DM-Einzel in Ulm am 15./16. Juli 2006 (Frauen, Männer / Langstaffeln Jugend)
LM-Vierkampf (NLV+BLV) in Bremen am 16. Juli 2006 (Schüler-/innen A)
DM-Einzel in Bochum-Wattenscheid vom 21.-23. Juli 2006 (Jugend A + B)
-- Regionale Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen --
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BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Wolfsburg) vom 14. Juli 2006
Bock im Duell der großen Vier
Leichtathletik: Trio des VfL Wolfsburg startet am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm

Von Christian Buchler
Wolfsburg. 44 Entscheidungen stehen am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Ulm auf dem
Programm. Mit Kugelstoßer Detlef Bock, Weitspringer Christoph Stolz und Hammerwerfer Marcus Kahlmeyer gehen gleich drei
Athleten des VfL Wolfsburg an den Start. Vor allem der Vierkampf der besten deutschen Kugelstoßer verspricht Spannung. In den
vergangenen drei Jahren schaffte Bock immer den Sprung aufs Podest, war Zweiter (2005) und zweimal Dritter (2004 und 2003).
Aktuell ist er aber nur die Nummer 4 der nationalen Jahresbestenliste. Mit 20,46 Metern rangiert er hinter dem Neubrandenburger
Ralf Bartels (21,01 m), Peter Sack (20,83 m) aus Leipzig und Andy Dittmar (20,55 m) aus Ohra-Hörselgras. Das Trio übertraf
zudem schon je zweimal die Norm von 20,20 Metern für die Europameisterschaft vom 7 bis 13. August in Göteborg, Bock erst
einmal. Es gibt nur drei Plätze. Der 31-jährige VfL-Athlet muss deshalb noch einmal nachziehen und mindestens einen Konkurr-
enten hinter sich lassen. Sonst kann er sich sein EM-Ticket abschminken. Eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften
allein könnte nicht genug sein.
Stolz hingegen würde sie schon reichen. Mit 7,87 Metern ist er in diesem Jahr viertbester Deutscher. Am weitesten sprangen
Oliver König (8,01 m) aus Leipzig und der Leverkusener Nils Winter (7,99 m). Die beiden zählt der Wolfsburger zu seinen härtesten
Widersachern. "Meine Trainingsleistungen stimmen. Ich will ins Finale der besten Acht", sagt Stolz. Bei einer Bestätigung seiner
Bestleistung schnuppert der 26-Jährige an den Podestplätzen. Zu gern würde er sogar die EM-Norm (8 Meter) knacken. "Aber in
Ulm ist es immer eine Windlotterie."
Gute Erfahrungen hat hingegen Kahlmeyer im Donaustadion gemacht. 2003 erzielte er dort eine neue persönliche Bestleistung.
Die hat er im vergangenen Jahr auf 71,89 Meter gesteigert. 2006 kam er immerhin auf 71,49 Meter. Das wird nicht reichen, um
das Top-Duo zu gefährden. Der Leverkusener Markus Esser (81,06 m) führt die Jahresbestenliste der deutschen Hammerwerfer
an. Karsten Kobs (80,82 m) aus Dortmund liegt knapp dahinter. Beide machen den Titel unter sich aus. Die Frage ist nur, ob
Esser die seit sieben Jahren anhaltende Erfolgsserie Kobs’ beenden kann. Hinter ihnen klafft leistungsmäßig eine große Lücke. In
die will sich Kahlmeyer (24) hineinkatapultieren. "Zwischen Platz 3 und 7 ist alles drin", sagt die aktuelle deutsche Nummer 7.
"Über 71 Meter habe ich in dieser Saison schon einige Male geworfen. Was fehlt, ist der große Ausreißer nach oben." Gelingt der
am Wochenende? Wettkampf-Zeiten: Weitsprung (morgen, 17.50 Uhr), Hammerwerfen (Sonntag, 13.45 Uhr) und Kugelstoßen
(Sonntag, 17.35 Uhr).
Aus der Region starten außerdem Birte Bultmann (LG Braunschweig) mit Goldchancen über 3000 Meter Hindernis und ihr Ver-
einskollege Matthias Jaworski mit Endlauf-Chancen über 800 Meter.

HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 14. Juli 2006
Hochspringer Onnen will Titel verteidigen

Hannover.
Ein starkes Kontingent von 64 Aktiven schickt der Niedersächsische Leichtathletik-Verband (NLV) zu den deutschen
Titelkämpfen am Samstag und Sonntag nach Ulm. Im vergangenen Jahr gab es durch Eike Onnen (LG Hannover) eine deutsche
Meisterschaft. Mit einer Bestleistung von 2,24 Meter hat der Bestenlisten-Erste gute Chancen auf die Titelverteidigung.
Andere Anwärter auf einen Podestplatz sind Detlef Bock (VfL Wolfsburg/Kugelstoßen) und sein Vereinskollege Christoph Stolz im
Weitsprung, Birte Bultmann (LG Braunschweig) über 3000 m Hindernis sowie die 4 x 100 m-Frauenstaffel der LG Weserbergland
mit den Sprinterinnen Cathleen Tschirch, Jala Gangnus, Nina Giebel und Nicole Marahrens. Über 800 Meter hoffen Moritz Wald-
mann (LG Hannover) und Matthias Jaworski (LG Braunschweig) auf die Endlauf-Teilnahme. (lni)

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 14. Juli 2006
Einzel-Gold: Was gibt’s Schöneres?
Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm: Birte Bultmann will Gold -- Detlef Bock ein EM-Ticket

Von Stefani Franzke
Braunschweig. Ein Einzel-Titel fehlt ihr noch in ihrer Sammlung. Am Sonntag in Ulm könnte es endlich klappen. Birte Bultmann
hat durchaus Chancen, deutsche Meisterin über die 3000 Meter Hindernis zu werden. "Das wäre super. Was gibt’s Schöneres?"
Doch den Gedanken daran schiebt die Läuferin der LG Braunschweig zunächst noch energisch zur Seite: "Erstmal will ich den
Lauf überstehen. Wozu es reicht, werden wir sehen", sagt die Blondine. Eigentlich ist Birte Bultmann auf der Hindernisstrecke
nämlich ein "Nobody" - sagt sie selbst. Dabei hätte es schon vor zwei Jahren mit dem ersten deutschen Einzel-Titel über diese
Distanz klappen sollen. Damals allerdings war die Braunschweigerin kurz vor der Meisterschaft vom Deutschen Leichtathletik-
Verband (DLV) suspendiert worden. Es war der Beginn einer knapp einjährigen Auseinandersetzung - auch vor Gericht. In einer
Doping-Probe war ein erhöhter Nandrolon-Wert festgestellt worden. Am Ende zog der Verband seinen Antrag auf eine Sperre
wegen Dopings zurück. Diese schlimme Zeit ist für Birte Bultmann erledigt, zweimal hat sie schon wieder das Nationaltrikot ge-
tragen.
Zuletzt vor zwei Wochen beim Europa-Cup in Malaga. Da allerdings hatte die Braunschweigerin keinen guten Tag erwischt und
stürzte gleich beim ersten Überqueren des Wassergrabens. "Im Training bin ich wieder gut drübergekommen. Ich hoffe, dass das
auch am Sonntag klappt", sagt die 31-Jährige. Die deutsche Bestenliste führt die Braunschweigerin mit 10:05,03 Minuten an, ihre
schärfste Konkurrentin ist Verena Dreier (LG Sieg), die 2005 schon die 10-Minuten-Grenze unterboten hatte. Aktuell hat sie
10:06,04 Minuten vorzuweisen. Die Norm für die EM (7. bis 13. August in Göteborg), um die es in Ulm noch für eine ganze Reihe
von Athleten geht, liegt bei 9:55,0 Minuten.
Komplettiert wird das kleine Braunschweiger Team in Ulm von 800-Meter-Läufer Matthias Jaworski. Das Ziel ist klar: Er will in den
Endlauf. Derzeit rangiert er in der Bestenliste auf dem zehnten Rang (1:48,35 Minuten). Hoffnungen auf ein EM-Ticket macht sich
der Wolfsburger Kugelstoßer Detlef Bock. Einmal hat er die Norm (20,20 Meter) überboten. Doch die Konkurrenz ist hart, vier
Mann haben die 20,20 Meter schon gezeigt. Einer muss zu Hause bleiben. Und es wird denjenigen erwischen, der Ulm ohne
Medaille verlässt. Aufs Treppchen möchte außerdem der VfL-Weitspringer Christoph Stolz. Mit einer Vorleistung von 7,87 Metern
reist er an, ist damit zurzeit Vierter. Eine Endkampfchance hat außerdem der VfL-Hammerwerfer Marcus Kahlmeyer.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Juli 2006
Leichtathletik: Auf der Hose ist noch Platz für mehr Wimpel
Melanie Schütte startet Sonntag bei Deutschen Meisterschaften im Diskuswurf / Einzug in Endkampf wäre
schon riesig

Georgsheil
(sm). Dieses Kribbeln im Bauch, es kommt unweigerlich und macht sich schon Tage vorher bemerkbar. Am Sonntag,
wenn Melanie Schütte (SV Georgsheil) in Ulm ab 17.40 Uhr den Diskusring betritt, dann muss sie sehen, dass sie eine gesunde
Mischung zwischen Aufregung und Anspannung findet. Es geht um die Deutsche Meisterschaft. Um den Titel wird die 25-Jährige
nicht mitwerfen. “Es käme schon einer Sensation gleich, wenn ich mich für den Endkampf der besten Acht qualifizieren würde”,
schätzt sie ihre Situation realistisch ein. Mit 50,81 Metern wird sie in der deutschen Bestenliste auf Rang 14 geführt. Die Weite
erzielte sie vor rund vier Wochen bei den Landesmeisterschaften in Delmenhorst. Zum Vergleich: die 38-jährige Weltmeisterin
Franka Dietzsch (SC Neubrandenburg), führt die Rangliste mit einer Weite von 68,51 m an. “Ich freu mich schon darauf, zusamm-
en mit Franka in einem Wettkampf zu werfen”, blickt Schütte den Titelkämpfen trotzdem positiv gestimmt entgegen. Sie hat sich
einen Wurf über die 50 Meter zum Ziel gesetzt. Alles andere wäre Zugabe.
Um diese Marke und vielleicht ja noch ein bisschenmehr zu erreichen, hat Schütte enorm fleißig trainiert. Fünf- bis sechsmal die
Woche ist sie für jeweils eineinhalb bis zwei Stunden aktiv. Und trotzdem ist ihr Trainer Michael Mücher nicht zufrieden. “Ich habe
sie nicht in die Form bringen können, wie ich es mir zu diesem Zeitpunkt erhofft hatte”, rätselt er aber eher an seinen aufgestellten
Trainingsplänen als an der Verfassung von Schütte. “Das letzte Quentchen Schnelligkeit, die letzte Explosivität fehlt”, kennt er den
wunden Punkt. Gerade aber das ist das dicke Plus von Schütte. “Schön auf die Füße hören, tap, tap, und dann hau noch mal
einen raus”, schickt er sie zurück in den Ring und zum nächsten Trainingswurf.
Beim Wettkampf hingegen kann es schon mal vorkommen, dass die Georgsheilerin fehlgeleitet und den Sprinterinnen zugeordnet
wird. Aber die Sportlerin erweckt mit ihren 1,73 m Körpergröße und einem alles anderen als breiten Kreuz auch nicht den An-
schein zur Sorte der Werferinnen zu gehören. “Was ihr an körperlichen Voraussetzungen fehlt, muss sie durch Schnelligkeit
wieder wettmachen”, zeigt Mücher auf, dass es auch ohne ideale Ausgangsbedingungen bis in die deutsche Spitze reicht. “Über
30 m lässt sie alle Sprinterinnen hinter sich”, weiß der Trainer um Schüttes Qualitäten. Auch ihre Technik ist 1 A. Und an der
Einstellung mangelt es schon gar nicht. Selbst eisige Temperaturen halten sie im Winter nicht davon ab, draußen zu trainieren.
Da bietet das Gelände in Georgsheil mit der Flutlichtanlage ideale Bedingungen. Sie feilt an der Technik, arbeitet an der Schnell-
igkeit, weniger gern an der Kraft.
Mit neun Jahren kam Schütte zur Leichtathletik. Startete zunächst in den Blockwettkämpfen Wurf. Mit 14 Jahren stellte sie fest:
“Diskuswerfen, das gefällt dir.” Und ist seitdem dabei und von schweren Verletzungen verschont geblieben. Wer wissen will, wie
viele Titel sie bis jetzt auf Landesebene und darüber hinaus eingeheimst hat, muss nur die auf ihrer dunkelblauen Trainingshose
aufgenähten Wimpel zählen. Es sind 12. Der erste datiert von den Niedersachsenmeisterschaften 1996. Wer jetzt jedoch Rück-
schlüsse auf das Alter der Hose zieht, der irrt. Gibt es eine neue, werden die Wimpel aufwendig abgetrennt und wieder neu aufge-
näht. Ein bisschen Platz für weitere Auszeichnungen ist noch. Der wird aber wohl nach diesem Sonntag noch freibleiben. Da wird
auch alles Daumen drücken ihrer Betreuer vor Ort in Ulm, Wolfgang Voss und Horst Beyer, und ihres beruflich verhinderten
Trainers zu Hause vermutlich nichts helfen. Und sie muss auch keinen unangenehm nassen Wurfring fürchten. Traumwetter ist
vorhergesagt, so wie es Schütte liebt. Zu überlegen scheint die Konkurrenz. Aber Schütte wird weitere Gelegenheiten haben, den
freien Platz zu füllen. “So lange ich Spaß am Diskuswerfen habe, mache ich weiter”, hat sie noch nicht an Rückzug gedacht.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 14. Juli 2006
Schütte trifft auf Weltmeisterin
Leichtathletik. Georgsheilerin tritt bei Deutschen Titelkämpfen gegen Dietzsch an

Von Klaus Jakobs
Ulm. Das Ulmer Donaustadion ist an diesem Wochenende Austragungsort der 106. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der
Männer und Frauen. Neben den begehrten Titeln und Medaillen geht es auch um die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die Euro-
pameisterschaften, die Anfang August in Göteborg stattfinden. Beim nationalen Höhepunkt der Saison, bei dem auch die Jugend-
lichen ihre Staffelmeister ermitteln, kämpfen insgesamt 1311 Aktive aus 206 Vereinen um 44 Titel. Qualifiziert haben sich auch
sieben Athleten aus zwei ostfriesischen Vereinen.
Melanie Schütte vom SV Georgsheil stellt sich den Konkurrentinnen im Diskuswurf. Dabei trifft sie erneut auf die amtierende
Weltmeisterin Franka Dietzsch vom SC Neubrandenburg. Dietzsch, die als große Favoritin gilt, greift in Ulm nach dem neunten
Titel. Für Melanie Schütte geht es zunächst darum, den Wettkampf konzentriert zu beginnen. Die Ostfriesin hatte zuletzt leichte
technische Probleme. “Melanie hat die Saison stark begonnen”, sagt Trainer Michael Mücher. “Beim letzten Testwettkampf sind
dann leider ein paar Probleme aufgetreten. Wenn alles gut läuft, kann sie aber trotzdem einen guten Wettkampf zeigen.”
Mit Siewert André vom TV Norden geht Niedersachsens derzeit schnellster Kurzsprinter in seiner Paradedisziplin über 100 Meter
ins Rennen. 10,64 Sekunden wurden für den Modellathleten in diesem Jahr bereits notiert. Wenn er diese Zeit in Ulm bestätigen
kann, könnte es für den Ostfriesen weit nach vorne gehen. Gemeinsam mit Paul Thielecke-Klein, Tobias Müller, Sören Vöhrs,
Johannes Peters und Carsten Goldenstein steht Siewert André für eine schnelle 4-x-100-m-Staffel der Norder zur Verfügung.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 14. Juli 2006
NTV-Staffel will unter die ersten Acht sprinten
Norder starten bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm

Ulm
(jan). Die deutsche Leichtathletik-Elite gibt sich am Wochenende in Ulm ein Stelldichein und kämpft um die Tickets zur
Europameisterschaft (7. bis 23. August in Göteborg) - und in der Universitätsstadt ist kein Hotelzimmer mehr frei. Die vier Teil-
nehmer vom Norder TV und Trainer Hans-Bernd Eilers stört das aber überhaupt nicht. “Wir haben einen hübschen Landgasthof in
paar Kilometer Entfernung gefunden”, freut sich Eilers, der heute mit Siewert André, Sören Vöhrs, Tobias Müller und Paul Thiel-
ecke-Klein nach Ulm aufbricht.
Gegen 17.40 Uhr wird es morgen für André ernst. Dann klettert das Sprint-Talent zum Vorlauf über die 100 m in die Startblöcke.
Da der Deutsche Leichtathletik-Verband keine Zwischenläufe vorgesehen hat, kommen nur die schnellsten acht Athleten ins
Finale. Das Feld ist dichtgedrängt. Die EM-Norm von 10,30 Sek. hat bislang allerdings lediglich Ronny Ostwald (TV Wattenscheid)
geknackt, der die Bestenliste mit 10,24 Sek. anführt. Mit seiner Bestzeit von 10,64 Sek., die er bei den Norddeutschen Meister-
in Celle gelaufen ist, rangiert André nicht unter den besten 20 Startern. “Wenn Siewert in seinem ersten Jahr als Junior eine Zeit
um die 10,70 Sekunden läuft, wäre das super”, so Eilers.
Gut zwei Stunden Zeit bleiben André anschließend zur Regeneration. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages sind die 4x100-
Meter-Staffeln angesetzt. Topfavorit ist das Quartett des TV Wattenscheid, das seinen Titel verteidigen will. Die Norder, die sich
die Niedersachsenmeisterschaft und den norddeutschen Titel geholt haben, stehen mit ihrem Ostfriesland-Rekord von 41,65 Sek.
zu Buche und sind damit bislang gemeinsam mit dem OSC Berlin die siebtschnellste Staffel Deutschlands. Was kann der NTV
gegen die Topteams vom TV Wattenscheid, Bayer Leverkusen oder SCC Berlin ausrichten? “Wir wollen unsere gute Zeit bestät-
igen, unter den ersten Acht landen und wichtige Erfahrungen sammeln”, sagt Eilers. Unabdingbare Voraussetzung dafür sind die
fehlerfreien Wechsel. Thielecke-Klein läuft die ersten 100 Meter und übergibt den Stab an André. In der Kurve kommt Müller zum
Einsatz, ehe Sören Vöhrs den Stab ins Ziel bringt. 

Presseinformation vom 14. Juli 2006 (Von Manfred Scholz)
LG-Staffel hofft auf Treppchenplatz bei der DM

Leichtathletik. Gemeinsam wollen Cathleen Tschirch, Nicole Marahrens, Nina Giebel und Jala Gangnus, die amtierenden
Deutschen Meister in der Halle mit der 4x200 Meter-Staffel, bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm einen Platz auf dem Trepp-
chen im Wettbewerb mit den besten 4x100 Meter- Staffeln Deutschlands erreichen. Das ist jedenfalls das erklärte Ziel und die
vorsichtige Aussage von Werner Scharf, dem Trainer des Erfolgs-Quaretts der LG Weserbergland, das zur Zeit aktuell auf Platz
vier der Top-Ten steht mit ihren bei den Landesmeisterschaften in Delmenhorst erreichten 45,31 Sekunden. Vor ihnen sind der
TSV Bayer Leverkusen (44,89 Sekunden), der LAC Quelle Führt/München/Würzberg (44,90 Sekunden) und der TV Wattenscheid
(45,24 Sekunden) besser qualifiziert. Bei guten Wechsel ist eine Zeit deutlich unter 45 Sekunden realistisch.
Für die 44 Wettbewerbe im Donau-Stadion haben insgesamt 1311 Athletinnen und Athleten gemeldet, 64 von ihnen kommen aus
Niedersachsen. Über 100 Meter (11,51 Sekunden) hofft Tschirch auf eine gute Platzierung, mit der sie ihre Position in der deutsch-
en Sprinstaffel für die EM in Göteburg festigen könnte. Gute Aussichten auf eine Endlaufteilnahme hat Tschirch auf der 200 Meter
Sprintdistanz - immerhin steht sie mit 23,38 Sekunden auf Platz zwei national hinter Birgit Rockmeier von der LGO Dortmund
(22,94 Sekunden). Drei Plätze dahinter hat sich ihre Mannschaftskameradin Jala Gangnus mit 23,52 Sekunden platziert. “Ich hoffe
auf eine Medaille mit der Staffel, obwohl wir es schwerer haben werden als in der Halle und über 200 Meter den Einzug in den End-
lauf und dann schaun wir mal…”, gibt sich Jala Gangnus optimistisch, genauso wie die erfahrene Nicole Marahrens, die eine
knappe Entscheidung erwartet und eine Endlaufteilnahme über ihre 400 Meter (54,98 Sekunden). “
Außer einer Medaille mit der Staffel möchte ich meine Bestzeiten bestätigen und verbessern”, schließt Nina Giebel den Hoffnung-
en der anderen an. Mit dabei in Ulm ist auch die zweite Frauen-Staffel mit Silke Rauchberger, Jana Ladewig, Teresa Emmrich und
Lina König. Als einziger Mann der LG ist Torben Bieler über 400 Meter Hürden in Ulm dabei.

HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 15. Juli 2006
Minah startet bei Deutschen Titelkämpfen

Göttingen.
Fünf Disziplinen an einem Wettkampftag: Für Jacob Minah ist das kein Problem. Schließlich ist das sportliche Aus-
hängeschild der LG Göttingen Zehnkämpfer. Obwohl er an diesem Wochenende nur eine Disziplin pro Tag absolvieren muss,
dürfte dem 24-Jährigen aber kaum langweilig werden. Denn bei den in Ulm stattfindenden Deutschen Meisterschaften will der
Göttinger auch im Wettstreit um die Einzeltitel überzeugen. Vor allem im Weitsprung hat Minah in dieser Saison bereits mehrfach
bewiesen, dass er auch fernab des Mehrkampfes zur nationalen Spitze gehört. Im Feld der deutschen Zehnkämpfer gehört der
LGer zu den sprungstärksten Athleten, so dass der siebte Platz bei der Hallen-DM im Weitsprung nicht überraschend kam. Bei
den Freiluft-Titelkämpfen will Minah sogar noch weiter nach vorne: "Mein Ziel ist ein Platz unter den besten sechs", gibt er sich
selbstbewusst. Mit einer Saisonbestleistung von 7,66m und Rang acht in der aktuellen deutschen Bestenliste ein mehr als re-
alistisches Vorhaben.
Außenseiter über 200 Meter
Dass er in Ulm gegen ausgewiesene Weitsprungspezialisten antreten muss, bringt ihn nicht aus der Ruhe. "Das ist ein noch
größerer Anreiz", betont Minah, der sich an diesem Wochenende nicht als Zehnkämpfer, sondern ausnahmsweise als Weit-
springer definiert. Ein wenig zurückhaltender ist die Prognose für das 200m-Rennen, in dem der Göttinger als Außenseiter startet.
"Vielleicht klappt es mit einer neuen Bestleistung." Die Endlaufteilnahme wäre nicht nur die Krönung, sondern auch eine kleine
Überraschung. (zfs)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Juli 2006
TV Norden tritt in Bremen an

Bremen
(ls).Am Sonntag finden auf Platz elf beim Bremer Weserstadion die Bremer Meisterschaften im Vierkampf der Schüler A
statt. Der Niedersächsische Leichtathletik- Verband beschloss vor einigen Jahren, keine Meisterschaften mehr in diesem Mehr-
kampf durchzuführen. Da sich jedoch zahlreiche Vereine für diese Titelkämpfe aussprachen, werden im Rahmen der Bremer
Meisterschaften die Mannschaftswertungen als niedersächsische Landesmeisterschaft ausgetragen. Aus Ostfriesland ist der TV
Norden am Start. Anne Bakker, Imke Bommer, Jella Dehn, Maj-Britt Jenssen, Fenna Kolbe, Kati Schipper und Karina Witte wollen
in der Mannschaftswertung möglichst viele Punkte sammeln. Dabei müssen die 14- und 15-Jährigen im 100-m-Lauf, dem Weit-
sprung, im Kugelstoßen und im Hochsprung antreten. Konkurrenten sind die Teams vom TuS Alfstedt, der LG Grafschaft Bent-
heim, LG Eichsfeld, BV Garrel, LG Göttingen, OTB Osnabrück, SG Osterholzer LA, LG Papenburg/Aschendorf, LG Peiner Land,
VfL Stade und LAV Zeven.

WESER KURIER vom 15. Juli 2006
Hürden-Asse wollen ins Finale
Bremer zur Deutschen Meisterschaft

Bremen
(gol). Das Bremer Leichtathletik Team (BLT) vertritt mit einer ambitionierten Gruppe die Bremer Farben bei den
Deutschen Meisterschaften in Ulm. Erstmals seit vielen Jahren sind Bremer Athleten dabei wieder in vier Einzeldisziplinen vertret-
en. Aussichtsreichste Kandidatin auf eine vordere Platzierung ist Hürdensprinterin Carolin Nytra. Die Drittplatzierte des vergangen-
en Jahres ist allerdings weiterhin gesundheitlich angeschlagen und hofft zunächst einmal heil durchzukommen.
Aufsteigerin des Jahres ist 400-m-Hürdenläuferin Jonna Tilgner. Die Psychologie-Studentin hat ihre Bestzeit in diesem Jahr bereits
um mehr als eine Sekunde gesteigert und liegt mit 58,29 Sekunden auf Rang sechs der Meldeliste. "Ich habe in Bremen den
Spaß an den 400 Meter Hürden wieder gefunden und will auf jeden Fall ins Finale", gibt sich die 21-Jährige optimistisch.
Erstmals dabei ist Jana Loock, Bremens schnellste Frau über 100 und 200 Meter. In der 4x100-Meter-Staffel wollen die drei ge-
nannten zusammen mit Startläuferin Catharina Reppin für ein Highlight sorgen. Das Quartett, das den Landesrekord in diesem
Jahr bereits um fast zwei Sekunden auf 46,38 Sekunden verbessert hat, strebt eine ähnliche Überraschung wie im Winter an, als
es über 4x200 Meter Rang sechs belegte. In der männlichen Jugend stellt das BLT zusätzlich eine 3x1000-Meter-Staffel. Tobias
Uth, Jonas Kollhoff und Marian Skalecki wollen sich in der Donaustadt so teuer wie möglich verkaufen.

Presseinformation vom 16. Juli 2006 (Von Manfred Scholz)
Gold und Bronze für die LG-Frauen in Ulm
Tschirch auf dem Sprung nach Göteburg ?

Leichtathletik.
Die 4x100 Meterstaffel der LG Weserbergland wurde bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Ulm in
der Besetzung Nina Giebel, Jala Gangnus, Cathleen Tschirch und Nicole Marahrens in einem begeisternden Rennen Deutscher
Meister. Das LG-Quartett siegte in 44,79 Sekunden und verwies die Teams von der LAC Quelle Fürth/München/Würzburg (45,04
Sekunden) und TSV Bayer Leverkusen (45,34 Sekunden) letztendlich deutlich auf die Plätze zwei und drei. Schon Nina Giebel als
Startläuferin gab dabei keinen Meter Preis und übergab sicher an ihre Mannschaftskameradin Jala Gangnus, die auf der Gegen-
geraden ein starkes Rennen gegen Verena Sailer, die 100 Meter Siegerin vom LAC Quelle Fürth, lief und mit vier Meter Vorsprung
übergab sie an Cathleen Tschirch, die in der zweiten Kurve den Turbo zündete, den Vorsprung hielt und an die Schlussläuferin der
LG Nicole Marahrens übergab. Auch Marahrens lies nun nichts mehr anbrennen und brachte den Staffelstab zum umjubelten Sieg
über die Ziellinie. Die zweite Staffel der LG Weserbergland, in der Besetzung Jana Ladewig, Teresa Emmrich, Silke Rauchberger
und Lina König war in ihrem Lauf eigentlich gut ins Rennen gekommen, jedoch führte ein Wechselfehler zur Disqualifikation. Platz
acht in der Endabrechnung wäre sonst sicher drin gewesen.
Im Finale über 100 Meter erreichte Cathleen Tschirch nach ihrem Vorlaufsieg in 11,66 Sekunden, sensationell den dritten Platz in
11,71 Sekunden hinter Verena Sailer (11,62 Sekunden) und Katja Wakan (11,70 Sekunden). Sie nährt mit ihrem Erfolg Hoffnungen
auf einen Platz in der deutschen 4x100 Meterstaffel für die Europameisterschaften in Göteborg. Diese Entscheidung fällt der
Bundestrainer Thomas Krämer am Abend nach dem 200 Meter-Lauf. Jala Gangnus schied im Vorlauf über 100 Meter in 11,99 Se-
kunden bei Gegenwind von 1,6 Meter pro Sekunde unglücklich aus, ebenso wie Nina Giebel, die mit 12,09 Sekunden in ihrem
Vorlauf hängen blieb. Über die 400 Meter Hürden erreichte der einzige männliche Teilnehmer der LG, Torben Bieler, als acht-
schnellster der Vorläufe in neuer Bestzeit von 52,04 Sekunden den Endlauf am heutigen Sonntag. Nicole Marahrens schied in
ihrem Vorlauf über die Stadionrunde (400 Meter) in 56,42 Sekunden aus. Die Mehrkämpferin Jana Ladewig ging in ihrer Spezial-
disziplin, dem Speerwerfen, an den Start. Mit einer Weite von 51,51 Meter blieb sie knapp unter ihrer Bestleistung von 52,33 Meter
und schied als insgesamt zehnte im Vorkampf aus.
Stimmen der Trainer und Betreuer:
Werner Scharf:
“Im Vorfeld flach spielen und hoch gewinnen war die Devise unseres Teams. Da Quelle Fürth drei Frauen im 100
Meter-Endlauf hatte, war mit einem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen. Aber unsere Frauen sind über sich hinausgewachsen, stark
gelaufen, haben noch besser gewechselt und sind letztlich verdient Deutscher Meister geworden”, freute sich der Erfolgs-Trainer
über den zweiten DM-Titel diese Jahres. ”Mit dem Start vom Vorlauf hätte Cathleen Gold geholt”.
Uwe Beerberg: “Cathleen habe ich lange nicht so stark gesehen, im Vorlauf hat sie mit den Gegnerinnen (Wagner) gespielt.
Auch im Endlauf war es eine Superleistung von ihr. Werner Scharf hat unsere Mädels wieder einmal auf den Punkt topfit gemacht,
das Staffelrennen haben sie auf Grund ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit verdient gewonnen”.
Cathleen Tschirch: “die Erfolge kann ich noch gar nicht richtig realisieren. Zu groß ist die Anspannung durch den bevorstehend-
en 200 Meter-Lauf”.
Nina Giebel: “Ich freue mich wahnsinnig, dass wir so deutlich gewonnen haben. Mit dem Erfolg habe ich nicht gerechnet, da es
doch durch die Besetzung der anderen Staffel sehr eng war”.
Jala Gangnus: “ Es ist der erhoffte Höhepunkt dieser Saison und ich denke, wir haben auch das nötige Quentchen Glück gehabt,
was man im Staffellauf braucht”.
Nicole Marahrens: “ Nach meinem verkorksten 400 Meterlauf bin ich überglücklich, dass ich die Staffel zum Sieg geführt habe.
Ich hatte mir fest vorgenommen, wenn ich das Staffelholz als erste von Cathleen bekomme, keine mehr vorbeizulassen”.
NLV-Präsidentin Rita Girschikofsky: “ Ich freue mich riesig über den Erfolg unserer Frauen mit ihrem Trainer Werner Scharf.
Diese Erfolge sind wichtig für die niedersächsische Leichtathletik”.
Über 200 Meter sind heute abend (Vorlauf 16.40 - Endlauf 18.20 Uhr) noch fünf Frauen der LG am Start sowie Torben Bieler im
Endlauf über 400 Meter Hürden um 17.30 Uhr.   

Presseinformation vom 16. Juli 2006 (Von Markus Steinbrück)
Beide Nordheide-Jugendstaffeln holen DM-Medaillen
Dittmer stürmt in den Endlauf -- Jetzt winkt Peking

Winsen/Hanstedt.
Sensationelle Erfolge für die jugendlichen Leichtathleten aus dem Landkreis Harburg bei den 106. Deutschen
Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm! Ein Jahr nach dem Höhenflug von Jala Gangnus gewann die 3 x 800-Meter-Staffel der weib-
lichen Jugend A die Silbermedaille. Die 4 x 400-Meter-Staffel der männlichen Jugend A ließ nur 15 Minuten später mit neuem Be-
zirksrekord die Bronzemedaille folgen. Tags zuvor hatte bereits die große Stunde von Hürdensprinter Paul Dittmer (MTV Hanstedt)
geschlagen. Der 19-Jährige, der ebenfalls noch der A-Jugend angehört, erreichte über die 1,067 m hohen Männerhürden völlig
überraschend den Endlauf und wurde dort in 14,12 sec Siebter. Im Vorlauf war der Schützling von Trainer Wolfgang Striezel 14,09
sec gerannt. Als zweitbester Jugendlicher im Männerfeld dürfte sich Dittmer endgültig das Ticket zu den Junioren-Weltmeister-
schaften in Peking gesichert haben.
Riesig groß war der Jubel bei Aktiven, Trainer, Betreuern und Eltern der LG Nordheide nach den sensationellen Ergebnissen der
beiden Jugendstaffeln. Die Mädchen waren vor Jahresfrist in Wattenscheid Vierte geworden und konnten sich jetzt nochmals
steigern. Vivien Tiedemann, Klaudia Neubauer und die erste 15-jährige Jana Sussmann erreichten das 3 x 800-Meter-Ziel in der
neuen Kreisrekordzeit von 6:38,92 min. Schneller war nur LAC Erdgas Chemnitz (6:33,01 min). Im Vorlauf war Corinna Hinck für
Jana Sussmann zum Einsatz gekommen.
In unveränderter Aufstellung absolvierte den Vor- und Endlauf die männliche A-Jugend-Staffel der LG Nordheide. Sören Ludolph,
Max Neubauer, Nils Lasse Gutzeit und Alexander Kammermeier verbesserten ihren eigenen Bezirksrekord über 4 x 400 Meter
bereits im Vorlauf auf 3:21,28 min. Im Endlauf am Sonntagnachmittag war das Quartett noch einmal drei Sekunden schneller.
3:18,18 min bedeuteten den dritten Platz hinter solch bekannten Vereinen wie Dresdner SC (3:15,35 min) und LG Nike Berlin
(3:15,43 min). Drei Läufer aus dem erfolgreichen Quartett gehören dem Jahrgang 1988 an und dürfen auch im kommenden Jahr
noch in der A-Jugend starten.  

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 17. Juli 2006
Stolz holt Silber, Bultmann die Bronze-Medaille

Ulm.
Optimal lief es in Ulm für den Wolfsburger Weitspringer Christoph Stolz. Im letzten Versuch sprang der VfL-Athlet mit 7,84
Metern auf den Silberrang. "Das war mein größter Erfolg", jubelte er und fügte hinzu: "Ulm war allerdings wieder eine Windlotterie
für alle Springer." Gold ging mit elf Zentimetern mehr an den erst 20-jährigen Sebastian Bayer (Bayer Leverkusen). Die EM-Norm
des DLV liegt bei 8 Metern. Birte Bultmann (LG Braunschweig) musste über die 3000 Meter Hindernis erneut mit einem Sturz
fertig werden. In der letzten Runde stolperte sie und fiel vom Balken ins Wasser, als eine Attacke von Meike Rosenauer sie über-
raschte. Am Ende kam Bultmann in 10:26,78 Minuten als Dritte ins Ziel. Für ihren Teamkollegen Matthias Jaworski reichtes es
wieder knapp nicht zum Endlauf. Zwar erwischte er den schnellsten der insgesamt drei Vorläufe über die 800 Meter, doch er kam
in 1:50,22 Minuten als Vierter in dem Lauf nicht weiter. Den Endkampf im Hammerwerfen der Männer erreichte Marcus Kahlmeyer.
Der Wolfsburger warf 69,48 Meter weit - und das erst im fünften Versuch. Für seinen Teamkollegen Detlef Bock reichte es im
Kugelstoßen der Männer nicht zu einer Medaille. Der VfL-Athlet verpasste mit Platz vier und 19,99 Metern das Ticket zur EM. (sf)

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 17. Juli 2006
Leichtathletik: Melanie Schütte zehntbeste Deutsche
Georgsheilerin mit 48,51 Metern im Diskuswurf zufrieden

Ulm
(sm). Im Kreis der deutschen Diskuswurf-Elite, allen voran die Weltmeisterin Franka Dietzsch vom SC Neubrandenburg, hat
sich Melanie Schütte (SV Georgsheil) bei den Nationalen Meisterschaften in Ulm sehr gut behauptet. Sie belegte mit 48,51
Metern unter 11 Teilnehmerinnen den 10. Platz. Die 50-Meter-Marke hatte sich die Georgsheilerin eigentlich zum Ziel gesetzt. “Da-
zu hat es nicht ganz gelangt. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden”, war die 25-Jährige mit dem Erreichten glücklich. War ihre
Teilnahme doch stark gefährdet. Vier Tage vor ihrem sportlichen Höhepunkt hatte sie sich in einem Testwettkampf die Schulter
gezerrt. “Es war Gott sei Dank die linke”, hatte Schütte noch Glück im Unglück. Bei nicht ganz so günstigen Windverhältnissen,
die für alle Werferinnen galten, war Schütte mit 46,96 Metern in den Wettkampf eingestiegen und hatte sich in den beiden folgend-
en Versuchen mit 47,51 und 48,51 Metern jeweils gesteigert. Für die Teilnahme am Endkampf der besten Acht reichte ihre beste
Weite aber nicht. Wie hatte Schütte ihre Chancen im Vorfeld doch eingeschätzt: “Ein Einzug ins Finale würde schon einer Sen-
sation gleichkommen.” So weit weg war die Sensation aber gar nicht. Hätte Schütte mit 50,81 Metern ihre Bestweite erreicht,
wäre sie Achte der Deutschen Meisterschaften gewesen. Für die Georgsheilerin überwog am Ende aber die Freude, in einem Feld
mit der Weltmeisterin geworfen und mit ihr Kontakt gehabt zu haben. Keine Überraschung war, dass Dietzsch in diesem Wettbe-
werb konkurrenzlos blieb. Sie sicherte sich überlegen mit 66,29 Metern und mehr als sechs Metern Vorsprung den Titel vor Ulrike
Giesa (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg; 59,61 m) und Nadine Müller (Hallesche Leichtathletik-Freunde; 58,22 m).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 17. Juli 2006
Wechselfehler der Norder Staffel
Leichtathletik: Zweite Übergabe der Ostfriesen klappte nicht

Ulm
(kj/cze). Für die Norder Staffel über 4 x 100 Meter war am Sonnabend bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in
Ulm das Rennen vorzeitig zu Ende. Weil der zweite Wechsel zwischen Siewert André und Tobias Müller nicht klappte, wurde das
ostfriesische Quartett disqualifiziert. Über 100 Meter reichten Siewert André 10,85 Sekunden nicht zum Einzug ins Finale. Melanie
Schütte vom SV Georgsheil belegte gestern im Diskuswerfen den zehnten Platz .
Die Staffel des TV Norden mit Paul Thielecke-Klein, Siewert André, Tobias Müller und Sören Vöhrs startete im zweiten von drei
Zeitendläufen. In aussichtsreicher Position schaffte es André jedoch nicht, den Staffelstab innerhalb der Wechselzone an Tobias
Müller zu übergeben. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Norder gleichauf mit der Staffel von Chemnitz, die am Ende den vierten Platz
belegte. Mit dem SSV Ulm und USC Heidelberg wurden neben den Nordern noch zwei weitere Teilnehmer dieses Rennens dis-
qualifiziert.
Über 100 Meter wurden drei Vorläufe ausgetragen. Siewert André startete im dritten Rennen und fabrizierte einen Fehlstart. Da-
nach musste er Vorsicht walten lassen, um nicht Gefahr zu laufen, disqualifiziert zu werden. Der Norder, der mit einer Bestzeit von
10,64 Sekunden angereist war, erreichte nach 10,85 Sekunden als Sechster das Ziel hinter Marius Bröning (Tübingen / 10,52 s),
Harry Adu-Mfum (Köln / 10,53 s), Martin Keller (Chemnitz / 10,55 s), Tobias Pfennig (Chemnitz / 10,66 s) und Christopher
Willimams (USC Mainz / 10,67 s). Jeweils die beiden Ersten und zwei Zeitschnellste erreichten das Finale, das Ronny Ostwald
(Wattenscheid) in 10,32 Sekunden gewann.
Diskuswerferin Melanie Schütte vom SV Georgsheil steigerte sich von Wurf zu Wurf, belegte mit 48,51 m am Ende Rang zehn
und war mit diesem Resultat hinterher überaus zufrieden. “Sie war überhaupt nicht nervös”, freute sich Betreuer Horst Beyer, der
ihren Trainer Michael Mücher vertrat. Den Einzug in den Endkampf der besten acht Teilnehmerinnen verfehlte Schütte um zwei
Meter.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 17. Juli 2006
Rainer Schulze sprintete zweimal in den Endlauf

Ulm/Wilhelmshaven
(mün). Mit Traumergebnissen hat Rainer Schulze von der LG Wilhelmshaven die Deutschen-Leichtathletik-
Meisterschaften am Wochenende in Ulm beendet. Sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter sprintete der 24-Jährige in den
Endlauf und sorgte dabei mit 21,19 Sekunden und Platz vier über 200 Meter für das herausragende Ergebnis. “Ich bin sehr zu-
frieden”. Einen stark besetzten Vorlauf erwischte Rainer Schulze am Sonnabend über 100 Meter. Der spätere Titelträger Ronny
Ostwald (10,32), dazu Christian Blum (C-Kader des DLV, 10,49) und der dreifache Deutsche Meister Alexander Kosenkow
(10,49) hinter diesen drei sprang für den 24-Jährigen zwar “nur” Platz vier heraus, die Zeit aber konnte sich sehen lassen. Mit
10,62 Sekunden schaffte der LGW-Sprinter die erhoffte Verbesserung seiner bisherigen Saisonbestmarke von 10,67 Sekunden.
Trotzdem hätte der 24-Jährige damit eigentlich die Segel streichen müssen, da neben den sechs direkt Qualifizierten (Platz eins
und zwei der Vorläufe) noch zwei weitere Sprinter schneller waren. Durch den verletzungsbedingten Rückzug von Vorlaufsieger
Marc Blume (10,69) war dann aber doch noch der Weg frei für Rainer Schulze, der sich im Finale auf Bahn eins auch von einem
Fehlstart nicht beeindrucken ließ, mit 10,63 Sekunden noch einmal die alte Bestmarke unterbot und auf Platz sieben durchs Ziel
lief nur 8/100 Sekunden hinter dem drittplazierten Alexander Kosenkow.
Nur zwei Vorläufe gab es am Sonntag auf der 200 m-Distanz, wo sich auch die beiden ersten der Vorläufe sowie sechs weitere
Zeitschnellste für das Finale qualifizierten. In starken 21,19 Sekunden wurde Rainer Schulze Vierter in seinem Vorlauf - gleich-
zeitig auch die viertschnellste Zeit im Feld der 14 Starter. Zeit und Auftritt konnte der Student der Wirtschaftswissenschaften dann
im Finale noch einmal bestätigen. Obwohl Schulze einmal mehr einen mäßigen Start erwischte und frühzeitig von dem hinter im
sprintenden “gestellt” wurde, lief der 24-Jährige weiter unbeirrbar sein Rennen, gab auf der Zielgerade noch einmal mächtig Gas
und lief in 21,16 Sekunden als Vierter über die Ziellinie, zeitgleich mit dem Wattenscheider Alexander Kosenkow.

WESER KURIER vom 17. Juli 2006 (Auszug)
Knapp an DM-Bronze vorbei
Jonna Tilgner holt guten vierten Platz

Ulm
(gol). Viel hätte nicht gefehlt, und Jonna Tilgner vom Bremer LT/VfB Komet wäre bei der Leichtathletik-DM über 400 Meter
Hürden auf den Bronzeplatz gelaufen. In tollen 57,57 Sekunden und mit großem Abstand auf die nachfolgenden Läuferinnen kam
die Bremerin auf Rang vier ins Ziel. Zur Bronzemedaille, die an Tina Kron vom SV Schlau.Com Saar 05 Saarbrücken in 57,10 Se-
kunden ging, fehlte lediglich ein Wimpernschlag. Alle vorne platzierten Läuferinnen, auch die neue Deutsche Meisterin Claudia
Marx vom Erfurter LAC mit 56,01 Sekunden, stellten im Finallauf neue persönliche Saisonbestzeiten auf. Jonna Tilgner steigerte
ihre Bestmarke um 72 Hundertstel und sich in dieser Saison damit um fast zwei Sekunden. Mit der 4x100-Meter-Staffel des BLT
war Jonna Tilgner am Vorabend zusammen mit Catharina Reppin, Carolin Nytra und Jana Loock mit neuem Bremer Landesrekord
von 46,10 Sekunden bereits Achte geworden. Über 200 Meter lief Jana Loock im Vorlauf 24,85 Sekunden. Zur Finalqualifikation
wären 24,11 Sekunden nötig gewesen.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 17. Juli 2006
Beim zweiten Wechsel platzen Träume
Norder Sprintstaffel kommt bei Deutscher Meisterschaft in Ulm nicht ins Ziel - Wattenscheid souverän

Ulm
(jan). Im Lager der Leichtathleten des Norder TV machten sich am Sonnabendabend Frust breit. Die 4 x 100-Meter-Staffel lag
bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm nach der Hälfte der Distanz gut im Rennen, als der folgenschwere Fehler passierte.
Der zweite Wechsel von Siewert André auf Tobias Müller klappte nicht, der Traum vom achten Platz war jäh beendet. Über die
100 m musste sich André mit 10,85 Sek. und einem sechsten Platz im Vorlauf begnügen. “Die Jungs sind schon ziemlich ent-
täuscht”, sagte NTV-Trainer Hans Bernd Eilers gestern Vormittag nach der Rückkehr aus Ulm.
Über die 100 m gab es zunächst eine ganze Reihe von Ausfällen. Von den 30 gemeldeten Sprintern blieben gerade einmal 4 übrig,
die auf drei Vorläufe verteilt wurden. Nordens Ass André blieb deutlich hinter seiner Bestzeit zurück. In 10,85 Sek. reichte es nur
zu Platz sechs. Den Titel holte sich Top-Favorit Ronny Ostwald (TV Wattenscheid), der in 10,32 Sek. deutlich siegte. Mit Rainer
Schulze (LG Wilhelmshaven) stand ein Niedersachse im Finale der besten acht Läufer. Er kam in 10,63 Sek. auf Rang sieben.
Um 20 Uhr begannen die Staffelwettbewerbe. Bei der Auslosung hatte das NTV-Quartett Glück und zog die Startbahn Nummer
vier. Im ersten Zeitendlauf demonstrierten zunächst die Wattenscheider in der Besetzung Ostwald, Alexander Kosenkow, Marc
Blume und Sebastian Ernst ihre Überlegenheit und legten in 39,48 Sek. eine Zeit vor, die für alle anderen unerreichbar blieb.
Thielecke-Klein kam glänzend aus den Startlöchern. Der Norder wies die kürzeste Reaktionszeit auf. Der Wechsel auf André
klappte ausgezeichnet, André lag gleichauf mit dem Konkurrenten aus Chemnitz, ehe die Stabübergabe daneben ging. Er ver-
suchte war noch alles, um Müller zu erreichen, doch der hatte die Wechselmarke bereits passiert, so dass Sören Vöhrs gar nicht
mehr zum DM-Einsatz kam.      

DEWEZET (Hameln) vom 18. Juli 2006
"Mein Ziel sind die Olympischen Spiele in Peking"
Jala Gangnus (19) - der Shootingstar

Leichtathletik (olz). Jala Gangnus von der LG Weserbergland war rundum glücklich: "Mit diesem Titel habe ich niemals gerech-
net. Es war schon komisch, nicht gleich im Ziel zu wissen, wer nun vorne lag. Aber ich hätte mich auch über den zweiten Platz
riesig gefreut", blieb der Shooting-Star der deutschen Frauen-Leichtathletik auch in der Stunde des größten Triumphs bescheiden.
Die am 5. September 20 Jahre alt werdende gebürtige Lüneburgerin hatte bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm die Titel über
200 Meter und mit der 4 x 100 Meter-Staffel gewonnen. Der Sieg über 200 Meter war eine Millimeter-Entscheidung: Der Vorsprung
vor ihrer Teamkollegin Cathleen Tschirch betrug exakt eine Tausendstel Sekunde!
Jala Gangnus, die nach der Grundausbildung bei der Bundeswehr im Herbst 2005 und einer damit verbundenen viermonatigen
Trainingspause die LG Nordheide verließ und seit Jahresbeginn als Vereinsmitglied des VfL Hameln für die LGW startet, hat auch
für die Zukunft klare Ziele: "Ich will mir einen Platz in der deutschen 4 x 100 Meter-Staffel erkämpfen und bei den Olympischen
Spielen 2008 in Peking an den Start gehen", sagt die 1,81 m große Sprinterin, die im Sport-Leistungszentrum Hannover vom
leitenden Landestrainer Edgar Eisenkolb gecoacht wird. Als Bundeskader-Athletin nimmt sie zudem an zahlreichen Trainings-
lagern mit der deutschen Nationalmannschaft teil. Die Zeitsoldatin gehört auch der Sportfördergruppe Appen bei Hamburg an und
hat ihr Leben ganz auf die Leichtathletik ausgerichtet. Mit einer Ausnahme: Alle 14 Tage, jeweils montags, absolviert die Gefreite
mit den schnellen Beinen ihren militärischen Dienst...
Jala Gangnus (Lieblingsessen: Pizza und Pasta, Lieblingsgetränk: Apfelschorle) hatte sich bereits im Februar mit der 4 x 200-m-
Staffel der LGW den Deutschen Meistertitel in der Halle gesichert. Dass die knapp 20-Jährige "zu Höherem" berufen ist, beweisen
zudem ihre Erfolge im Jahr 2005: Da wurde sie u.a. deutsche A-Jugendmeisterin über 100 und 200 Meter, deutsche 200-m-Vize-
meisterin der Frauen sowie in Kaunas U20-Vize-Europameisterin über die 200-m-Distanz.

ZEVENER ZEITUNG vom 18. Juli 2006
Bultmann DM-Dritte über 3000 Meter Hindernis
Zevenerin verpasst im Schlussspurt Platz zwei

Ulm
(mk). Bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik in Ulm holte Birte Bultmann (LG Braunschweig) über 3000 Meter
Hindernis die Bronze-Medaille. Damit gelang ihrer Konkurrentin Verena Dreier (LG Sieg), die in 9:56 Minuten Deutsche Meisterin
wurde, die Revanche. Die Zevenerin (10:26), die gute Chancen auf Platz zwei hatte, musste sich auf den letzten 200 Metern
Meike Rosenauer (LG Rems-Murr/10:16) geschlagen geben. "Es ist keine Schande, gegen Verena, die einfach die Stärkste ist,
zu verlieren", so Birte Bultmann, die lange Zeit auf Silberkurs lief. Am engagierten Lauf gab es nichts zu mäkeln. Doch das Pro-
blem der 31-Jährigen waren die Hindernisse, bei denen sie noch wertvolle Sekunden einbüßte. "Dort muss ich mich, um die
Hürden - egal mit dem rechten oder linken Bein - zu nehmen, eben noch verbessere, so Birte Bultmann, die sich trotzdem nicht
unzufrieden zeigte und eine deutliche Steigerung zum Europacup in Malaga sah.
Dabei hatte Bundestrainer Werner Klein seine Top-Läuferinnen Dreyer und Bultmann mit der Maßgabe auf die Strecke geschickt,
abwechselnd Tempo zu machen, um die Euro-Norm (9:55 Minuten) zu verbessern. "Wir haben uns wirklich gut abgestimmt und
abwechselnd nach 400 Metern die Führungsarbeit übernommen", so Birte Bultmann. Am Ende reichte es aber nicht ganz. "Ich
war auf den letzten 200 Metern einfach platt und hatte dem Angriff von Meike Rosenauer nichts mehr entgegen zu setzen", so das Fazit der Zevenerin. "Birte ist ein hohes Risiko gegangen, hat während des Laufes aggressiv agiert und ist mit Platz drei belohnt
worden", sagte Bundestrainer Werner Klein gegenüber der ZZ-Sportredaktion. Aus seiner Sicht ist für die Zukunft durch ein spezi-
elles Training noch einiges mehr drin. "Die 3000 Meter Hindernis sind sicher auch eine Erfahrungssache", so Klein, der Verena
Dreier für die Europameisterschaften in Göteborg vorgeschlagen hat, denn mit 9:56 Minuten verpasste die 21-Jährige die Norm nur
ganz knapp.

HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 18. Juli 2006
Minah verpasst Endkampf jeweils knapp

Göttingen. Nicht ganz erfüllt haben sich die hohen Erwartungen von Jacob Minah bei den deutschen Meisterschaften in Ulm.
Trotz einer starken kämpferischen Leistung verpasste der Leichtathlet der LG Göttingen im Weitsprung als Zehnter den Einzug in
den Endkampf. "Ich hatte massive Probleme mit meinem Anlauf", sagte der 24-Jährige, der mehr als zwanzig Zentimeter hinter
seiner Saisonbestleistung blieb. Wechselnder Wind hatte den Göttinger lange Zeit den optimalen Anlauf suchen lassen, erst im
dritten Versuch glückte ihm ein ordentlicher Sprung. Allerdings reichten 7,42m nicht für den Einzug ins Finale der besten acht.
"Da war mehr drin, aber ich habe zu spät in den Wettkampf gefunden", meinte Minah selbstkritisch. Mangelnden Kampfgeist
konnte man dem LGGer allerdings nicht vorwerfen. Über 200m lief Minah ein aggressives Rennen, das mit 21,68 Sekunden be-
lohnt wurde. Zum Finale fehlte am Ende nur ein Platz.
Rang acht für Rheder  
Mehr Glück hatte hingegen Nathalie Rheder. Die Hammerwerferin der SVG Bad Gandersheim wiederholte mit dem achten Rang
ihr Vorjahresergebnis. Pünktlich zur DM rief Rheder ihre Bestform ab und warf den Hammer auf 60,37m und neue persönliche
Bestleistung. (zfs)


NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 18. Juli 2006 (Auszug -- nur LG Osnabrück)
Fitschen für EM gerüstet

Ulm.
Ein prächtiges Ergebnis erzielten die Osnabrücker Leichtathleten bei den deutschen Meisterschaften in Ulm. Während der
für den TV Wattenscheid startende Jan Fitschen über 5000 Meter seinen siebten nationalen Freiluft-Titel gewann, überraschten die
drei Staffeln der LG Osnabrück mit Platzierungen in den Top Ten. Auf dem Weg zu den Europameisterschaften im schwedischen
Göteborg (9. bis 13. August) hatte Fitschen.....
.....Erstaunlich stark präsentierten sich auch die LGO-Sprintstaffeln in Ulm. Das Männer-Quartett mit Dominic Ojinnaka, Timo
Gruber, Frank Schnieders und Torsten Gruber lief am Samstag über 4 mal 100 Meter in 42,06 Sekunden auf Platz zehn (Rang
zwei im Vorlauf!) und am Sonntag in 3:20,28 Minuten sogar auf Rang acht über 4 mal 400 Meter.
Mit drei DM-Neulingen gelang auch der LGO-Jugendstaffel über 4 mal 400 Meter der Sprung in die nationale Elite. 3:25,69 Minuten
bedeuteten für Waldemar Fink, Patrick Jochmann, Felix Kopatz und Timo Bienert den zehnten Rang. Eine schöne Belohnung für
die jahrelange Aufbauarbeit der LGO-Idealisten um Anton Siemer.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Wolfenbüttel) vom 18. Juli 2006
Nina Giebel erläuft mit der Staffel Gold

Nina Giebel aus Cramme wurde in Ulm mit der 4x100 Meter-Staffel der LG Weserbergland Deutsche Meisterin. Nach dem Staffel-
titel in der Halle sicherte sich das Weserbergland-Quartett die zweite Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr. Giebel lief in Ulm
auf der Startposition ein starkes Rennen und übergab den Stab sicher an Jala Gangnus. Die neue Deutsche Meisterin über 200
Meter lief einen Vorsprung heraus, den Cathleen Tschirch (Zweite über 200 Meter) und Nicole Marahrens sicher bis ins Ziel
brachten. Nach 44,79 sek gewann die LG-Staffel vor dem LAC Fürth/München (45,04) und Bayer Leverkusen (45,34).
Die Crammerin freute sich über den Vorsprung ihres Quartetts. "Mit dem Erfolg habe ich nicht gerechnet, weil die anderen Staffeln
stark besetzt waren", berichtete Giebel. In den Einzelrennen lief es nicht so gut für sie. Dort schied Giebel nach den Vorläufen
über 100 Meter mit 12,09sek und über 200 Meter mit 24,34sek aus.
Lina König aus Kissenbrück startete in der zweiten Staffel der LG Weserbergland. Das Team hatte zwar eine gute Platzierungs-
chance, wurde aber wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. (ma

WESER KURIER vom 18. Juli 2006
Rekord erneut unterboten
4x100-Meter-Staffel der Damen bei DM auf Platz acht

Bremen
(gol). Fast 57 Jahre, also über ein halbes Jahrhundert, hat er gehalten, der Bremer Landesrekord über 4x100-Meter der
Frauen. Nun wurde er von vier jungen Damen im Trikot des Bremer Leichtathletik Team bereits zweimal unterboten. Im August
1949 war die Frauenstaffel des SV Werder mit Kluge, Petersen, Mikos und Stumpf in Bremen handgestoppte 48,0 Sekunden ge-
laufen. Beim "Run for Help"-Meeting Ende Mai knackte das Staffelquartett des Bremer LT mit Carolin Nytra, Catharina Reppin,
Jonna Tilgner und Jana Loock erstmals diese Bestmarke in 46,38 Sekunden. Schon mit dieser Zeit waren die vier Bremerinnen in
die deutsche Spitzenklasse gelaufen. Jetzt, bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm, ging noch mehr: 46,10 Sekunden und
Platz acht in der Republik.
Startläuferin Catharina Reppin hatte die Leichtathletik-Spikes schon fast an den Nagel gehängt und hat über die Staffel wieder
zum Leistungssport zurück gefunden. Inzwischen knüpft sie auch in ihrer ehemaligen Paradedisziplin, dem Weitsprung, wieder an
frühere Ergebnisse an. Carolin Nytra, in Ulm Fünfte über 100 Meter Hürden, ist auch wegen einer schnellen Staffel von Hamburg
nach Bremen gewechselt. Im ihrem ersten Jahr hier bekam Trainer Jens Ellrott verletzungsbedingt noch kein Team zusammen, da-
für läuft es in diesem Jahr umso besser. 400-Meter-Hürden-Sprinterin Jonna Tilgner zeigte sich auch auf der kurzen Distanz
schnell und entpuppte sich obendrein als gute Seele der Truppe. Zu guter Letzt verfügt das Bremer Quartett mit Jana Loock über
die bestmögliche Schlussläuferin. Die Landesrekordhalterin über 100 und 200 Meter war zwar zuletzt als Jugendliche Staffel ge-
laufen, doch die Rückbesinnung fiel ihr keineswegs schwer. Übrigens, Jana Loock knackte 2005 die bis dato älteste Bremer
Bestmarke von Marga Petersen über 100 Meter. Da musste es dann ja irgendwann auch mit der Staffel klappen.      

NORDWEST ZEITUNG vom 19. Juli 2006
Lisa Seeger greift nach dem Titel
Leichtathletik: Deutsche Meisterschaft der A- und B-Jugend in Wattenscheid

Von Bodo Tarow
Kreis Cloppenburg. Der Leichtathletik-Nachwuchs aus dem NLV-Kreis Cloppenburg mischt am kommenden Wochenende die
deutsche Elite auf. Bei den Deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend in Wattenscheid messen sich gleich drei hiesige
Wettkämpfer mit den besten Athleten des Landes. Die für die SG Garthe-Essen-Molbergen startende Elstenerin Lisa Seeger zählt
in ihrer Paradedisziplin über 800 Meter zu den heißen Anwärterinnen auf einen Platz auf dem Treppchen. Die zuletzt konstant gut
laufende A-Jugendliche und frisch gebackene Norddeutsche Meisterin führt die niedersächsische Bestenliste an. Am 24. Juni lief
sie die zwei Stadionrunden in einer Zeit von 2:08,64 Minuten. Obwohl Seeger niedersachsenweit auch über 400 Meter in diesem
Jahr mit 56,96 Sekunden die zweitschnellste Zeit erreichte, konzentriert sie sich im Wattenscheider Lohrheide-Stadion auf die
800-Meter-Strecke.
Seegers zwei Jahre jüngere Teamkollegin Marina Kortenbrock hat für den Hochsprung gemeldet. Dabei hat sich die hochaufge-
schossene Essenerin das Erreichen des Endkampfes als Ziel gesetzt. Kortenbrock ist derzeit gut in Form. Am 2. Juli übersprang
sie in Schneverdingen 1,73 Meter und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf. Gemeinsam mit Mareike Blum (TV
Norden) führt sie die niedersächsische Bestenliste an.
Für den BV Garrel geht der Mittelstreckler Jens Nerkamp bei den B-Jugendlichen über 3000 Meter an den Start. Nerkamp ist
bestens in Form, verbesserte er doch seine Bestmarke um rund neun Sekunden. Niedersachsenweit bedeutet eine Zeit von
9:06,03 Minuten derzeit Platz vier. Neben Seeger geht in Wattenscheid mit dem früher für die SG Garthe-Essen-Molbergen und
seit kurzem für die LG Hannover startenden Hochspringer Jan Hentel ein weiterer Favorit aus dem Kreis Cloppenburg an den Start.
Bei den A-Jugendlichen führt er mit übersprungenen 2,09 Metern die niedersächsische Bestenliste an. In Wattenscheid möchte er
höher als 2,10 Meter springen.

DEWEZET (Hameln) vom 19. Juli 2006
Cathleen Tschirch: Witzig, chaotisch - aber pünktlich...
Medaillensammlung nach DM komplett

Leichtathletik
(olz). "Es geht schon in Ordnung, das Jala die 200 m gewonnen hat, denn nun ist meine Medaillensammlung von
der Deutschen Meisterschaft komplett", freute sich Cathleen Tschirch von der LG Weserbergland nach der knappen Entscheidung
im Finale. Denn so konnte sie aus Ulm eine Goldmedaille mit der 4 x 100-m-Staffel, die sie zusammen mit Nina Giebel, Gangnus
und Nicole Marahrens erkämpft hatte, eine Silbermedaille vom 200-Meter-Lauf und eine Bronzemedaille über 100 m mit ins
Weserbergland bringen. "Ich wäre gern schneller gewesen, aber bei dem Gegenwind waren die Zeiten schon in Ordnung", trauerte
sie allerdings verpassten Bestzeiten nach. Mit diesen drei Medaillen war Tschirch die erfolgreichste Teilnehmerin der DM. Sie hat
das Optimum bei ihren insgesamt fünf Rennen herausgeholt.
Vergessen ist inzwischen die Nichtberücksichtigung bei der Olympiade 2004 in Athen (dort war sie nur Ersatzfrau in der
4 x 100-m-Staffel) und das von vielen Verletzungen geprägte Jahr 2005. Die 1,65 m große Top-Sprinterin, die sich 2003 dem TSC
Fischbeck angeschlossen hatte und seitdem für die LG Weserbergland startberechtigt ist, kommt aus Pirna. Sie startete ihre
Karriere beim Dresdener SC und gewann bereits als Siebenjährige bei den Dresdener Stadtmeisterschaften ihre erste Gold-
medaille.
Heute steht Tschirch in der deutschen Rangliste mit ihren in Malaga beim Europacup gelaufenen 11,51 Sekundenüber 100 Meter
auf Platz sechs. Noch besser ist ihre Platzierung über 200 Meter. Hier hält sie mit 23,38 Rang zwei hinter Birgit Rockmeier (Dort-
mund). Cathleen Tschirch, die am 23. Juli 27 Jahre alt wird, hat nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin drei Jahre in diesem
Beruf gearbeitet und nahm dann im letzten Jahr in Hannover ein Germanistik-Studium auf; nebenbei bildet sie sich im Bereich
Osteopathie weiter. Selbst beschreibt sie sich als "unheimlich witzig, absolut chaotisch - aber meine frühere Schwäche, die Un-
pünktlichkeit, habe ich voll im Griff." Das Autofahren, eines ihrer Hobbys, hat sie inzwischen aus finanziellen Gründen eingestellt:
"Ich bin jetzt eine gute Radfahrerin, denn in Hannover ist das Rad das beste Verkehrmittel zwischen Wohnung, Uni und dem
Sportleistungszentrum."

DEWEZET (Hameln) vom 20. Juli 2006
"Mit zwei Titeln bin ich am Ziel meiner Träume"
Nicole Marahrens - das "Urgestein"

Leichtathletik
(olz). Sie ist eine "feste Größe" in der LG Weserbergland, sie kann am schönsten jubeln und sie verfügt über un-
heimlich viel Routine: Die 29 Jahre alte Nicole Marahrens führte das LGW-Quartett in Ulm bei den Deutschen Meisterschaften als
Schlussläuferin zum Triumph und war hinterher "total glücklich". "Wenn ich den Stab als erste von Cathleen Tschirch erhalte,
kommt keine Läuferin mehr an mir vorbei. Das hatte ich mir jedenfalls fest vorgenommen - und es hat geklappt", freut sich die
gebürtige Einbeckerin, die Mitglied im TV Stadtoldendorf ist und von Anfang an zur LG Weserbergland gehört. Das "goldige
Finale" im Ulmer Donaustadion war auch eine Entschädigung für ihr total verkorkstes Rennen über 400 Meter mit dem vorzeitigen
Aus im Vorlauf. Über 200 Meter wurde sie im Finale immerhin Achte und war mit dieser Platzierung "sehr zufrieden".
Nicole Marahrens betreibt seit ihrem 12. Lebensjahr Leichtathletik. Ihr Trainer Werner Scharf hatte sie beim Waldlauf "entdeckt".
Doch ihr Talent für den Sprint kristallisierte sich erst im Alter von 17, 18 Jahren heraus. Ihre große Erfolgsserie begann 1997. Da
gewann die gelernte Bürokauffrau den deutschen Juniorentitel über 200 Meter. Es folgten viele weitere Erfolge und Einsätze in der
deutschen 4 x 400 Meter-Staffel. "Nach zwei deutschen Meistertiteln in diesem Jahr in der Halle und im Freien bin ich am Ziel
meiner Träume. Ich habe alles erreicht", sagt die 29 Jahre alte Top-Sprinterin. Trotzdem hat sie sich für den weiteren Saisonver-
lauf noch Ziele gesetzt: "Ich will versuchen, an meine Bestzeiten über 100, 200 und 400 Meter heranzulaufen." Die stehen bei
11,63 - 23,21 und 52,20 Sekunden. Aber Nicole Marahrens, die in Hannover Sozialwissenschaften studiert, pflegt auch ihre
Hobbys: Sie liest viel und geht gerne mit ihrem Hund Kira spazieren. Auch ihr Freund kommt nicht zu kurz. Ihm hilft sie bei der
Arbeit in seinen Friseursalons. 

WALSRODER ZEITUNG vom 20. Juli 2006
Kronfeldt hat DM-Endlauf fest im Visier

Hodenhagen.
Nachdem der Abiturstress überstanden ist, will Alexandra Kronfeldt nun noch einmal sportlich Gas geben. Das
Hodenhagener Hürden-Ass im Dress der LG Weserbergland startet an diesem Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-
Meisterschaften der Jugend in Wattenscheidt und hat den Einzug in den Endlauf dabei fest im Visier.
Einen weiteren Schuss Selbstvertrauen erhielt Kronfeldt durch die erstmalige Nominierung für die international besetzte DLV-
Junioren-Gala vor einer Woche in Mannheim, auch wenn sie mit ihrer Zeit dort etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. “Die
Stimmung ist gut”, beschreibt Vater Karl-Heinz Kronfeldt die Lage vor dem Aufbruch nach Wattenscheidt. Am morgigen Freitag
um 17.45 Uhr startet dort der Vorlauf über 400 Meter Hürden. Von dort will Alexandra Kronfeldt in jedem Fall in den Endlauf vor-
stoßen, der am Sonnabend um 18 Uhr folgt. Dabei will Kronfeldt möglichst auch die 60er-Zeit-Marke knacken. Eine Medaille wird
allerdings für sie schwer zu erreichen sein, obwohl für die ersten zwei sogar die einzigartige Chance lockt, noch für die Junioren-
WM in Peking nominiert zu werden. Doch dafür steht schon die Qualifikationsnorm bei 59,75 Sekunden.  

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 21. Juli 2006
Fiene läuft um den Titel
Leichtathletik. Zwei Peiner bei Deutschen Jugendmeisterschaften in Wattenscheid 

Um den Titel und die Qualifikation für die U20-Weltmeisterschaft in Peking läuft 400-Meter-Sprinter Sebastian Fiene von der LG
Peiner Land am Wochenende bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Wattenscheid. Mit 48,00 Sekunden ist der 17-Jährige
der schnellste B-Jugendliche der Republik auf der Stadionrunde. Sein härtester Konkurrent liegt mehr als eine Sekunde zurück.
Ziel in Wattenscheid ist am Samstag neben dem Titel die Verbesserung seines eigenen Landesrekordes. Nach den letzten Trai-
ningseinheiten fühlte er sich in blendender Verfassung. Nach dem Finale der A-Jugendlichen am Sonntag wird auch feststehen, ob
der Hohenhamelner als Staffelläufer mit zur WM reist. Gemeldet hat Fiene auch über 200 Meter. Mit seiner Vorleistung von 21,91
Sekunden hat er als Nummer zwei in Deutschland ebenfalls Medaillenchancen.
Sein Vereinskollege Thorsten Margis startet bei der B-Jugend im Weitsprung und über 100 Meter. Im Weitsprung ist er mit 6,90
Metern die Nummer 13 der Meldeliste. "Ich peile den Endkampf und vielleicht sogar einen Treppchenplatz an. Auch möchte ich die
sieben Meter knacken", sagt Margis, dessen Saisonhöhepunkt die deutschen Mehrkampfmeisterschaften Anfang September sind.
(rp/gm)

DEWEZET (Hameln) vom 21. Juli 2006
Giebel: "Das war absolut stark"
Nach Gold-Lauf folgt Prüfungsstress

Leichtathletik
(olz). Wer in diesen Tagen Nina Giebel telefonisch erreichen will, der hat's verdammt schwer. Der Grund: Die Stu-
dentin für das höhere Lehramt (2. Semester) steckt im Prüfungsstress. Was im Vorfeld der Deutschen Leichtathletik-Meister-
schaften in Ulm zu kurz kam, das muss nun nachgeholt werden. Den Triumph im Donaustadion freilich wird die Anfang Juni 20
Jahre alt gewordene Top-Sprinterin indes nicht so schnell vergessen. "Dass wir die Goldmedaille mit der Staffel geholt haben, hat
mich wahnsinnig gefreut. Vor allen Dingen, mit diesem deutlichen Sieg hatte ich nie und nimmer gerechnet. Das war absolut
stark", gesteht die sympathische Sportlerin. Als Startläuferin hatte sie gegen die vermeintlich "Großen" von der LAV Quelle, dem
TSV Bayer Leverkusen und SC Magdeburg bei ihrem rasanten Kurvenlauf keinen Zentimeter preisgegeben.
Anfang 2004 war Nina Giebel als hoch talentierte A-Jugendliche vom MTV Wolfenbüttel zum VfL Hameln gewechselt und hatte
sich damit die Startberechtigung für die LG Weserbergland gesichert. Zur Leichtathletik war die ehemalige Turnerin erst 2001 ge-
kommen. Bereits vor dem Gold-Triumph in Ulm hatte Giebel auf sich aufmerksam gemacht, als sie bei den Deutschen Hochschul-
meisterschaften den Titel über 200 Meter gewann und die Silbermedaille über 100 Meter errang. Obwohl das Studium in Hannover
jetzt erst einmal Vorrang hat, peilt die 20-Jährige auch sportlich neue Ziele an: Ende August will sie bei den Deutschen U 23-
Meisterschaften in Bautzen gute Platzierungen erreichen.

HAMBURGER ABENDBLATT vom 21. Juli 2006
Titelhoffnungen bei deutscher Leichtathletikmeisterschaft

Winsen/Stade.
Paul Dittmer und sein Trainer Wolfgang Strietzel setzen ihre Hoffnung auf ein gutes Abschneiden bei den
deutschen Jugend-Leichtathletik-Meisterschaften in Wattenscheid. Denn nach den Titelkämpfen nominiert der Deutsche Leicht-
athletik-Verband seine Teilnehmer für die Junioren-WM in Peking. In der Vorwoche kam Dittmer bereits ins Männerfinale über 110
Meter Hürden und wurde Siebter. Bei der männlichen Jugend A ist der Athlet des MTV Hanstedt jetzt der absolute Titelfavorit.
Hoch motiviert sind die Mittelstreckler der LG Nordheide nach ihren jüngsten Staffelerfolgen. Jana Sussmann geht mit der viert-
besten Zeit in die heutigen Vorläufe über 800 Meter bei der weiblichen Jugend B, ebenso wie Sören Ludolph bei der männlichen
Jugend A. Weitere 800-m-Starter/innen der LGN sind Klaudia Neubauer, Corinna Hinck und Nils Lasse Gutzeit. Vivien Tiedemann
startet über 1500 m der weiblichen Jugend A. Mit der achtbesten Weite startet Sascha Cordes (TSV Wiepenkathen) im Speerwurf
der männlichen Jugend A.
Weitere Starter, 100 m Hürden, weibliche Jugend A: Anna Klimek; 200m, männliche Jugend B: Henning Mohr (beide TSV Wiepen-
kathen); Kugelstoßen, weibliche Jugend A: Nadine Böttcher; 200m und 400 m, männliche Jugend B: Sascha Henning; Hammer-
wurf, männliche Jugend B: Timon Heise (alle Buxtehuder SV) (ml)

HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 21. Juli 2006
Olbrich Favorit auf den Titel

Göttingen.
Als Mitfavorit auf den Hammerwurftitel startet Richard Olbrich heute bei den deutschen Jugendmeisterschaften in
Wattenscheid. Der B-Jugendliche der SVG Bad Gandersheim steht einer Vorleistung von 64,48m auf Platz eins der Meldeliste.
Ebenfalls gute Chancen auf einen Spitzenplatz hat sein Teamkollege Jannik Luger sowie der Gandersheimer A-Jugendliche Nils-
Ole Schiemann. In der Weiblichen B-Jugend hoffen Theresa Müller und Sandra Dahms von der LG Einbeck ebenso auf den Einzug
in den Endkampf wie die Göttinger Claudia Wichner, die im Hammerwurf der A-Jugend startet. (zfs)

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 21. Juli 2006
Starkes CLP-Trio startet bei DM

Kreis Cloppenburg.
Drei Leichtathleten vertreten die Farben des Kreises Cloppenburg am Wochenende (21.-23. Juli) bei den
Deutschen A- und B-Jugendmeisterschaften in Wattenscheid. Damit wurde die Rekordzahl von sechs Startern aus dem Vorjahr
nicht erreicht. Von Rückgang kann man allerdings trotzdem nicht sprechen: Von den letztjährigen Teilnehmern ist Hochspringer
Jan Hentel zur LG Hannover gewechselt und gehört mit seiner aktuellen Bestleistung von 2,10 Metern zu den Podiumsanwärtern.
Vitali Müller (SG Essen-Garthe-Molbergen) ist inzwischen in die Juniorenklasse (U 23) aufgerückt und hat sich hier bereits für die
Ende August in Bautzen stattfindenden Deutschen Juniorenmeisterschaften über 3000 Meter Hindernis qualifiziert. Hürdenläufer
Malte Lehmann (SG EGM) hat sich leider inzwischen vom Leistungssport zurückgezogen.
Zum dritten Mal startet Lisa Seeger (SG EGM) bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Die letztjährige Deutsche B-Jugend-
meisterin über 800-Meter wird es in diesem Jahr in der A-Jugend schwer haben, einen Medaillenrang zu ergattern. Gegen die
Jahresbesten Annett Horna (ASV Köln/2:03,93) und Diana Dienel (LG asics Pirna/2:06,56) kann man der Elstenerin nur Außen-
seiterchancen einräumen. Horna und Dienel belegten am Sonntag bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm über 800 Meter bei
den Frauen die Plätze drei und fünf. Endlauf: Sonntag 13.55 Uhr.
Im Hochsprung der weiblichen Jugend B ist nach Braunschweig 2005 Marina Kortenbrock (SG EGM) zum zweiten Mal bei der
Jugend-DM vertreten. Bestätigt sie ihre Leistung von den Niedersachsenmeisterschaften in Schneverdingen, wo sie bekanntlich
den A-Jugend-Titel mit 1,73 Meter gewann, kann sie mit einer Top-Sechs-Platzierung spekulieren. 1,73 Meter hätten im letzten
Jahr zur Vizemeisterschaft gereicht. Allerdings dürfte das Niveau in diesem Jahr höher liegen. Entscheidung: Samstag 11.10 Uhr.
Einziger Kreisvertreter bei der männlichen Jugend ist Jens Nerkamp (BV Garrel). Nachdem der 17-jährige Garreler im vergangenen
Jahr die Norm über 1500 Meter knapp verfehlte, qualifizierte er sich kürzlich in Celle bei den Norddeutschen B-Jugendmeister-
schaften über 3000 Meter für die nationalen Titelkämpfe. Im Lohrheidestadion wird Nerkamp versuchen, erstmals unter neun Mi-
nuten zu bleiben, womit er auf eine gute Platzierung im Mittelfeld spekulieren kann. Endlauf: Freitag 19.10 Uhr.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Wolfsburg) vom 21. Juli 2006
Die VfL-Hoffnungen ruhen auf der starken 4×100-Meter-Staffel
Leichtathletik: Wolfsburger Nachwuchs bei Deutscher Jugendmeisterschaft am Start

Von Johannes Hammling

Wolfsburg. Sechs Einzelstarter und zwei Staffeln des VfL Wolfsburg gehen am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeister-
schaften in Wattenscheid an den Start. Die größten Hoffnungen der Wolfsburger ruhen auf der 4×100-Meter-Staffel der weiblichen
A-Jugend. Lena Hinz, Laura Schubert, Karen Piel und Rhea Riemke sind mit einer Bestzeit von 48,62 Sekunden die schnellste
Wolfsburger Staffel seit 25 Jahren. Das sagt ihr Trainer Horst Beneke. "Ich bin mir sicher, dass sich die Mädchen sogar noch
steigern und somit das Finale der letzten Acht sicher erreichen werden", erklärt der Coach. Die VfL-Erwartungen an die eigene
4×100-Meter-Staffel der männlichen A-Jugend sind hingegen deutlich geringer. Thomas Günterberg, Anis Jemayai, Alexander
Krenz und Alan Preuß haben in der jüngsten Vergangenheit nicht die Erfolge ihrer weiblichen Pendants einfahren können.
Über die 100 und 200 Meter starten Silvio Kemnitz (B-Jugend) und Karen Piel (A-Jugend). Kemnitz ist die größte Wolfsburger
Hoffnung. Seine Bestzeit über 200 Meter liegt in dieser Saison bei 22,29 Sekunden. Diese Zeit wäre nach Angaben des Trainers
in etwa nötig, um sich für den Endlauf zu qualifizieren. Piel müsste ebenfalls ihre Bestzeit von 25,15 Sekunden bestätigen, um
eine reelle Chance zu haben, unter die Top 8 zu kommen.
Alexander Krenz wechselte erst vor kurzen vom Mehrkampf auf die 800 Meter. "Die Qualifikation für Wattenscheid stellt für Krenz
bereits einen Erfolg dar. Sein Ziel ist es, die Qualifikation für die Deutsche Juniorenmeisterschaft zu erreichen", berichtet Beneke.
Die Norm liegt bei 1:54,00 Minuten. Die "Quali" für die Juniorenmeisterschaft über 400 Meter Hürden zu erreichen, ist auch das
Ziel von Laura Schubert. Ihre derzeitige Bestzeit (63,45) liegt nur ganz knapp über der Norm. Nur mit Außenseiterchancen geht
Lena Hinz über 100 Meter Hürden ins Rennen. Normalerweise startet sie als Siebenkämpferin. Die Teilnahme einer Mehrkämpfer-
in an einer Einzeldisziplin bei den Deutschen Meisterschaften sei allein schon ein Erfolg. Julia Bischoff startet als einzige Wolfs-
burgerin in einer Wurfdisziplin. Sie versucht, im Hammerwurf das Finale der letzten Acht zu erreichen. Ihre persönliche Bestleistung von 41,80 Meter und der achte Platz bei den Winterwurfspielen 2005 sollten ihr Mut machen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 21. Juli 2006
14 Ostfriesen starten bei Deutscher Jugendmeisterschaft
Leichtathletik. Größte Titelchancen hat Hammerwerferin Mareike Nannen bei der B-Jugend

Ostfriesland
(ls). An diesem Wochenende stehen in Wattenscheid die Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Programm der
Leichtathleten. Mit dabei sind 14 Aktive aus fünf ostfriesischen Vereinen. Nicht dabei ist die größte ostfriesische Titelhoffnung:
Wie berichtet, hat Hammerwerferin Daniela Pohl vom SV. Holtland auf einen Start verzichtet. Die 19-Jährige beendete wenige Tage
vor der DM überraschend ihre Leistungssportkarriere.
Ihre Vereinkameradin Mareike Nannen geht im Hammerwurf der B Jugend aussichtsreich an den Start. Die 16-jährige, die bereits
im Februar den Titel bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften gewann, hat mit der besten Weite aller Teilnehmer gemeldet
und hat berechtigte Medaillenchancen. 400-m-Hürdenläuferin Anna Raukuc von der Emder LG, die bereits bei der DLV Junioren-
gala überzeugte, möchte das Finale der besten acht Läuferinnen erreichen und mit einer Bestzeit möglichst weit vorne landen. Sie
hat bei der B-Jugend mit der viertschnellsten Zeit gemeldet. Vereins- und Trainingskameradin Lena Schmitz hat ihre Meldung über
400 m und 400-m-Hürden abgegeben, wird sich voraussichtlich aber nur für einen der beiden Starts entscheiden. Auch der MTV
Aurich schickt zwei Athletinnen nach Wattenscheid. Ann-Christin Junker geht im Diskuswurf an den Start, Wiebke Bültena startet
über 800 m. Wie Junker gehört auch sie dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang an. Für beide gilt es, einen guten Wettkampf abzulief-
ern. Das erreichen der Finals wäre für beide ein Erfolg.
Das gilt auch für Jan-Gerhard Onken vom VfL Germania Leer. Der 18-jährige steht mit seiner 800-m- Bestzeit von 1:54,61 Minuten
im Mittelfeld der 48 Athleten umfassenden Meldeliste. Er möchte im Lohrheidestadion Bestzeit laufen. Das hat sich auch seine
Schwester Griet-Mara vorgenommen. Sie geht als eine der jüngsten Athletinnen bei ihrer ersten DM über 1500 m an den Start.
Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 1,73 m hat Hochspringerin Mareike Blum vom TV Norden die zweitbeste Vorleistung im
Feld der 13 Teilnehmerinnen. Sie könnte also für eine Überraschung sorgen. Die Starterinnen trennen allerdings nur wenige Zenti-
meter. Auch für Blum ist es der erste Auftritt bei einer DM. Zudem schickt der TVN eine 4x100-m-Staffel bei der männlichen
Jugend B an den Start. Dafür bereit stehen Arne Dittrich, Saarko Eilers, Dennis Nordmann, Erik Salzmann, Wilke Scheutwinkel
und Koord Weege.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 21. Juli 2006
Mareike Blum möchte bei der DM hoch hinaus
Norder Leichtathletik-Talent rechnet sich Chancen aus

Norden.
Lange ist es her, dass die Leichtathletik-Abteilung des Norder TV bei einer Deutschen Jugend-Meisterschaft eine weib-
liche Teilnehmerin an den Start schicken konnte. Morgen ist es wieder so weit: Wenn sich in Wattenscheid die Elite trifft, wird
Mareike Blum im Hochsprung der weiblichen Jugend B erstmals in ihrer noch jungen Karriere bei einer DM mitmischen.
Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Teilnahme stehen alles andere als schlecht. Denn die 15-Jährige ist in der Rangliste gut
platziert. Das 13-köpfige Teilnehmerfeld wird von Ricarda Möller (TuS Jena) angeführt, die mit 1,74 m notiert ist. Dahinter folgt
allerdings schon gemeinsam mit Marina Kortenbrock (SG Essen-Garthe) die Schülerin des Ulrich-Gymnasiums. Bei ihrem
Landesmeisterschafts-Sieg in Delmenhorst überquerte sie 1,73 m und stellte damit den 20 Jahre alten Bezirksrekord ein. “Viel-
leicht gelingt es Mareike, den Rekord endlich zu knacken”, hofft ihre Trainerin Tanja Davids auf einen erneuten Höhenflug ihres
Schützlings. Bereits heute Nachmittag machen sich Mareike Blum, die noch zum jüngeren B-Jugendjahrgang zählt, und ihre
Trainerin auf den Weg, um ausgeruht in den Wettkampf zu gehen, der morgen Vormittag um 11.10 Uhr beginnt. Das NTV-Talent
hat sich gewissenhaft auf die große Aufgabe vorbereitet. Bis zu fünf Trainingseinheiten standen wöchentlich auf dem Programm.
Den letzten Schliff holte sich Mareike Blum zudem in Hannover, wo ein viertägiger Lehrgang unter der Regie der Kadertrainerin
des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes auf dem Programm stand. Die Eindrücke vor dem Saisonhöhepunkt stimmen
Tanja Davids zuversichtlich: “Mareike ist gut drauf. Die Chancen auf eine vordere Platzierung sind vorhanden. Wichtig ist aber,
dass sie Erfahrungen sammelt.”   

STADER TAGEBLATT vom 21. Juli 2006
VfL-Mädchen verpassen das Double
Leichtathletik-Landesmeisterschaften im Vierkampf in Bremen: A-Schülerinnen des VfL Stade sind Vizemeister

Stade/Bemen
(st). Nur eine Woche nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft im Blockwettkampf traten die Leichtathletinnen
des VfL Stade in Bremen um ihren zweiten Mehrkampftitel an. Die beste Vierkampf-Mannschaft (100 m, Weitsprung, Kugelstoßen
und Hochsprung) der A-Schülerinnen wurde gesucht. Es wurde ein spannender Wettkampf zwischen den beiden momentan
besten Mehrkampfmannschaften Niedersachsens, Siebenkampmeister LG Grafschaft Bentheim gegen Fünfkampfmeister VfL
Stade. In der Vorwoche war man sich durch verschiedene Start-Orte noch aus dem Wege gegangen. Jetzt konnte es nur einen
Sieger geben. Und der heißt nach Addition der fünf besten Mädchen à vier Disziplinen mit denkbar knappen 79 Pünktchen Vor-
sprung Bentheim. Aber: Mit guten 9559 Punkten stellte der VfL Stade als Vizemeister den alten Bezirksrekord um mehr als 400
Punkte ein.
Normalerweise analysieren Trainer und Athletinnen nach so einem Wettkampf, wo denn die fehlenden Punkte liegen geblieben
sind. Diesmal nicht, denn Anna-Christina Dankers, Berenike Stehmann, Henriette Hennings, Anna Barnick und Finnja Zurek
hatten alle neue Vierkampf-Bestleistungen aufgestellt, mit tollen Einzelleistungen. Die deutliche Stader Führung nach dem Weit-
sprung glich Bentheim durch bessere Sprintzeiten aus. Der abschließende Hochsprung wurde dann spannend - auf hohem
Niveau. Bei exakt 1,48 m im Durchschnitt aller fünf Springerinnen blieben beide Teams gleichauf. Dabei hatte es unter der großen
Anzahl der Stader Mädchen während der Meisterschaft wieder einen ordentlichen vereinsinternen Wettkampf um die Besetzung
der ersten und zweiten Mannschaft (insgesamt auf dem 9. Platz) gegeben. Krankheit und Verletzungen verhinderten gar eine dritte
Mannschaft des VfL Stade in der Wertung.
Besonders bemerkenswert am Ergebnis war der Sprung der noch B-Schülerinnen Hennings und Zurek in die erste Mannschaft.
Das noch sehr junge Stader Team besitzt somit glänzende Perspektiven für die Zukunft. Fazit vom Abteilungsleiter Matthias
Meier: "Unsere beste Saison seit Jahren. Die kontinuierliche Aufbauarbeit mit starken Wettkampfmannschaften trägt Erfolge. Und
es kommen ja noch einige Höhepunkte in der Saison.

STADER TAGEBLATT vom 21. Juli 2006
Kreisathleten stellen sich der Konkurrenz
Deutsche Jugendmeisterschaften in Bochum: Acht Athleten aus dem Kreis Stade dabei

Kreis Stade
(st). Die Deutschen Jugendmeisterschaften in Bochum-Wattenscheid am kommenden Wochenende sind für die
Leichtathleten aus dem Kreis Stade eine große Herausforderung. Anna Klimek vom TSV Wiepenkathen hat sich für die 110 m-
Hürdenstrecke in der weiblichen Jugend A qualifiziert. Mit ihrer Zeit von 14,55 sec. liegt sie an elfter Stelle der deutschen Rang-
liste. Das Feld liegt eng zusammen, doch Anna kennt ihre Konkurrenz. Ihr Ziel: Der Zwischenlauf.
Speerwerfer Sascha Cordes (TSV Wieperikathen) belegt mit 68,18 m jetzt Rang acht der deutschen Bestenliste in der männlichen
Jugend A. Sein realistisches Ziel ist der Endkampf. Vereinskamerad Henning Mohr (mJB) hat Qualifikationen für den 100 m- und
den 200 m-Lauf zu bestreiten. Auf eine Teilnahme am 100 m-Sprint will er jedoch verzichten, um sich ganz auf die 200 m zu kon-
zentrieren. Da er mit einer Zeit von 22,16 sec. an sechster Stelle rangiert, stehen seine Chancen für den Endlauf recht gut. Trotz
Qualifikation für die 110 m Hürden und den Dreisprung verzichtet der zweifache deutsche Meister im Achtkampf, Mirko Bohmann
(TSV Wiepenkathen / mJB), wegen Terminüberschneidung auf eine Teilnahme und legt nun seinen Schwerpunkt erneut auf den
Mehrkampf.
Der TuS Grünendeich-Steinkirchen schickt Lisa Schröder im 100 m Hürden- und im 400 m Hürdenlauf ins Rennen. Die junge
Sportlerin startet in der weiblichen Jugend A. Inga Müller vom TuS Harsefeld ist für den 400 m Hürdenlauf der weiblichen Jugend B
gemeldet. Sie kann eine Zeit von 63,48 sec. vorweisen und will in den Endkampf.

ZEVENER ZEITUNG vom 21. Juli 2006
Kenneth Gerschler bei DM am Start

Zeven/Wattenscheid
(nb). Kenneth Gerschler vertritt heute bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Wattenscheid die
Farben der LAV Zeven. Über 3000 Meter will er - wie im Frühjahr bei den deutschen Crossmeisterschaften in Regensburg - bei der
Vergabe der Podiumsplätze ein Wörtchen mitreden. Qualifiziert hatte sich der Gnarrenburger für die Meisterschaften über 800,
1500 und 3000 Meter. Da jedoch alle drei Disziplinen heute in die Vorläufe gehen und das 3000-Meter-Finale ebenfalls heute in
zwei gesetzten Läufen ausgetragen wird, bleibt für Gerschler nur ein Start über die lange Distanz.    

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 22. Juli 2006
Triumph für Mareike Nannen bei der DM

Wattenscheid
(hk). Hammerwerferin Mareike Nannen vom SV Holtland ist Deutsche B-Jugendmeisterin. In einem sehr spannen-
den Wettkampf sicherte sich das 16-jährige Talent den Titel mit einer Weite von 52,04 Metern. Zweite wurde Gabi Wolfahrt (Unter-
lender LG) mit 51,04 Metern. “Das ist ein sehr schöner Erfolg”, freute sich Trainer Klaus Beyer. “Wir warten jetzt noch die Sieger-
ehrung ab, fahren dann nach Hause und werden ein bisschen feiern.
Im ersten Versuch hatte die Norddeutsche Meisterin mit 50,54 Metern die Führung übernommen. Doch im zweiten Versuch kon-
terte Gabi Wolfahrt (Unterlender LG) mit 51,07 Metern. “Das war für Mareike ganz ungewohnt”, sagte Klaus Beyer. “Erstmals lag
in einem Wettkampf eine Konkurrentin vor Mareike.” Doch die Athletin aus Kleinhesel legte nach. Im dritten Versuch warf sie deut-
lich über 51.Meter, trat aber leicht über. Im vierten Versuch gelang der Favoritin dann der Meisterwurf mit 52,04 Meter.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 22. Juli 2006
Ohmstede schon im Finale, Seeger will nachziehen

Wattenscheid
(cb). Bei der DM im Vorjahr standen sie gemeinsam im B-Jugend-Endlauf über 800 m, in diesem Jahr gehen sie
getrennte Wege: Die Leichtathletinnen Dörthe Ohmstede aus Holdorf und Lisa Seeger aus Elsten sind am Wochenende bei der
Deutschen Meisterschaft der A- und B-Jugend in Wattenscheid im Einsatz. Ohmstede, die in Hannover ein Sportinternat besucht,
hat gestern bei den B-Jugendlichen bereits das Finale über 400 m erreicht. Die 17-Jährige lief in 57,40 sec sowohl persönliche
Bestzeit (zuvor 57,73) als auch die viertbeste Vorlaufzeit. Im Endlauf heute Abend hat sie keinerlei Druck.
Lisa Seeger (17), parallel auch Fußballerin beim Regionalliga-Aufsteiger VfL Oythe, absolviert heute bei der A-Jugend ihren Vorlauf
über 800 m. Die letztjährige Deutsche B-Jugend-Meisterin ist diesmal Außenseiterin, sie hat aber große Ziele. Insgeheim hofft sie
auf einen Treppchenplatz. Und sie möchte die Norm für die Jugend-WM in Peking (2:06,50 min) packen. “Vielleicht klappt’s ja
noch”, so Seeger.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 22. Juli 2006
Jacqueline Margis gewinnt den Vierkampf in Bremen
Leichtathletik-Landesmeisterschaften: Jungenmannschaft belegt undankbaren vierten Platz

Da es in Niedersachsen keine Landesmeisterschaften mehr im Vierkampf-Schülerbereich gibt, öffneten die Bremer ihre Türen für
die Nachbarn und ließen sie an ihren Meisterschaften am Weserstadion teilnehmen. Die eindrucksvollste Leistung aller Peiner
Athleten erbrachte dort Jacqueline Margis. Auch wegen ihren Bestleistungen von 1,60m im Hochsprung und 4,88m im Weitsprung
gewann sie als A-Schülerin W14 mit 2076 Punkten die gesamte Konkurrenz aller Schülerinnen (W14 und 15), sowohl von Nieder-
sachsen als auch von Bremen. "Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Nur schade, dass ich keinen Wimpel bekomme, den gab’s
leider nur für einen Mannschaftssieg", sagte Jacqueline kurz nach der Siegerehrung.
Zwei Jungen- und eine Mädchenmannschaft der LG Peiner Land fuhren nach Bremen und bestritten dort ihren letzten Wettkampf
vor den großen Ferien. "Für meine Jungs ist es eine gute Wettkampf-Gelegenheit", erklärte Trainer Siggi Mildner aus Groß Ilsede.
"Daniel Klein und Mark Skamrahl waren lange verletzt und haben sich kaum in Wettbewerben mit anderen gemessen" Trotz der
großen Hitze kam es zu vielen erfreulichen Ergebnissen und Bestleistungen. Lars Thierse sprang über 1,48m hoch und stieß die
4-kg-Kugel auf 9,11m. Daniel Klein sprintete in 12,88s über die 100m und überquerte die Hochsprunglatte bei 1,51m. Jannis
Cramm lief die 100m in 13,05s und Mark Skamrahl erreichte im Kugelstoßen 9,06m. Lena Paetzold verbesserte ihre Weitsprung-
bestmarke auf 4,30m.
Ein Highlight am Rande der Meisterschaften war die Präsenz des sympathischen Ex-Fußballnationalspielers Dieter Eilts, der jetzt
die Nationalmannschaft der U 21 trainiert. Er begleitete seine Tochter Jule und gab den ganzen Tag über bereitwillig Autogramme
und Auskünfte.
Mannschaftsergebnisse:
1. Jungenteam/Platz 4 mit 8875 Pkt.: Daniel Klein 1871, Mark Skamrahl 1836, Lars Thierse 1748, Alexander Kühn 1732 Pkt.,
Alexander Krause 1688.
2. Jungenmannschaft Platz 7 (7939): Jannis Cramm 1677., Thomas Pfitzner, Karsten Mühr, Niklas Bauer 1583, Jan Riechelmann
1441.
Schülerinnen A/Platz 10 (8397): Jacqueline Margis 2076 Pkt., Lena Paetzold 1618, Julia Kobbe 1714., Luisa Grete 1515, Stefanie
Behling 1474. (mil)

KURIER AM SONNTAG (Weser Kurier) vom 23. Juli 2006
Pantke als jüngste Läuferin Siebte
Bremer Athleten bei Jugend-DM stark

Bremen
(fea). Mit einer ganzen Reihe guter Platzierungen haben die Aktiven des Bremer Leichtathletikverbandes zum Auftakt der
Jugend-DM in Bochum-Wattenscheid auf sich aufmerksam gemacht. Besonders gut schlug sich die 400-Meter-Läuferin Anne-
marie Pantke vom VfB Komet. Als 1991 geborene Athletin eigentlich noch zu den Schülerinnen zählend, lief sie bei den B-Jugend-
lichen in der persönlichen Bestzeit von 57,79 Sekunden bis in den Endlauf und bestätigte ihre Leistung dort mit dem siebten Platz.
"Eine hervorragende Leistung. Das ist ein Riesenerfolg", lobte der Bremer Landestrainer Jens Ellrott. Ebenfalls vorn mit dabei war
Pantkes Vereinskamerad Eugen Wisotzki. Der Dreispringer kam mit 14,49 Metern bei den A-Junioren auf den fünften Rang. Be-
merkenswert schlug sich auch 3000-Meter-Läuferin Schoami Bieser (SG Findorff), die in 10:09,13 Minuten in der B-Konkurrenz
den fünften Platz belegte.
Unter Rekordverdacht stand sogar Julian Geißhirt (Komet), der im 400-Meter-Vorlauf mit exakt 48 Sekunden den seit 40 Jahren
bestehenden Landesrekord geknackt haben könnte. Eine Bestätigung stand bis gestern Abend aber noch aus. (Anmerkung Web-
master: Ist kein Landesrekord)

Presseinformation vom 23. Juli 2006 (Von Markus Steinbrück)
Paul Dittmer wird Deutscher Jugendmeister
DM-Bronze für Sören Ludolph und Vivien Tiedemann

Hanstedt/Winsen.
Die Fahrkarte zu den Junioren-Weltmeisterschaften vom 15. bis 20. August in Peking hatte sich Paul Dittmer
vom MTV Hanstedt bereits in den vergangenen Wochen gesichert. An diesem Wochenende fügte der 19-jährige Hanstedter seiner
tollen Saison nun einen großen Titel hinzu. In Bochum-Wattenscheid wurde der Schützling von Trainer Wolfgang Striezel Deutsch-
er Jugendmeister über 110-Meter-Hürden der männlichen Jugend A. Dies ist der zweite nationale Meistertitel für den sympathisch-
en Hürdensprinter, der vor zwei Jahren bereits bei der B-Jugend über 110-Meter-Hürden gesiegt hatte.
In Wattenscheid unterstrich der Hanstedter über die A-Jugend-Hürden seine Ausnahmestellung. Nach 14,13 sec im Vorlauf und
14,06 sec im Zwischenlauf steigerte sich Dittmer im Endlauf trotz leichten Gegenwindes auf die persönliche Bestzeit von 13,83
sec. Seinen Dauerrivalen Erik Balnuweit (TuS Jena/13,98 sec), der an der siebten Hürde in Führung lag, verwies Dittmer mit einem
fulminanten Schlussspurt noch klar in die Schranken. Balnuweit wird in Peking gemeinsam mit Dittmer die deutschen Farben ver-
treten. Mit seiner Siegerzeit schrammte der neue deutsche Jugendmeister aus Hanstedt nur knapp am Niedersachsenrekord von
Dennis Griese (LG Nordheide/13,81 sec) aus dem Jahre 1995 vorbei.
Mit tollen Leistungen beeindruckten in Wattenscheid auch die Jugendlichen der LG Nordheide. Vier von sechs LG-Startern er-
reichten die Endläufe. Sören Ludolph und Vivien Tiedemann gewannen jeweils Bronze, die B-Jugendliche Jana Sussmann wurde
Vierte und Klaudia Neubauer Siebte. Sören Ludolph stellte sich als deutscher B-Jugendmeister 2005 der 800-Meter-Konkurrenz
bei der männlichen Jugend A. Mit dem dritten Platz hinter den im Saisonverlauf überragenden Robin Schembera (TSV Bayer 04
Leverkusen) und Sebastian Keiner (LC Erfurt) durfte der 18-Jährige aus Amelinghausen mehr als zufrieden sein. Schembera und
Keiner waren Anfang Juli unter 1:48 min gelaufen. Ludolphs Kreisrekord steht bei 1:50,84 min. Im Endlauf am Sonntag in Watten-
scheid war der Abstand wesentlich knapper. Sören Ludolph rannte die 800 Meter in 1:52,52 min und blieb nur um drei Zehntelse-
kunden hinter Vizemeister Keiner zurück.
Bei tropischen Außentemperaturen von 34 Grad im Schatten war es Vivien Tiedemann (LG Nordheide) sehr recht, dass die Vor-
läufe über 1500 Meter abgesagt wurden. So konnte die 18-Jährige, die vor Jahresfrist Sechste in der B-Jugend geworden war, alle
Kräfte für den Endlauf bündeln. Hier gewann die am Sportinternat Hannover lebende und trainierende Tiedemann in 4:35,41 min
überraschend die Bronzemedaille. Die beiden Erstplatzierten hatten mehr als zehn Sekunden Vorsprung. Sie rücken im komm-
enden Jahr allerdings in die Frauenklasse auf. Die 15-Jährige Jana Sussmann aus Winsen-Tönnhausen hatte sich als Siegerin
ihres Vorlaufs (2:12,10 min) für den 800-Meter-Endlauf der weiblichen Jugend B qualifiziert. Hier erreichte der Schützling von
Nordheide-Trainer Gerd Prüsmann den hervorragenden vierten Platz. Sussmann schrammte in 2:11,03 min knapp an ihrer Bestzeit
vorbei. Dicht hinter ihr stürmten drei weitere Läuferinnen innerhalb von lediglich zwölf Hundertsteln über die Ziellinie. Als Belohnung
wurde Sussmann vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zu einem U-18-Länderkampf am 5. und 6. August im polnischen
Stettin gegen Polen eingeladen. Es wird der erste Auftritt der talentierten Mittelstrecklerin im Nationaltrikot sein.
Weitere Ergebnisse: Weibliche Jugend A: 800 Meter: 7. Klaudia Neubauer 2:10,24 min; 14. Corinna Hinck 2:16,67 min. Männliche
Jugend A: 800 Meter: 29. Nils Lasse Gutzeit (alle LG Nordheide) 1:58,12 min.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Wolfsburg) vom 24. Juli 2006
Staffel-Panne: Final-Träume geplatzt
Leichtathletik: Athleten des VfL Wolfsburg schaffen es bei der Deutschen Jugendmeisterschaft nicht nach vorn

Von Johannes Hammling

Wolfsburg. Der Traum vom Finale mit der 4×100-Meter-Staffel der weiblichen A-Jugend platzte für den VfL Wolfsburg beim letzten
Wechsel. Der Staffelstab wurde nicht innerhalb der vorgeschriebenen Wechselzone übergeben. Die Wettkampfrichter der
Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaft in Wattenscheid disqualifizierten die VfL-Riege. Das Quartett um Rhea Riemke,
Karen Piel, Laura Schubert und Lena Hientz galt im Vorfeld als größte Wolfsburger Hoffnung. Diesen Eindruck schienen sie in
ihrem Vorlauf auch zu bestätigen und liefen eine exzellente Zeit, mit der sie sicher im Finale dabei gewesen wären. Erst im Nach-
hinein stellte sich heraus, dass sie den letzten Wechsel nicht regelkonform ausgeführt hatten. Hientz hatte den Staffelstab nicht
früh genug an Laura Schubert weitergereicht, so dass dieser erst 20 Zentimeter hinter der Wechselzone übergeben worden war.
Die Panne des Pechvogel-Duos ist laut Coach vom Rest des Staffelteams sehr professionell verarbeitet worden. "Dieser Fehler
hätte jedem passieren können. Sie mussten das hohe Risiko gehen, um die Mannschaft ins Finale zu bringen", sagt Trainer Horst
Beneke. Die Leistungsdichte in dieser Disziplin sei so hoch, dass man keine Zehntelsekunde verschenken dürfe.
Gar Hundertstelsekunden wurden der B-Jugendlichen Karen Piel zum Verhängnis. Sie verursachte in ihrem Vorlauf über 100 Meter
den zweiten Fehlstart, der die sofortige Disqualifikation bedeutete. Auch Laura Schubert (A-Jugend) erreichte über 400 Meter
Hürden ihr Ziel, die Qualifikation für die Deutschen Juniorenmeisterschaften, nicht. Ihr Trainer bewertet ihre Zeit von 64,06 Sekund-
en und den damit verbundenen 15. Platz dennoch als positiv.
Der B-Jugendliche Alexander Krenz, der erst vor einem Jahr vom Zehnkampf zu den 800 Metern gewechselt war, zeigte in 1:58,01
Minuten ebenfalls eine ansprechende Leistung. "Er hat auf dieser Distanz noch nicht die nötige Erfahrung, um vorne mitlaufen zu
können", berichtet Beneke. Auch mit der Leistung von Lena Hientz über 100 Meter Hürden (14,74 Sekunden), die normalerweise
im Siebenkampf startet, war Beneke durchaus einverstanden: "Lena blieb nur unwesentlich über ihrer persönlichen Bestzeit." Die
A-Jugendliche Julia Bischoff landete im Hammerwerfen mit 39,60 Metern auf Platz 13. Das sei nach Angaben ihres Trainers kein
gutes Ergebnis: "Wir wissen alle, dass sie eigentlich viel mehr kann." Keine Überraschung war, dass die Wolfsburger 4×100-
Meter-Staffel der männlichen A-Jugend im Vorlauf ausschied. In der Besetzung Max Tuchan, Alan Preuß, Thomas Günterberg und
Alexander Krenz lief der VfL 44,43 Sekunden. Abschließend bilanzierte der Coach, dass für alle VfL-Athleten bereits die Teil-
nahme in Wattenscheid ein großer Erfolg gewesen sei. "Mit Ausnahme der Disqualifikationen kann man von einem durchaus er-
folgreichen Wettkampf sprechen."

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 24. Juli 2006
Als vorne die Post abging, war’s vorbei
Jugend-DM: Lisa Seeger Vierte über 800 m, Dörthe Ohmstede Sechste über 400 m

Wattenscheid
(cb). Sie hatte auf erneutes Edelmetall und ein Ticket für die U-20-Weltmeisterschaft in Peking gehofft, doch das
Tempo im Endlauf war brutal hoch - zu hoch. Leichtathletin Lisa Seeger aus Elsten bei Bakum hat bei den Deutschen Jugend-
meisterschaften in Wattenscheid den vierten Platz über 800 m der A-Jugend belegt. Immerhin: Die 17-Jährige, parallel auch Fuß-
ballerin beim VfL Oythe, lief in 2:08,33 sec eine neue persönliche Bestzeit. Zur Peking-Norm (2:06,50) fehlte jedoch einiges,
Bronze verpasste sie um 59 Hundertstelsekunden. Die Holdorferin Dörthe Ohmstede (auch 17 Jahre) belegte indes in der B-
Jugend den guten sechsten Platz über 400 m. Seeger, im Vorjahr Deutsche B-Jugend-Meisterin über 800 m, wurde gestern im
Endlauf vom schnellen Anfangstempo überrascht. Diana Dienel, die Dritte wurde, gab sofort Gas, um ihre Peking-Chance zu
wahren. “Die ersten 400 m waren verdammt schnell. Das passte gar nicht zu meiner Taktik. Eigentlich wollte ich von vorne laufen”,
so Seeger. Sie fiel auf den vorletzten Platz zurück, preschte aber mit einem starken Endspurt (“Da waren die Beine wieder locker”)
noch auf Rang vier vor. Deutsche Meisterin wurde die hohe Favoritin Annett Horna.
Die Jahrgangsbeste (in 2:03,93) von Bayer Leverkusen, vor einer Woche in Ulm DM-Dritte bei den Damen, siegte in 2:06,09 vor
Anne Kesselring (Katzwang/2:07,15). Beide fahren nach Peking, während Seeger morgen in die Saisonvorbereitung des Regional-
liga-Aufsteigers Oythe einsteigt. Dörthe Ohmstede war mit ihrem Abschneiden im Lohrheidestadion, wo sie im Vorjahr mit der
3 x 800-m-Staffel ihres Klubs LG Emstal Dörpen den DM-Vizetitel geholt und den größten Erfolg ihrer jungen Leichtathletik-
Karriere gefeiert hatte, zufrieden. “Zwei neue Bestzeiten, das ist okay”, erklärte sie. Ihre alte Bestmarke über 400 m (57,73 sec)
hatte die junge Holdorferin zunächst im Vorlauf verbessert (57,45), im Endlauf am Samstagnachmittag gelang der Schülerin vom
Humboldt-Sportgymnasium in Hannover dann eine Zeit von 57,30 sec. “Ich wäre gerne eine 56er Zeit gelaufen, aber ich bin das
Rennen leider etwas zu langsam angegangen”, sagte Ohmstede, die bei der DM 2005 zusammen mit Seeger über 800 m ge-
startet war (7. Platz). Deutsche Meisterin über 400 m wurde Lena Schmidt (LG Hilden) in 54,43 sec. Auch Ohmstede ging nicht
leer aus. Der DLV nominierte sie für die 4 x 400-m-Staffel beim Internationalen Meeting in Zittau (6. bis 8. August).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 24. Juli 2006
Mareike Blum springt mit Ossi-Rekord zum Titel
Leichtathletik: 15-Jährige aus Norden ist Deutsche Meisterin

Wattenscheid.
Die ostfriesischen Nachwuchs-Leichtathleten sorgten am Wochenende bei den Deutschen Jugend-Meister-
schaften in Wattenscheid für Aufsehen. Nach dem Gold für Hammerwerferin Mareike Nannen (SV Holtland) am Freitag, gewann
gestern Hochspringerin Mareike Blum vom TV Norden den Titel bei der weiblichen Jugend B. Die 15-Jährige, die noch dem jüng-
eren B-Jugend Jahrgang angehört, steigerte sich auf einen neuen Ostfriesland-Rekord von 1,77 Meter. Dabei hatte die Ostfriesin
den Wettkampf spannend gemacht. Sie überwand die Höhe von 1,68.Metern erst im dritten Versuch, ehe sie dann 1,71 / 1,74 und
1,77 direkt im ersten Versuch schaffte. “In der Woche vor den Deutschen Meisterschaften habe ich noch einmal am Anlauf ge-
arbeitet”, sagte Mareike Blum, die sich riesig über ihren Titel freute. “Ich hatte im Vorfeld ein paar Probleme. Wegen einer Muskel-
verhärtung bin ich mit einem Tape gesprungen. Das sollte die Durchblutung fördern. Ich brauche immer ein paar Sprünge, um in
den Wettkampf zu kommen. Die Anfangshöhe mit 1,60 Meter war für mich schon recht hoch. Dann ging es aber immer besser.
Ich bin die wichtigen Höhen im ersten Versuch gesprungen. Bei der Stimmung war es toll zu springen.”
Für die ostfriesischen Leichtathleten begannen die Titelkämpfe bereits am Freitag mit einem Triumph. Wie berichtet, sicherte sich
Hammerwerferin Mareike Nannen vom SV Holtland die Deutsche B-Jugendmeisterschaft. Das 16-jährige Talent gewann den Wett-
kampf mit einer Weite von 52,04 Metern. Anna Raukuc von der Emder LG erreichte das Finale über 400-Meter-Hürden und landete
im Feld der besten acht Athletinnen auf Rang sechs. Die 16-jährige, die noch dem jüngeren Jahrgang der B-Jugend angehört, kam
nach 61,87.Sekunden ins Ziel. Sie qualifizierte sich als Siegerin des vierten von sechs Vorläufen für den A-Endlauf. Den Vorlauf
hatte sie locker und mit großem Abstand in 62,69 Sekunden gewonnen.
Im Finale über 800 m der weiblichen Jugend A kam Wiebke Bültena vom MTV Aurich auf Rang neun. Mit einer neuen persönlichen
Bestzeit von 2:11,76 Minuten verbesserte sich die Ostfriesin gleich um über 1,5 Sekunden. Im Vorlauf wurde sie Vierte in 2:13,61
Minuten und verfehlte schon dort ihre alte Bestzeit (2:13,28 Minuten) nur knapp. Eine Medaille knapp verpasst hat Diskuswerferin
Ann-Christin Junker vom MTV Aurich, die mit einer Bestleistung von 41,58 Metern ins Lohrheidestadion gereist war. Sie steigerte
sich im ersten Versuch der Konkurrenz der weiblichen Jugend A auf 44,29 Meter. Mit dieser Weite landete sie am Ende über-
raschend auf Platz vier. Zur Bronzemedaille.fehlten der 18-Jährigen 68.Zentimeter. Weitere Ergebnisse der anderen ostfriesischen
Leichtathleten bei der DM folgen in einer unserer nächsten Ausgaben.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 24. Juli 2006
Mareike Blum glänzt als Deutsche Meisterin
Mit neuem Ostfrieslandrekord springt Norderin zum Sieg

Wattenscheid
(bup). Deutschlands beste Hochspringerin des Jahres 2006 in der weiblichen Jugend B heißt Mareike Blum und
kommt vom Norder TV. Nach dem bisher größten Satz in ihrer noch jungen Karriere folgte ein emotionaler Höhenflug für die erst
15-jährige Schülerin. Als die Deutsche Meisterin Mareike Blum bei der Siegerehrung im Wattenscheider Lorheide Stadion das
oberste Podest erklomm, war die NTV-Athletin im Moment ihres größten Triumphes überwältigt: “Es war toll, einfach unbeschreib-
lich. Man realisiert erst nach und nach, was da mit einem passiert ist”, freute sich die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin.
Mit der Siegerhöhe von 1,77 m sorgte Mareike Blum nicht nur für einen neuen Ostfrieslandrekord, sondern schaffte auch den
Sprung in die Top-Ten der deutschen Rangliste. Als sie mit 1,73 m in Delmenhorst die Landesmeisterschaft gewann, sorgte
Mareike Blum bereits für Furore. Mit der zweitbesten Vorleistung des 13-köpfigen Teilnehmerfeldes ging sie somit nicht ohne
Chancen bei der 65. Deutschen Jugendmeisterschaft an den Start. Dass sie bei ihrer Premiere allerdings für einen solchen
Paukenschlag sorgte, überraschte auch die junge Norderin: “Eigentlich war es schon toll, überhaupt dabei zu sein. Ich wollte ein-
fach gut springen und Erfahrungen sammeln.” Und plötzlich stand sie im Mittelpunkt des Geschehens, war von Fotografen um-
ringt, gab Interviews und erhielt viele Gratulationen - auch die Nachbarn in Norden hießen die neue Deutsche Meisterin Mareike
Blum mit einem Blumengruß willkommen.
Geschlagen geben musste sich mit Ricarda Möller vom TuS Jena die Favoritin, die 1,74 m erzielte. Bernadette Ruf vom TSV
Mindelheim als Drittplatzierte mit 1,68 m ließ Mareike Blum klar hinter sich. Während für den Großteil der Konkurrenz die DM bei
diesen 168 Zentimetern beendet war, drehte die Norderin erst richtig auf. Wegen einer Muskelverhärtung startete sie mit einem
Tapeverband. Weniger die Verletzung als vielmehr Anlaufprobleme machten ihr zwischenzeitlich das Leben schwer. 1,60 m und
1,64 m meisterte sie jeweils im ersten Versuch. Allein bei 1,68 m wurde es auch bei Mareike Blum kribbelig. Nach zwei knappen
Fehlversuchen galt es. Ein wichtiger Moment: “Erst da habe ich richtig kapiert, wie schnell alles vorbei sein kann. Ich wollte es
aber unbedingt schaffen.” Die Norderin lässt sich von der tollen Stimmung im Stadion weiter antreiben und springt sauber über die
Latte. Ihre Trainerinnen Tanja Davids und Karin Heyken sind begeistert: “Es ist unglaublich, aber Mareike lässt sich durch nichts
aus der Ruhe bringen.” Von da an springen nur noch zwei um den Titel. Doch während sich bei Ricarda Möller weitere Fehlver-
suche einschleichen, bewältigt Mareike Blum auch die 1,71 m und 1,74 m souverän. Die Siegerhöhe von 1,77 m als neuen Be-
zirksrekord meistert allein die Deutsche Meisterin Mareike Blum - wieder im ersten Versuch. Danach wird gejubelt. Ihre Eltern
gehören zu den ersten Gratulanten. Und als Extrabonus erhält die Norderin eine Einladung zum Länderkampf gegen Polen.

ACHIMER KURIER / VERDENER NACHRICHTEN vom 24. Juli 2006
Auf dem letzten Kilometer noch auf den fünften Platz gesprintet
Geronimo von Wartburg: Kluge Lauftaktik im 5000-Meter-Rennen

Von unserem Mitarbeiter Helmut Behrmann

Verden-Achim. Mit guten Leistungen und Platzierungen präsentierten sich die drei Teilnehmer der LG Kreis Verden am Wochen-
ende in Wattenscheid bei der deutschen Jugendmeisterschaft der A- und B-Jugend. Ganz weit vorn auf Rang fünf landete
Geronimo von Wartburg (Verden) im 5000-Meter-Rennen der A-Jugend, bei der weiblichen A-Jugend spang Hochspringerin Lisa
Schulz auf den zehnten Platz, und als Zwölfte im 3000-Meter-Rennen der B-Jugend gefiel auch Katharina Biene (beide Etelsen).
Nach einer unerkannten Infektion hatte Geronimo von Wartburg im Mai und Juni nicht die erwarteten Ergebnisse zeigen können,
doch in Wattenscheid gelang trotz Trainingsrückstand ein starkes Rennen. Bei immer noch brütender Hitze traten am Freitag-
abend 20 Läufer an. Taktisch klug hielt sich der Verdener lange an Position acht, wurde auf dem letzten Kilometer aktiver und er-
kämpfte sich schließlich mit 15:05,00 Minuten den fünften Rang. Unter besseren Bedingungen war er im September 2005 mit
15:03,2 Minuten schon einmal etwas schneller, nun sollte bei den noch anstehenden Herbstwettkämpfen nicht nur über 5000
Meter eine deutliche Verbesserung der Bestzeit möglich sein. In Wattenscheid gewann das Rennen ein gebürtiger Äthiopier, bei
dessen Anblick viele Anwesende Zweifel hatten, ob das angegebenen Geburtsjahr 1987 stimmt. Die Ränge zwei bis acht belegten
nur Läufer des jüngeren A-Jugendjahrgangs 1988, die auch 2007 wieder aufeinandertreffen werden.
Die beiden Etelser Mädchen hatten sich erstmals für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert. Erst eine Woche zuvor hatte Lisa
Schulz den Ernstfall mit der bis dahin ungewohnten Anfangshöhe von 1,60 Meter erfolgreich geprobt. Diese Höhe übersprang sie
in Wattenscheid ebenso im ersten Versuch wie die anschließenden 1,65 Meter. An den folgenden 1,70 Meter scheiterte sie
wegen einiger technischer Unsicherheiten, doch das reichte schon zum zehnten Rang unter 14 angetretenen Springerinnen.
Kurz vor Geronimo von Wartburgs 5000 m-Rennen traten am Freitagabend 13 Läuferinnen zur 3000 m-Entscheidung der weib-
lichen Jugend B an. Viele hatten es wegen der großen Hitze vorgezogen, auf diese Strecke zu verzichten und die 1500 Meter zu
laufen. In ihrem zweiten Rennen über diese Strecke blieb die Etelserin Katharina Biene mit 11:05,17 Minuten nach zu langsamem
zweiten Kilometer um runde 20 Sekunden hinter ihrer Bestzeit, ließ aber als Zwölfte eine Konkurrentin hinter sich und sammelte
wichtige Erfahrungen für 2007, wenn sie immer noch in der B-Jugend startberechtigt sein wird. Katharina Bienes Leistung ist umso
höher einzuschätzen, wenn man die Unsicherheit kennt, die sie bis wenige Tage vor dem Rennen begleitete. Sie ist Asthmatikerin
und auf ein Spray angewiesen, das kurz vor einem Rennen angewendet die Atemwege frei macht. Dieses Mittel steht aber auf der
Verbotsliste der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). So sind auch zwei schwächere Ergebnisse vorhergehender Wettkämpfe
erklärlich, bei denen auf das Spray verzichtet wurde. Nachdem bekannt geworden war, das das Mittel auf der Liste steht, wurde
mit tatkräftiger Unterstützung ihres Arztes ein Antrag auf medizinische Ausnahmegenehmigung bei der NADA gestellt, von der
schließlich drei Tage vor der Jugendmeisterschaft die Genehmigung eintraf.

NORDWEST ZEITUNG vom 24. Juli 2006
Lisa Seeger verfehlt Podestplatz um Haaresbreite
Leichtathletik: Starter aus Kreis Cloppenburg bei DM in Wattenscheid ohne Glück - Zwei vierte Ränge

Von Bodo Tarow
Wattenscheid. Auch wenn es zu Medaillen nicht ganz reichte: Die drei Starter aus dem Kreis Cloppenburg - Lisa Seeger, Marina
Kortenbrock und Jens Nerkamp - haben sich am Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften der A- und B-
Jugend in Wattenscheid beachtlich geschlagen. Die 17-jährige Elstenerin Lisa Seeger rannte über 800 Meter bei den A-Jugend-
lichen auf einen guten vierten Rang. Dabei verbesserte sie bei kaum erträglichen Temperaturen ihre persönliche Bestzeit um drei
Zehntel Sekunden auf 2:08,33 Minuten. Nachdem sich die für die SG Essen-Garthe-Molbergen startende Topläuferin am Sonn-
abend als Dritte des Vorlaufs locker für das Finale qualifiziert hatte, riss gestern im Endlauf das Feld schnell auseinander. Souver-
äne Meisterin wurde Annett Horna (Leverkusen) in einer Zeit von 2:06,09 Minuten vor der B-Jugendlichen Anne Kesselring
(2:07,15; Katzwang) und Diana Dienel (2:07,74; Pirna). Dank eines furiosen Endspurts ab der 600-Meter-Marke hätte Seeger
Dienel fast noch abgefangen.
Ebenfalls Platz vier gab es am Sonnabend bei den B-Jugendlichen für Seegers Teamkollegin Marina Kortenbrock im Hochsprung.
Die Essenerin, die unlängst mit 1,73 Meter eine neue Bestleistung aufgestellt hatte, scheiterte nach übersprungenen 1,68 Meter
an der Höhe von 1,71 Meter. Siegerin wurde Mareike Blum vom TV Norden, die bislang mit Kortenbrock die niedersächsische
Jahresbestenliste anführte und mit übersprungenen 1,77 Meter ein echtes Glanzlicht setzte.
Der für den BV Garrel startende Jens Nerkamp erreichte am Freitag über 3000 Meter den 17. Platz. Trotz großer Hitze kam er
nach 9:07,53 Minuten ins Ziel und knackte damit fast seine Bestzeit. Im Hochsprung der A-Jugendlichen erreichte der früher für
die SG Essen-Garthe-Molbergen und inzwischen für die LG Hannover startende Jan Hentel mit übersprungenen 2,07 Metern den
vierten Platz.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 25. Juli 2006
Duo zum Länderkampf

Wattenscheid
(um). Ein Titel blieb dem emsländischen Leichtathletik-Nachwuchs bei den deutschen Meisterschaften in
Bochum-Wattenscheid verwehrt. Aber die A-Jugendliche Cornelia Schwennen (Conc. Emsbüren) und die B-Jugendliche Karina
Hunfeld (LG Emstal Dörpen) sicherten sich jeweils eine Silbermedaille. Karina und ihre Teamgefährtin Dörthe Ohmstede wurden
gemeinsam für den U18-Länderkampf in knapp zwei Wochen in Zittau nominiert. Cornelia Schwennen musste sich über 1500 m
erst im Schlussspurt geschlagen geben. Sie verpasste in 4:24,20 Minuten die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im August in
Peking. Die Emsbürenerin erntete für ihren couragierten Auftritt aber Lob von den Bundestrainern. Zufrieden registrierte Heimcoach
Ludger Fehren, dass das Talent von Bundestrainerin Beate Konrad für den B-Kader des Deutsche Leichtathletik-Verbandes vor-
geschlagen wurde.
Aufgefallen sind in Wattenscheid auch die 400-m-Läuferinnen der LG Emstal Dörpen. Karina Hunfeld verbesserte sich um rund
eine Sekunde auf 55,59 Sekunden. Karina musste sich nur der bereits im Vorfeld für die WM nominierten Lena Schmidt aus
Hilden um knapp eine Sekunde geschlagen geben. Die Emsländerin wird in Zittau in der Einzeldisziplin starten. Mannschafts-
kollegin Dörthe Ohmstede belegte in 57,30 Sekunden einen guten Platz und durfte sich ebenfalls über eine Einladung nach Zittau
freuen. Sie startet dort in der Staffel. "Wann werden schon einmal zwei Sportlerinnen aus einem Verein für einen Länderkampf
nominiert?", lachte Trainer Arno Kosmider.
Der Coach hatte Sadik Klingenberg, der den 1500-m-Vorlauf in 4:04 Minuten gewann, durchaus eine Medaille zugetraut. Doch in
dem unruhigen Endlauf ließ sich der 17-jährige B-Jugendliche zunächst ins Mittelfeld drängen, dann ging er nach einer Rempelei
zu Boden, schlug mit dem Kopf an die Bahnumrandung, stand sofort auf, fand Anschluss und belegte einen unter diesen Um-
ständen ordentlichen sechsten Rang. Theresa Hermes (LG Emstal Dörpen) kam trotz muskulärer Probleme im Vorfeld über 200 m
in den A-Endlauf. Dort belegte die B-Jugendliche in 24,96 Sekunden einen guten fünften Rang. Mareen Stroeve (Emstal Dörpen)
scheiterte über 1500 m nach einer kurzfristigen Erkrankung im Vorlauf.
Stephan Röttger (VfL Lingen/A-Jugend) erreichte zweimal den Endlauf. Über 200 m erreichte er in 21,86 Sekunden den vierten
Platz und bestätigte seinen Erfolg über 200 m bei den Hallenmeisterschaften im Winter (4.). Über 100 erzielte er im Zwischenlauf
mit 10,81 eine neue persönliche Bestleistung. Im Endlauf blieb nach einem misslungenen Start nur der achte Platz (10,99). Daniel
Gruber (Conc. Emsbüren) kam über die 800 m nicht über den Vorlauf hinaus (1:57,80). Jens Kösters, B-Jugendlicher der LG
Papenburg-Aschendorf, blieb über 110 m Hürden wegen einer leichten Fußverletzung mit 14,98 Sekunden als Fünfter im Vorlauf
auf der Strecke. Mit seiner diesjährigen Bestzeit (14,38) hätte er um Silber oder Bronze laufen können.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 24. Juli 2006
Der Konkurrenz enteilt
400-Meter-Läufer der LG Peiner Land für Nationalstaffel vorgeschlagen

Von Jörg David

Den begehrten Staffelplatz hat sich Sebastian Fiene mit beeindruckender Konstanz erkämpft. Das hat Bundestrainer Marco Klein-
steuber mit Fienes Nominierung anerkannt: "Er ist aber auch vom Charakter einer, den wir für die Staffel gebrauchen können."
Allerdings ist noch nicht sicher, ob überhaupt eine 4x400-Meter-Staffel des Deutschen Leichtathletik Verbands für die Junioren-
Weltmeisterschaft in Peking gemeldet wird. Diese Entscheidung fällt heute Vormittag. Als der neue Deutsche B-Jugendmeister
über 400m auf die Stoppuhren im Wattenscheider Lohrheide-Stadion blickte, war der erst 17-jährige Fiene indes zunächst unzu-
frieden. Da leuchtete sein Name zwar als Erster auf, doch die Zeit von 48,31 sec. war eigentlich weniger zufriedenstellend: "Ich
wollte unter 48 Sekunden laufen, um mich für die Staffel in Peking zu empfehlen." Erst die mitgereisten Familienangehörigen des
Hohenhamelners überzeugten ihn davon, dass er eine glänzende Vorstellung geboten hatte. Immerhin sieben Meter Vorsprung
dürften es auf den Zweitplatzierten gewesen sein.
Fiene in einer ersten Stellungnahme zum Rennen: "Ich bin die ersten 100 Meter schnell angegangen. Nach 200 Metern habe ich
schon gewusst: Wenn ich durchziehe gewinne ich auch." Auf Bahn vier lauernd, hatte der Schüler am Sport-Internat Hannover
schon auf der ersten Gerade die Kurven-Vorgabe seiner Konkurrenten kassiert. Danach war es ein einsames Rennen an der
Spitze: Nur Fiene gegen die Uhr. Stilistisch einwandfrei laufend, hätte der Youngster sicher bei entsprechender Konkurrenz noch
zulegen können. "Jetzt muss ich abwarten, was die A-Jugend macht."
Wie gut seine Zeit bei drückenden Wetterbedingungen gewesen ist zeigte sich beim A-Jugendfinale über 400 Meter: Nur Meister
Quentin Seigel (Offenburg/47,51) und Eric Krüger (Dresdner SC/47,53) waren da schneller als Fiene. Der hätte im älteren Jahrgang
gleichauf mit Andreas Griess (Kevelaerer SV/48,31) und seinem Bremer Kumpel Julian Geißhirt (48,44) um Bronze gekämpft.
Hallenmeister Manuel Ilg vom TSV Hüttlingen schonte sich sogar zu sehr und verpasste das Finale mit 48,81 sek. War Fiene vor
dem 400-Meter-Rennen noch ungewohnt nervös, so ging er die 200 Meter zumindest im Endlauf trotz schwerer Beine ganz ent-
spannt an. Den erhofften Platz auf dem Treppchen verpasste er als Vierter nur um 8 Hundertstel.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten hielt sich derweil Fienes Vereinsgefährte Thorsten Margis. Der hat seinen Saison-Höhepunkt
eben erst im September bei der Mehrkampf-DM. So war es nicht verwunderlich, dass Margis über 100 Meter wie schon im Weit-
sprung am Freitag im Vorkampf ausschied.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. Juli 2006
Erfolgreich wie seit Jahren nicht
Leichtathletik: Ostfriesen überzeugten bei der Jugend-DM

Wattenscheid
(ls). Etliche gute Platzierungen brachten ostfriesische Leichtathleten am vergangenen Wochenende von den
Deutschen Jugendmeisterschaften aus Wattenscheid zurück. Mit zwei Titeln und vier weiteren Finalplätzen waren die Ostfriesen
so erfolgreich wie seit Jahren nicht. Neben den bereits erwähnten Resultaten gab es noch eine weitere Finalplatzierung. Jan-Ger-
hard Onken (Germania Leer) sorgte über 800 Meter für den unerwarteten Endlauf-Einzug. Der vom SV Warsingsfehn zum VfL ge-
wechselte A-Jugendliche qualifizierte sich als Vierter seines Vorlaufes mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:54,49 Minuten.
Im Finale belegte er Platz acht (1:54,79 Minuten).
Neben den Endkampfplatzierungen gingen noch weitere ostfriesische Athleten bei der Jugend-DM an den Start. Die A-Jugendliche
Lena Schmitz (Emder LG) hatte sich gleich zweimal qualifizieren können. Über 400 Meter Hürden erreichte sie nach guten 64,32
Sekunden das Ziel, über die flache Strecke folgten dann am zweiten Wettkampftag 58,15 Sekunden. Über beide Distanzen schied
die Emderin zwar nach den Vorläufen aus, kam aber jeweils dicht an ihre Bestzeiten heran. Ihren ersten DM-Start absolvierte
Griet-Mara Onken von Germania Leer. Die B-Jugendliche ging über 1500 Meter an den Star, kam nach 4:55,56 Minuten ins Ziel
und wurde damit Neunte in ihrem Vorlauf.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 25. Juli 2006
Als Deutsche Meisterin zum Länderkampf
Goldmedaillengewinnerin Mareike Blum vom Norder TV startet gegen polnische Auswahl

Norden
(bup). Als Deutsche Meisterin tritt Mareike Blum beim Norder TV in große Fußstapfen. Die 15-jährige Goldmedaillen-
gewinnerin als Deutschlands beste Hochspringerin der weiblichen Jugend B setzt die Ära von Rudolf Brumund, Frank Müller, Jens
Rabenstein und Christine Temme beim NTV fort. Die Norder Talentschmiede hat damit das nächste Prunkstück hervorgebracht,
das in diesem Sommer erst so richtig erstrahlte: Als Siebenjährige zog es sie mit einer Schulfreundin zur Leichtathletik auf die
Wildbahnanlage, acht Jahre später trumpft Mareike Blum bei ihrer DM-Premiere in Wattenscheid auf und feiert mit neuem Ost-
fries landrekord von 1,77 m den Sieg. Für Fachleute kam der Erfolg von Mareike Blum nicht überraschend, sondern stellte sich
nach kontinuierlicher Arbeit einer fleißigen und willensstarken Athletin verdientermaßen ein. Nach zwei Landestiteln im Vorfeld
nutzte die Gymnasiastin gleich die erste große Bühne ihrer noch jungen Karriere und schlüpfte im Lorheide Stadion allzugerne in
die Hauptrolle. Da sollte der Vorhang am besten gar nicht fallen: “Es war so eine tolle Stimmung. Dass ich die 1,68 m im dritten
Versuch geschafft habe, war ein ungeheurer Motivationsschub. Ich wollte sofort weiterspringen. Und die nächsten Höhen haben
dann gleich geklappt”, genoss Mareike Blum ihre erfolgreiche Titeljagd. Einer ihrer wichtigen Pluspunkte: Wenn es um etwas geht,
bringt sie auf den Punkt ihre Leistung. Da konnte die Konkurrenz der starken Norderin als eine der Jüngsten im Feld nur gratu-
lieren.
Hinter der Goldmedaille stecken viel Spaß an der Leichtathletik und reichlich Trainingsstunden des NTV-Talents, das früh die
Leidenschaft für den Hochsprung entdeckte. Auch eine zehnwöchige Verletzungspause im vergangenen Jahr wegen eines Bänder-
risses brachte Mareike Blum nicht vom Weg ab. Unter der Führung ihrer NTV-Trainerinnen Karin Heyken sowie Tanja Davids und
auch in Eigenregie wurde kontinuierlich gearbeitet. Seit dem Herbst vergangenen Jahres kam die Unterstützung durch den
Landeskader mit Trainerin Astrid Fredebold-Onnen hinzu. Der Fleiß zahlte sich für Mareike Blum aus. Die blonde NTV-Hoch-
springerin, zu deren Lieblingsfächern neben Sport Sprachen gehören, ließ sich bei ihrem bisher größten Wettkampf auch nicht von
einer Muskelverhärtung irritieren, die sie beim Kadertraining in Hannover noch zu eingeschränkten Übungseinheiten gezwungen
hatte: “Ich brauche immer ein paar Sprünge, um in den Wettkampf zu kommen. Der Anlauf wurde dann immer besser.” Trotz
brütender Mittagshitze sprang sie mit neuer Bestleistung zum Titel. Ihre starke Form hatte sich mit gemeisterten 1,70 m im Train-
ing bereits angedeutet.
Für den NTV ist die Goldmedaille eine weitere Bestätigung dafür, dass auch im ländlichen Gebiet überaus erfolgreiche Athleten
heranwachsen. Für Mareike Blum gab und gibt es jede Menge neue Erfahrungen: Anfang August wird die NTV-Hochspringerin für
die deutsche Jugendnationalmannschaft beim Länderkampf in Zwickau gegen Polen antreten. Zuvor machte sich die Norderin mit
weiteren Pflichten einer erfolgreichen Leichtathletin vertraut. Die Deutsche Meisterin wurde zu ihrer ersten Dopingprobe bestellt.
 Die B-Jugendstaffel des Norder TV hat auf ihren DM-Start in Wattenscheid verzichtet. Gold gewann neben Mareike Blum auch
Mareike Nannen. Die Holtlanderin setzte sich mit 52,04 m im Hammerwurf der weiblichen Jugend B durch. Platz sechs belegte
die Emderin Anna Raukuc im Finale über 400 Meter Hürden in 61,87 Sek. Um 68 Zentimeter schrammte die Auricherin Ann-
Christin Junker im Diskuswurf der wJA an Bronze vorbei.

WESER KURIER vom 25. Juli 2006
Geißhirt verpasst WM um eine Hundertstel
Wimpernschlag-Entscheidung bei Jugend-DM gegen Bremer 400-Meter-Sprinter

Von unserem Mitarbeiter André Fesser

Bremen. Das außerordentlich gute Abschneiden bei den deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr geriet für den Bremer
Leichtathletik-Nachwuchs in diesem Jahr zur Bürde. An das Ergebnis aus 2005, das stand schon vorab fest, würden die Bremer
bei den Titelkämpfen in Bochum-Wattenscheid nicht herankommen. Dies berücksichtigend, lasen sich die Resultate im Nachhin-
ein versöhnlich. Vier Athleten landeten unter den ersten Acht, drei weitere Male wurde dieses Ziel nur knapp verpasst. Dass das
zweitbeste Abschneiden der vergangenen Jahre im Bremer Leichtathletik-Verband (BLV) dennoch nur gedämpfte Freude auslöste,
lag vor allem am Pech des 400-Meter-Läufers Julian Geißhirt. Trotz persönlicher Bestleistung im Vorlauf (48,00 Sekunden) und
Platz vier im Finale (48,44 Sekunden) wurde dem Abiturienten vom Bremer Leichtathletik-Team/VfB Komet die erhoffte Nominier-
ung für die Junioren-WM im August in Peking verwehrt. Der DLV zog für Geißhirt den für die LG Peiner Land startenden Sebastian
Fiene vor, der ebenfalls 48 Sekunden vorweisen kann und den Bremer im direkten Vergleich in dieser Saison bereits schlagen
konnte. "Wäre Julian also 47,99 Sekunden gelaufen, hätte es keine zwei gleich schnellen Athleten gegeben - und er wäre in Pe-
king dabei gewesen", machte Landestrainer Jens Ellrott deutlich, wie knapp die Entscheidung ausgefallen war. "Das ist einer der
bittersten Momente in meiner Trainerkarriere und sicher der bitterste für Julian", so Ellrott.
Erfreulicher fielen die Ergebnisse der Jüngeren aus. Wie berichtet konnte Annemarie Pantke (BLT/Komet) als Schülerin im Kreis
der B-Jugendlichen ihre persönliche Bestzeit toppen (57,74 Sekunden) und im 400-Meter-Finale sogar auf Rang sieben vorlaufen.
Schoami Bieser (BLT/SG Findorff) kam in einer 3000-Meter-Hitzesschlacht sogar als Fünfte ins Ziel und bestätigte damit ihre Zu-
gehörigkeit zur nationalen Spitze. Dreispringer Eugen Wisotzki blieb mit 14,49 Metern und Rang fünf in der A-Jugend geringfügig
unter den Erwartungen. Stabhochspringer Michael Kass (LG Bremen Nord) - auch er ein A-Schüler im Kreis der B-Jugend - kam
mit eingestellter eigener Bestleistung von 4,30 Metern auf den undankbaren neunten Rang. Gleiches widerfuhr Bruder Paul Kass
(SV Werder), der bei der A-Jugend 5,55 Meter übersprang. Nicht ganz zufrieden waren die BLV-Verantwortlichen dagegen mit dem
neunten Rang der 4x100-Meter-Staffel der A-Jugend. Ohne den 400-Meter-Finalisten Julian Geißhirt patzten Felix Wedekämper,
Alexander Thyme (BLT/BTSN), Ben Rehn und Thomas Buschmann (BLT/Komet) beim dritten Wechsel und verpassten infolge-
dessen den Endlauf nach 42,98 Sekunden um nur zwei Hundertstelsekunden.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 25. Juli 2006
Michael Kass bei der DM auf Platz neun

Bremen-Nord (mde). Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend in Wattenscheid stellte Michael Kass von der
LG Bremen-Nord mit einem Sprung über 4,30 Meter seinen Bremer Schülerrekord im Stabhochsprung ein. Der 15-jährige Nord-
bremer meisterte die Anfangshöhe von vier Metern sowie die folgenden Höhen von 4,15 und 4,30 Metern jeweils im ersten Versuch.
An den 4,40 Metern scheiterte er dann dreimal. Als zweitjüngster Teilnehmer des 22 Springer starken Feldes landete Michael
Kass damit bei den bis zu zwei Jahren älteren B-Jugendlichen auf dem neunten Meisterschaftsplatz.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 25. Juli 2006
Leichtathletik: Bestleistungen von Junker und Bültena
Deutsche Leichtathletikmeisterschaften der Jugend A: vierter Platz für Diskuswerferin

Aurich/Wattenscheid
(wrs). Mit persönlichen Bestleistungen kehrten Ann-Christine Junker und Wiebke Bültena (MTV Aurich)
von den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der Jugend A aus Wattenscheid zurück. Beide Sportlerinnen erreichten in ihren
Disziplinen die Endkämpfe. Junker wurde Vierte im Diskuswerfen und Bültena belegte über 800m den neunten Rang.
Ann-Christine Junker musste sich im Diskuswerfen dreizehn anderen Athletinnen stellen. Hochmotiviert erzielte sie bereits im
ersten Versuch eine neue persönliche Bestleistung von 44,29 m. Mit dieser Weite zog sie in den Endkampf ein und belegte den
4. Platz. Sie lieferte mit drei weiteren Würfen über 40 Meter eine gute Serie ab und verfehlte um 70 cm die Bronzemedaille.
Auch Wiebke Bültena erreichte durch einen beherzten Vorlauf über 800m in 2:13,61 min. als Vierte den Endlauf und qualifizierte
sich unter zwanzig Teilnehmerinnen für den Endlauf der besten Zehn. Zu Beginn des Endlaufes ging sie das hohe Anfangstempo
mit und musste den Kontakt zur Spitzengruppe erst nach 700 m auf der Zielgeraden abreißen lassen. Sie kam mit neuer persön-
licher Bestzeit von 2:11,61 min. ins Ziel und belegte den 9. Platz.
“Beide Ergebnisse sind umso höher einzuschätzen, da die Athletinnen noch dem jüngeren Jahrgang der A-Jugend angehören und
im nächsten Jahr wiederum in dieser Altersklasse starten können. Zudem konnten sie in den vergangenen Wochen in Aurich,
wegen fehlender Trainingszeiten auf dem Ellernfeld, nicht im notwendigen Umfang trainieren”, sagte MTV-Abteilungsleiter Ingo
Kaun. Trainer Thomas Dresp und Kaun hoffen, dass nach diesen großartigen Erfolgen der Athletinnen, die Anlagen durch die
Stadt Aurich verabredungsgemäß instandgesetzt werden und den Sportlerinnen umfangreichere Trainingszeiten eingeräumt
werden.

NORDWEST ZEITUNG vom 25. Juli 2006
Lisa Seeger trotzt Zermürbungstaktik
Leichtathletik: Konkurrenz überrascht 800-Meter-Läuferin -- Marina Kortenbrock: “Es war mehr drin”

Von Wolfgang Grave

Wattenscheid/Kreis Cloppenburg. Den zweiten Schock spürte Lisa Seeger im Wattenscheider Lohrheide-Stadion in den
Beinen. “So bei vierhundert Metern. Da ging gar nichts mehr.” Seltsam dick hätten sich ihre Beine angefühlt, sagt die Leichtath-
letin der SG Essen-Garthe-Molbergen. Und wer rennt schon gerne mit zusätzlichem Ballast ein 800-Meter-Rennen, in dem die
Deutsche A-Junioren-Meisterschaft das Ziel ist?
Der erste Schlag hatte sie bereits kurz nach dem Start getroffen. Die Konkurrenz bolzte von Beginn an Tempo. Seeger war per-
plex. “Das war hammerhart. Da habe ich nicht mit gerechnet”, sagt sie. Denn eigentlich hatte sie das Rennen diktieren, den Geg-
nerinnen ihre Speed aufzwingen wollen. Stattdessen hätte die Taktik der anderen Läuferinnen sie fast zermürbt. “Ich habe nur die
Durchgangszeit bei 400 Metern gesehen und mir gedacht: Sind die denn alle bekloppt?” 59 Sekunden standen auf der Anzeige-
tafel. Zum Vergleich: Die Jungen liefen die ersten 400 Meter nur eine Sekunde schneller. Die Qualifikation für die Junioren-WM in
Peking hatte alle Läuferinnen zusätzlich angestachelt. Fatalerweise ließ Seeger abreißen. Die Beine kündigten ihren Gehorsam.
Das Loch bis zur Spitze wuchs bis auf rund 30 Meter an. Lisa Seeger litt. Ihr Trainer Harald Prepens teilte ihre Qualen abseits der
Bahn: “Das war auch für mich echt ätzend”, sagt er. Woher der unsichtbare Mann mit dem Vorschlaghammer plötzlich kam, ver-
mag Seeger nicht zu sagen. Das sei wohl eine Kopfsache. Wohl wissend, dass dies nicht ihr erster Durchhänger zwischen 400
und 600 Metern war.
Allerdings kämpfte sie gegen ihre Schwäche. 200 Meter vor der Ziellinie presste sie noch einmal ihr gesamtes Leistungsvermögen
aus ihrem Körper heraus. Der Schmerz verschwand. Und sie preschte mit einem beeindruckenden Schlussspurt von Rang sieben
auf Rang vier vor. Dass sie persönliche Bestzeit (2:08,33 Minuten) gelaufen ist, freut Seeger. “Das ist schon in Ordnung”, sagt sie.
Allein dieser vermaledeite Durchhänger, diese “blöden 200 Meter” nagen an ihr.
Gleichwohl findet sie in ihrer Teamkollegin Marina Kortenbrock (B-Junioren) derzeit eine Seelenverwandte. “Ganz zufrieden” ist sie
mit ihrem vierten Platz im Hochsprung - wie Seeger. Sie sagt aber auch: “Es war mehr drin.” Wie Seeger. 1,68 Meter im zweiten
Versuch: Höher ging es diesmal nicht. Ihr Traum von einer Medaille zerplatzte, nachdem die Latte bei 1,71 Meter dreimal auf die
Matte geknallt war. Aber auch Kortenbrock kann die Zeit nicht zurückdrehen. Falls sie diese Gabe hätte, feilte sie in der Woche
vor dem Wettkampf wohl minutiös an ihrer Technik. “Denn die Höhe hatte ich eigentlich drauf”, sagt sie. Trainer Harald Prepens
teilt diese Meinung, sah jedoch auch einen nicht immer optimalen Anlauf seines Schützlings. Deshalb schafften es ihre Fersen
auch nicht ganz über die gewünschte Höhe. Und Kortenbrock musste feststellen: Auch Kleinigkeiten entscheiden Meister-
schaften.  

==> (Presse)-Berichte Seite 2

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