 Minuten, sieben Sekunden notierten die Zeitnehmer für ihn. Er hätte es noch
einige Sekunden schneller haben können. Denn kurz vor dem Ziel machte er noch einmal kehrt, lief gute zehn Meter in Siegerpose
rückwärts, ehe er seinen Marathon beendete.
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Zdzislaw Zembrzuski mit der Startnummer 1262 war der älteste Teilnehmer beim Bremerhavener City-Marathon. Er ist bereits 73
Jahre alt und passierte das Ziel in 4:07:20 Stunden.
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Verbesserungswürdig sind die Ehrungen. Mal fehlten die Sieger, mal mussten Offizielle gesucht werden, gelegentlich wussten die
Sponsoren auch nicht, wann sie die Urkunden überreichen sollten. Hin und wieder übernahm Oliver-Sven Buder, der ehemalige
Weltklasse-Kugelstoßer und jetzt auch im Organisationsteam des City-Marathons tätig, die Übergabe der Urkunden. Dennoch:
Ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätten die ersten drei eines jeden Wettbewerbs schon verdient.
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Mal starten die Läufer als Privatpersonen ohne Verein, mal für einen bekannten Club, mal für eine Vereinigung, über die man doch
staunt. Platz 18 beim Marathon der Frauen belegte Susanne Schönholz. Nichts Besonderes daran, man stolpert nur über ihren
Verein: saufen & laufen ist da angegeben. Aber: Erst laufen, dann saufen - nichts ist dagegen zu sagen, so lange kein Alkohol im
Spiel ist. Es wäre nicht gerade gesundheitsfördernd.
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Während die Großen die Laufbahn für sich beanspruchten, sausten die Kinder zwischen zwei Absperrgittern im Mini-Marathon
und Kinderlauf. Angeführt von Bernd Koppe auf dem Fahrrad, der mit einer Sirene Achtung und freie Bahn schuf.

Stimmbänder mit Honig geschmiert
Bremerhaven
(ewm). Einen Marathon hatte wieder Artur Schmidt, der Sprecher, zu bestehen. Der Mann aus Herborn zieht seit
20 Jahren mit der Marathon-Karawane durch das Land, kommentiert die Rennen und ist mit vielen gut Freund. "Wir kennen uns
aus Regensburg", bat er eine Heike um einen Kommentar. Die Vornamen waren auf den Leibchen mit der Startnummer verzeich-
net und nicht immer war genügend Zeit vorhanden, auf den Listen den kompletten Namen des Läufers zu finden.
Auch die Marathonis kennen entweder ihren Artur Schmidt, oder sie nehmen seine lustigen Sprüche nicht übel. “Lange Haare, un-
rasiert", lotste er einen Läufer über das Ziel. Oder er gab einer weiblichen Läufergruppe für die zweite Runde mit auf den Weg:
"Mädels, bleibt zusammen. Ihr könnt dann Kochrezepte austauschen."
“Wie Kati Witt"
"Wie Kati Witt", war sein Kommentar über einen Skater, der nach dem Zieleinlauf etwas holperte und stolperte, da Teppiche über
die Zeitnahme-Kabel gelegt waren, und er nicht richtig bremsen konnte. Aber er zollte auch allen Läufern Respekt, die diese An-
strengung auf sich genommen haben. Nach 5:30 Stunden sollte die Zeitnahme nach Plan geschlossen werden. Doch Artur
Schmidt mochte dies nicht tun. "Es ist doch blöd, wenn sich einer über diese Strecke quält und dann ist geschlossen", sagte er.
So wartete er vom Startschuss an gerechnet über sechs Stunden, bis der letzte die Distanz bewältigt hatte. "Ob groß, ob klein -
alle müssen hier ins Ziel hinein", kommentierte er humorig. Und nahm einen großen Schluck aus seiner Honigflasche. Denn auch
die Stimmbänder müssen bei einem Marathon gepflegt werden.

Traubenzucker und Schocklage
Bremerhaven
(ewm). Über Arbeit konnte sich Johannes Babilas aus Langen nicht beklagen. Der Rennarzt hatte einiges zu tun.
Allerdings nur Routinesachen. Kreislaufbeschwerden, Schwächeanfälle, Prellungen und was sich die Läufer auf der Strecke sonst
noch so zuziehen. "Es waren mehr Fälle als beim ersten Mal", zog der Arzt Bilanz. Hauptursache dürften die klimatischen Be-
dingungen gewesen sein. Wenige Meter hinter dem Ziel stand das Medizin-Zelt, dort wurden Kreislaufbeschwerden sofort behand-
elt. Traubenzucker und in Schocklage bringen heißt das Rezept. Die Patienten konnten sich jedoch schon bald wieder unter ihre
Läuferkollegen mischen.

So weit, so lange die Füße tragen
Horst Preisler ist Marathon-Weltrekordler

Bremerhaven
(ewm). Die Zeit spielte nicht die Rolle. Eher schon die Zahl. Der Marathon-Mann lief in Bremerhaven zum 1432.
Mal über die 42,195 Kilometer. Das ist Weltrekord. Mehr Marathonläufe hat kein anderer in den Beinen. 1432 Marathonstrecken,
das sind 60 432 Kilometer, das ist anderthalb Mal um die Welt. So weit die Füße tragen. So lang die Füße tragen, müsste es
besser heißen. Denn Horst Preisler aus Hamburg, der Marathon-Mann, will weiter machen. Nicht den Rekord im Sinn, sondern
aus Spaß. "So lange mir Gott die Gnade gibt zu laufen, werde ich weitermachen", sagt Horst Preisler.
In neun Tagen wird er 70 Jahre alt, seit 32 Jahren läuft er. "Statt Fernsehen", sagt der frühere Personalleiter einer Fachklinik. Fünf
Mal pro Woche läuft er immer noch, mal fünf Kilometer, mal zehn, ohne auf die Distanz zu achten. Und dann geht es eben zum
Marathon. Nach Bremerhaven steht demnächst Bad Pyrmont auf seinem Programm. Auf 1450, eine halbwegs runde Zahl
kommen? Das ist nicht sein Ding und ist auch nicht beabsichtigt. Er denkt nur kurzfristig. Der Marathon in Bad Pyrmont, das ist
sein nächstes Ziel. Vor dem Fernsehapparat sollen andere sitzen.

Am Streckenrand
Lieber gewartet: Schon in der Woche wurden Halteverbotsschilder entlang der Strecke aufgestellt. Dennoch blieben dort Autos
stehen, die mit Flatterband abgegrenzt wurden, damit niemand damit auf die Marathonstrecke fuhr. Woran sich nicht alle Auto-
fahrer hielten. Aber ein derart eingezingelter Autobesitzer rief bei der Polizei an. Er fragte bescheiden an: "Wenn das alles vorbei
ist, darf ich das dann selber abschneiden?".
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Anruferin in Not: Sie habe hinter der Großen Kirche geparkt und müsse nun sofort und dringend weg, teilte eine junge Frau den
Beamten am Polizei-Servicetelefon mit. Hm. Sofort? Dringend? Ging nicht. Also versuchten es die Ordnungshüter mit der Deeska-
lationsstrategie, wie man sie während der Ausbildung lernt. Gepaart mit den Erfahrungen, wie man sie als Ehemann sammelt. Die
Geschäfte seien doch offen. Und ganz in der Nähe gebe es schöne Schuhe. Ob sie nicht mal ... ? Bilanz aus amtlicher Sicht: "Es
hat geklappt."
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Umgehend (er)lebte ein Pastor das Motto seines Gottesdienstes: "Mit Gott kann ich über Mauern springen" lautete das am Sonn-
abend in der Großen Kirche für die Predigt von Frank Mühring. 100 Menschen kamen hin. Eine der Besucherinnen sah ihn gestern
an der Wulsdorfer Rampe - als Lauf-Teilnehmer, leicht schwächelnd. "Sie sind doch der Pastor, rief, sie ihm zu, "Sie schaffen
das!” Und behielt Recht. Der Rückenwind aus Nächstenliebe gab Mühring einen Schub, am Ende erreichte er das Ziel.
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Für zwei Anwohner der Langen Straße war das Verhältnis Wetter/Wasserversorgung unbefriedigend: Sie stellten in eigener Regie
Klapptische auf und versorgten die Lauf-Teilnehmer.
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Eine Erfrischung von oben erschien einem Anwohner der Nordstraße noch angebrachter: Er setzte seine Gartendusche zum Be-
netzen der Aktiven auf der Straße ein.
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Nicht lustig fand ein kleiner Ordnungshüter, dass plötzlich ein dunkler Opel durch die Lange Straße kam. "Sie dürfen hier nicht
durchfahren", wies ein etwa zehnjähriger Junge den Fahrer an, bevor er dessen Polizeiuniform bemerkte. Der lobte ihn und staunte,
als das Kind ihn zwei Stunden später wieder anhielt.

==> Ergebnisse 
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